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Häufige Fragen zur Unfallversicherung

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Themen Versicherungsschutz, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten, Rehabilitation und Leistungen. Klicken Sie einfach auf ein Thema.

Nein. Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung entsteht kraft Gesetzes, d. h. ohne Zutun von Beschäftigten oder Unternehmen, wenn die im Gesetz genannten Voraussetzungen (z. B. eine Beschäftigung) vorliegen.

Bei der BG RCI sind alle Beschäftigen eines Mitgliedsbetriebes der BG RCI ohne Rücksicht auf Höhe ihres Einkommens unabhängig von der Dauer ihrer Beschäftigung kraft Gesetzes gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert.

Bei Ihrer eigentlichen Arbeitstätigkeit, auf den unmittelbaren Wegen von und zur Arbeit sowie auf Dienstreisen sind Sie gegen Arbeits-, Wegeunfälle und Berufskrankheiten versichert. Hierzu zählen auch zeitlich befristete Dienstreisen in das Ausland.
Eigenwirtschaftliche Tätigkeiten wie Essen während der Mittagspause oder private Einkäufe auf den Wegen von oder zur Arbeitsstelle fallen jedoch nicht unter den Versicherungsschutz.

Nein. Eine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung ersetzt nicht die gesetzliche Unfallversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung löst im Schadensfall (Unfall, Berufskrankheit) die Haftpflicht des Unternehmens ab; dafür zahlt auch nur das Unternehmen Beiträge.

Die Unfallversicherung kraft Gesetzes bei der BG RCI tritt bei einem Arbeitsunfall unabhängig vom Bestehen anderer Ansprüche ein. Ihre private Unfallversicherung sollten Sie bei einem Unfall allerdings ebenfalls benachrichtigen. Deren Leistungen hängen von den Versicherungsbedingungen ab.

Das Leistungsspektrum der gesetzlichen Unfallversicherung reicht von der Heilbehandlung über die Rehabilitation bis hin zu Rentenleistungen an Versicherte bzw. Hinterbliebene.

Ja, die Dauer der (täglichen) Arbeitszeit ist für den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz unerheblich. Überlange Arbeitszeiten können aber das Unfallrisiko erhöhen.

Die Arbeitspause in der Arbeitsstätte steht mit dem Beschäftigungsverhältnis im Zusammenhang. Daher besteht auch während der Arbeitspause Versicherungsschutz gegen die mit der Arbeitsstätte zusammenhängenden Gefahren.
Spaziergänge außerhalb des Betriebsgeländes sind nur dann versichert, wenn sie wegen einer besonderen psychischen oder physischen Belastung der Arbeit zur Erholung notwendig sind.
 
Die Nahrungsaufnahme während der Pause ist dagegen nicht versichert, sondern gilt als eigenwirtschaftliche Tätigkeit. Versichert sind aber die Wege zur Essensaufnahme bzw. zurück zur Arbeitsstelle. Das heißt, dass der Weg zur Kantine oder zum Bäcker oder auch nach Hause, wenn dort das Mittagessen eingenommen wird, und der jeweilige Rückweg unter Versicherungsschutz stehen, nicht aber die Essenseinnahme selbst.

Betriebliche Gemeinschaftsveranstaltungen wie Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern usw., die der Förderung der Verbundenheit zwischen der Leitung und den Betriebsangehörigen dienen, stehen unter folgenden Voraussetzungen unter Versicherungsschutz:
Die Veranstaltung muss vom Unternehmen oder der Geschäftsleitung organisiert oder gebilligt sein und die Teilnahme an der Veranstaltung allen Beschäftigten offen stehen. In der Regel sollte eine Mindestbeteiligung von ca. 20 % der Belegschaft gewährleistet sein.  Versichert sind auch Veranstaltungen einzelner Abteilungen, wenn es die Größe des Unternehmens nicht ermöglicht, eine gemeinsame Veranstaltung durchzuführen. Nicht versichert sind private Feiern, beispielsweise anlässlich eines runden Geburtstags im Kollegenkreis - übrigens auch dann nicht, wenn das Unternehmen die Feier billigt.

Ja, wenn Sie trotz einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit vorzeitig Ihre Arbeit wieder aufnehmen, so sind Sie dabei versichert. Für die Frage, ob Sie unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen, kommt es grundsätzlich auf die tatsächliche Arbeitsleistung an, nicht auf die Frage der attestierten Arbeitsunfähigkeit.

