• Auditorium beim Finale des Azubi-Wettbewerbs 2011/2012

BG RCI-Sicherheitswettbewerb für Auszubildende 2014/2015

K+S Kali GmbH – Werk Neuhof-Ellers – entscheidet Finale für sich

Azubis finden Wettbewerb „cool“

Von Norbert Ulitzka

So sieht es aus, bevor der Startschuss fällt zum großen Finale im BG RCI-Azubiwettbewerb 2014/2015.

Startschuss zum Finale 2014/15.

Die Auszubildenden des Werks Neuhof-Ellers der K+S Kali GmbH haben sich in einem spannenden Finale in Rotenburg an der Fulda an die Spitze der besten 8 Teams aus ganz Deutschland gesetzt. Wie stets umfasste der insgesamt achtmonatige Wettbewerb praktisch alle Facetten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes – von „Absturzgefahren“ über „Gesunde Ernährung“ bis zum „Brand- und Explosionsschutz“, ein bei den Azubis besonders beliebtes Themenfeld. Pokale für die besten und Sicherheitsprämien für alle in Form von Warengutscheinen in unterschiedlicher Höhe warteten auf die Finalisten.

In der weiteren Platzierung ging der 2. Rang an die Auszubildenden der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, Platz 3 an das Werk Werra, das ebenfalls zur K+S GmbH zählt. Mit Sigmundshall erreichte ein weiteres Teams des Unternehmens Platz 8. Die DBE-Azubis schafften es auf den 4. Rang, gefolgt von Team 1 der Vattenfall Europe Mining AG. Mit einem weiteren Team belegte das Unternehmen Platz 7. Die Auszubildenden der Dyckerhoff GmbH Deuna Zement erreichten Platz 6. Die erfolgsreichste Wettbewerbsgruppe sammelte 143 Punkte bei einem Abstand von nur 30 Punkten zum letztplatzierten Team. „Alle Auszubildenden haben sich bestens vorbereitet, das war ein sehr enges Rennen“, sagt Wettbewerbsorganisator Gerold Soestmeyer von der BG RCI in Bochum.

Bildergalerie mit den Siegerteams

 (Vergrößern der Bilder und weitere Informationen durch Anklicken)

Setzten sich an die Spitze: Die Azubis vom Werk Neuhof-Ellers der K+S Kali GmbH mit 143 Punkten (Niklas Betz, David Burkard, Johannes Engel, Jonas Erb, Lisa Fischer, Sebastian Happ, Raphael Jahn, Marius Kraus, Julian Kreß, Nikolai Kreß, Philipp Lins, Fabian Möller, Philip Ommert, Janik Schäfer, Dennis Staubach, Betreuer: Thomas Jahn).
Mit 133 Punkten auf Platz 2: Die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH mit ihrem Azubi-Team (Betreuer: Leon Büscher, Even Bollacke, Julius Brockmöller, Marvin Nowak, Yannik Oelrich, Lucas Michel Poß, Lucas Richter, Benedict Rüther, Mario Schulte-Laggenbeck, Maximilian Sommer, Philipp Stegmann, Christopher Stroot, Lars Taubmann, Mathis Tirre, Daniel Weiß, Jan Zilinski)
Von der K+S Kali GmbH schaffte es ein weiteres Team ins Finale nach Rotenburg: 131 Punkte und Platz 3 für die Azubis vom Werk Werra.
Die DBE stand schon oft im Finale und schaffte diesmal 128 Punkte und Platz 4.
„Team 2“ der Vattenfall Europe Mining AG erzielte mit 116 Punkten Platz 5.
Erstmals im Finale: 115 Punkte für die Azubis der Dyckerhoff GmbH Deuna Zement. Ergibt Platz 6.
Auch von der Vattenfall Europe Mining AG erkämpfte sich eine weitere Gruppe einen Platz unter den Finalisten und erreichte als „Team 1“ Platz 7 mit 114 Punkten.
Auch dieses Team gehört zur K+S Kali GmbH: Die Azubis aus Sigmundshall erzielten mit 113 Punkten Platz 8.

© BG RCI 2015, Volker Wiciok 

70 Mitgliedsunternehmen der BG RCI hatten mehr als 2.000 Auszubildende zum Sicherheitswettbewerb 2014/15 angemeldet. Die Unternehmen hatten zwei Wettbewerbe zur Auswahl. Für solche, die große Gruppen von bis zu 15 Auszubildenden ins Rennen schicken können, gab es den Teamwettbewerb. Für Betriebe mit weniger Auszubildenden startete im März ein einmonatiger Internetwettbewerb.