Ja. Personen, die sich in „Mutterschutz“ befinden, sind nach wie vor Beschäftigte des Unternehmens und stehen daher auch beim Besuch von betrieblichen Veranstaltungen oder Betriebsfesten wie jeder andere Beschäftigte unter Versicherungsschutz. Gleiches gilt auch für Personen, die sich in „Elternzeit“ oder „Erziehungsurlaub“ befinden, solange das Beschäftigungsverhältnis fortbesteht und sie zu den entsprechenden Veranstaltungen eingeladen sind.

Wenn Sie von Ihrem Unternehmen beauftragt werden, die erkrankte Person zu begleiten oder wenn Sie dies als ausgebildeter „Ersthelfer/in“ Ihres Betriebes tun, stehen Sie unter Versicherungsschutz.
Unabhängig von diesen Voraussetzungen können Sie auch als sog. „Nothelfer/in“ versichert sein, wenn es sich um die Rettung des Kollegen oder einer Kollegin aus erheblicher gegenwärtiger Gefahr für seine oder ihre Gesundheit handelt.

Grundsätzlich sind Praktikanten und Praktikantinnen über den Unfallversicherungsträger des Praktikumsbetriebs versichert. Bei Beteiligung eines Bildungsträgers kann dessen Unfallversicherungs-Träger zuständig sein. Besteht kein vorrangiger Unfallversicherungs-Schutz, kommt für Praktika in Mitgliedsunternehmen der BG RCI der Auffangtatbestand des § 51 der Satzung in Betracht:

Personen, die nicht im Unternehmen beschäftigt sind, aber als

a. Mitglieder von Prüfungsausschüssen oder Teilnehmende an Prüfungen,
die der beruflichen Aus- und Fortbildung dienen,

b. Diplomanden/Diplomandinnen, Doktoranden/Doktorandinnen sowie zur
Vorbereitung auf eine im Rahmen einer Aus- oder Fortbildung abzulegende
Prüfung oder zu ähnlichen Zwecken,

c. Praktikanten und Praktikantinnen,

d. Mitglieder des Aufsichtsrats, Beirats, Verwaltungsrats und vergleichbarer
Gremien des Unternehmens

e. Teilnehmende an Besichtigungen des Unternehmens, solange diese
nicht gegen Entgelt erfolgen,

die Stätte des Unternehmens im Auftrag oder mit Zustimmung des Unternehmers bzw. der Unternehmerin betreten, sind während ihres Aufenthaltes auf der Stätte des Unternehmens gegen die ihnen hierbei zustoßenden Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten beitragsfrei versichert, soweit sie nicht schon nach anderen Vorschriften versichert sind (§ 3 Abs.1 Nr. 2 SGB VII).

Ausführliche Informationen zu Praktika finden Sie auch im BMAS-Leitfaden Praktikanten.

Der Praxisleitfaden des BMAS enthält neben Übersichten zur versicherungsrechtlichen Beurteilung diverser Praktika-Konstellationen in allen Sozialversicherungszweigen auch Vertragsmuster.

Arbeitsunfälle sind Unfälle, die Beschäftigte bei ihrer Arbeit und auf Dienstwegen erleiden.

In der Regel erfolgt die Meldung bereits durch den behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin. Unternehmen sind zur Unfallmeldung verpflichtet, wenn Beschäftigte mehr als 3 Tage arbeitsunfähig werden. Sie können sich im Zweifel auch direkt bei der BG RCI melden. Die Adressen finden Sie unter Standorte. Formulare zur Meldung von Arbeitsunfällen durch Unternehmen finden Sie auf unserer Homepage.

Suchen Sie bitte möglichst einen Durchgangsarzt oder eine Durchgangsärztin (D-Arzt/D-Ärztin) auf. Durchgangsärzte und Durchgangsärztinnen sind in der Regel Fachärzte und Fachärztinnen mit besonderer Qualifikation auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie. Ihre Praxen und die Unfallkliniken sind mit Fachpersonal und durch spezielle technische Ausstattung besonders gut auf die Behandlung von Unfallfolgen vorbereitet. Namen und Adresse finden Sie auf den Internetseiten der DGUV oder in Ihrem Telefonbuch.
In fast jedem Krankenhaus mit einer chirurgischen Abteilung gibt es einen D-Arzt.

Wenn keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt oder die voraussichtliche Behandlungsbedürftigkeit weniger als 1 Woche beträgt, kann auch ein anderer Arzt als ein Durchgangsarzt oder eine Durchgangsärztin aufgesucht werden.

Bei isolierten Augen-/ bzw. Hals-Nasen-Ohren (HNO-)Verletzungen sind entsprechende Fachärztinnen und Fachärzte von der Vorstellungspflicht beim Durchgangsarzt oder bei der Durchgangsärztin befreit.

Wegeunfälle sind Unfälle, die sich auf dem direkten Weg zur Arbeit oder zurück ereignen. Der Hinweg beginnt mit dem Verlassen der Außentür des bewohnten Gebäudes und endet mit dem Betreten des Betriebsgeländes. Für den Rückweg gilt Entsprechendes.

Es muss nicht unbedingt der kürzeste, es kann auch der verkehrsgünstigste Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gewählt werden.

Wird der direkte Weg von der Arbeit aus eigenwirtschaftlichen Gründen unterbrochen, besteht für die Dauer der Unterbrechung kein Versicherungsschutz. Bei Fortsetzung des Weges innerhalb von zwei Stunden lebt der Versicherungsschutz aber wieder auf.

Die Wahl des Verkehrsmittels für die Wege von und zur Arbeitsstelle steht jeder versicherten Person frei. Auch während einer Wartezeit an Haltestellen und Bahnhöfen besteht Versicherungsschutz. Das Betanken eines Kraftfahrzeuges vor Antritt des Weges oder unterwegs ist jedoch grundsätzlich unversichert.

Auch als Mitglied einer Fahrgemeinschaft sind Sie auf dem Weg zu und von der Arbeit versichert. Eine Fahrgemeinschaft entsteht, wenn mehrere Berufstätige (auch Schüler und Schülerinnen, Studentinnen und Studenten und Kindergartenkinder) gemeinsam ein Fahrzeug auf dem Weg zur oder von der Arbeit benutzen.

Fahrende und Mitfahrende müssen dabei nicht im gleichen Unternehmen arbeiten und auch nicht regelmäßig zusammen fahren.

Es besteht auch Versicherungsschutz auf dem direkten Weg von und zu der ständigen Familienwohnung, wenn die versicherte Person an dem Ort der Tätigkeit oder in dessen Nähe wegen der Entfernung zu der Familienwohnung eine Wohnung hat, die nicht die Familienwohnung ist.

Versicherungsschutz ist dann gegeben, wenn der Grund der Unterbringung der Kinder in der Berufstätigkeit der Eltern liegt und der Weg dorthin mit dem Arbeitsweg verknüpft wird. Auch das Kind ist sowohl im Kindergarten und in der Schule als auch auf dem Hin- und Rückweg zum und vom Kindergarten/der Schule versichert, allerdings nicht bei der BG RCI.

Nach der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) muss das Unternehmen dafür sorgen, dass nach einem Unfall unverzüglich erste Hilfe geleistet und eine erforderliche ärztliche Versorgung veranlasst wird. Das Unternehmen hat in diesem Zusammenhang dafür zu sorgen, dass Verletzte sachkundig transportiert werden. 

Es besteht keine Verpflichtung, auch bei offensichtlich leichten Verletzungen generell einen Krankenwagen zu rufen. Bei geringfügig erscheinenden Verletzungen, zu denen zum Beispiel leichtere Schnittverletzungen oder Prellungen gehören, kann es durchaus ausreichen, Unfallverletzte im PKW oder Taxi zu transportieren. Ob Verletzte neben dem oder der Fahrzeugführenden durch eine weitere Person begleitet werden müssen, hängt von der Art der Verletzung bzw. der gesundheitlichen Beeinträchtigung ab.
 
Bestehen Zweifel bei der Auswahl des geeigneten Transportmittels, ist eine sachkundige Entscheidung - möglichst durch einen Arzt oder eine Ärztin - herbeizuführen.

Bei Erstattung einer informellen Unfallanzeige ist durch Ankreuzen des Feldes 9 "Leiharbeitnehmer" sichergestellt, dass der Unfall nicht Ihrem Unternehmen angelastet wird. Das Verleihunternehmen erstattet seiner Berufsgenossenschaft (in der Regel: Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) die ihm obliegende Unfallanzeige, die sich ggf. dort auf den Beitrag des Verleihunternehmens auswirkt. Ihre Unfallanzeige für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer dient lediglich Präventionszwecken.

Ausführliche Informationen über Berufskrankheiten finden Sie auf unserer Homepage.

Grundsätzlich können Sie uns formlos benachrichtigen, wenn Sie der Auffassung sind, an einer Berufskrankheit zu leiden.