„Gewinner seid ihr alle“

Einige der Internet-Teilnehmer.

Die besten Rankings in der Internetversion des Wettbewerbs erreichten zwei Auszubildende von der Moritz J. Weig GmbH & Co.KG, Mayen. Platz 3 sicherte sich eine Auszubildende der Gesellschaft für Nuklear-Service GmbH, Essen. Von diesem Unternehmen konnten sich fünf weitere Azubis unter den besten 30 platzieren. Die weiteren Plätze verteilen sich auf Auszubildende folgender Unternehmen: Wacker Chemie AG, München (12 Auszubildende), Johannes Räckers GmbH & Co. KG, Ahaus (3), Pulcra Chemicals GmbH, Geretsried (2) sowie Ninkaplast GmbH, Bad Salzuflen, Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG, Remshalden, Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf, Südzucker AG, Mannheim, und BASF SE, Ludwigshafen, mit jeweils 1 Auszubildenden.

„Arbeitssicherheit ist für uns kein Fremdwort mehr“

„Coole“ Sache: Einige von ursprünglich 2.000 Wettbewerbsteilnehmern.

Azubis finden Wettbewerb „cool“.

Der Stellenwert des Sicherheitswettbewerbs ist nicht nur bei den Unternehmen, deren Auszubildende es bis ins Finale schaffen, unbestritten. „Wir wollen Einfluss nehmen auf das Unfallgeschehen von morgen“, ist in diesem Zusammenhang ein oft zitiertes Statement. Aber was sagen die Auszubildenden selbst? Erstmals wird ihre Teilnahme durch eine professionelle Meinungsumfrage begleitet. Bisheriges Fazit: Die Auszubildenden begrüßen es in großem Umfang, dass die BG RCI einen solchen Wettbewerb veranstaltet. Fast 70 Prozent der Befragten empfehlen auch anderen Auszubildenden, dabei mitzumachen. 80 Prozent geben an, dass sie sich jetzt mit Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz besser auskennen und achtsamer an ihre Arbeit gehen als zuvor.

„Sicherheit gehört von Anfang an dazu“

Fragen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz lassen sich nicht immer leicht beantworten. A, B oder C? Wer sich für die falsche Antwort entscheidet, vergibt an die anderen Teams je einen Punkt und geht selbst leer aus.

Antwort A, B oder C?

Langsam wächst der Punktestand. Gewinner in puncto Arbeitssicherheit sind sie alle. Aber am Ende kann nur einer Sieger sein.

Der Punktestand wächst...

Zu den insgesamt 400 Finalgästen in Rotenburg zählten neben den Auszubildenden deren Betreuer sowie zahlreiche Azubi-Fangruppen aus den Unternehmen. Auch mancher Vertreter der Unternehmensleitung war eigens angereist, um „seinen“ Azubis in den entscheidenden Stunden beizustehen. Der Finaltag startet früh morgens mit einer Runde in den Fahrsimulatoren. Wer fehlerfrei fährt, kann für sein Team schon hier maximal zehn Punkte holen. Wer wie viele Punkte bekommt, entscheiden zwei eigens engagierte Fahrlehrer. Anschließend folgt die magische Fragenwand mit insgesamt 64 Fragen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Fragen sind in Kategorien unterteilt, zum Beispiel „Stolpern, Stürzen, Rutschen“ oder „Arbeiten mit elektrischen Geräten“, sowie in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die bei richtiger Antwort verschieden hohe Punktzahlen einbringen. Bis zu jeweils zehn Punkte bringen auch die Löschübungen am Brandsimulator und das Retten eines Verletzten aus dem Auto nach einem simulierten Verkehrsunfall. Notärzte, Sanitäter und Feuerschutzexperten schauen sich an, wie die Auszubildenden vorgehen, und geben ihre Bewertung ab. Langsam füllen sich die Punktekonten der Teams. Aber dann wartet zum spannenden Abschluss der Finaltags das große Buzzerspiel. Auf 48 Fotos oder Illustrationen sind die unterschiedlichsten Situationen aus der Welt der Arbeitssicherheit dargestellt. Hier wird mit den meisten Punkten belohnt, wer den dargestellten Sachverhalt am schnellsten erkennt und zu der jeweils zugehörigen Frage die richtige Antwort geben kann. Rund acht Stunden sind in diesem Sicherheitsmarathon seit dem Morgen vergangen – die nötigen Erholungspausen eingerechnet. Am Abend wartet dann die stürmische Siegesparty.

Norbert Ulitzka, BG RCI, Bochum