Es empfiehlt sich aber, mit dem Hausarzt, der Hausärztin, oder besser noch, mit einem Facharzt, einer Fachärztin über das Krankheitsbild und mögliche berufliche Einwirkungen zu sprechen. Besteht der Verdacht, dass es sich bei der Erkrankung um eine in der Berufskrankheiten-Liste aufgeführte Erkrankung handelt, sollten Sie den Arzt, die Ärztin bitten, den Verdacht einer Berufskrankheit an die zuständige Berufsgenossenschaft zu melden. Ärztinnen und Ärzte sind bei begründetem Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit übrigens sogar zur Meldung verpflichtet. Den für die ärztlichen Anzeige erforderlichen Vordruck finden Sie hier!

Meldungen an die Berufsgenossenschaften können auch vom Unternehmen oder durch die Krankenkasse erfolgen. Wir prüfen dann, ob die wesentliche Ursache der Erkrankung im Beruf zu sehen ist und die Voraussetzungen zur Anerkennung als Berufskrankheit vorliegen.

Die Meldung an die Berufsgenossenschaft sollte folgende Angaben enthalten:

  • Name,
  • Geburtsdatum,
  • Anschrift und Krankenkasse der versicherten Person,
  • Unternehmen, bei dem eine schädigende Einwirkung vermutet wird,
  • Art der Erkrankung und
  • behandelnder Arzt, behandelnde Ärztin.

Generell nein. Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz umfasst Körperschäden.
Deshalb können Sachschäden, wie z. B. ein beschädigtes Fahrrad oder auch Stornokosten einer Urlaubsreise, die aufgrund der Folgen eines Arbeitsunfalls nicht angetreten werden kann, nicht ersetzt werden.

Die Berufsgenossenschaft tritt für Gesundheitsschädigungen oder Beschädigungen von Hilfsmitteln ein (Hilfsmittel sind zum Beispiel Brillen, Prothesen, Hörgeräte etc.). So wird zum Beispiel eine bei einem Unfall beschädigte Brille ersetzt.

Nein, Schmerzensgeldzahlungen gehören nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Es kann jedoch ein Schmerzensgeldanspruch gegen den Schädiger oder der Schädigerin bestehen, wenn er den Personenschaden vorsätzlich oder auf einem versicherten Weg verursacht hat. Betriebsfremde Dritte haften schon bei fahrlässigem Verhalten.

Im Anschluss an die Entgeltfortzahlung durch das Unternehmen zahlt Ihnen Ihre Krankenkasse im Auftrag der Berufsgenossenschaft Verletztengeld. Voraussetzung ist, dass wegen Folgen des Arbeitsunfalls Arbeitsunfähigkeit besteht.
Die Höhe entspricht in der Regel dem vorherigen Nettolohn, soweit der Höchstbetrag nach Satzung nicht überschritten ist. Abgezogen werden vom Verletztengeld die Beitragsanteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung.
(In der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt das Krankengeld maximal 90 Prozent des Nettoentgelts).

Nein. Unfallverletzte und Berufserkrankte, deren Heilbehandlung über die gesetzliche Unfallversicherung erfolgt, müssen keine Praxisgebühr entrichten. Die behandelnden Ärzte rechnen direkt mit der Berufsgenossenschaft ab. Auch die Medikamente sind zuschlagsfrei.

Etwas anderes gilt nur dann, wenn jemand in einem Quartal nicht nur wegen Arbeitsunfall- oder Berufskrankheitsfolgen behandelt wird, sondern auch wegen anderer, außerberuflicher Erkrankungen oder wenn über die Anerkennung einer Berufskrankheit noch nicht entschieden ist und das Feststellungsverfahren noch läuft.

Wenn Sie ausschließlich wegen der Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit behandelt worden sind, wird Ihnen Ihre Krankenkasse auf Antrag die bereits gezahlten Praxisgebühren erstatten.

Zu den Themen Rehabilitation und Geldleistungen an Versicherte  finden Sie ausführliche Informationen auf unserer Homepage.

„Kuren" gehören nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Berufsgenossenschaft erbringt aber stationäre Heilverfahren sowohl bei anerkannten Berufskrankheiten als auch bei Arbeitsunfällen. Solche Heilverfahren werden bevorzugt in berufsgenossenschaftlichen Einrichtungen durchgeführt.

Nein. Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung sind nach § 3 Nr. 1 a Einkommensteuergesetz (EStG) steuerfrei.

Wenn Sie Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung wegen eines Unfalles oder einer Berufskrankheit erhalten, erfolgt keine Kürzung der Rente, wenn Sie Einkommen - gleich in welcher Höhe - erzielen.

Bei Witwen oder Witwern, die eine Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten, ist der Unfallversicherungs-Träger jedoch zur Prüfung verpflichtet, ob eine Einkommensanrechnung durchzuführen ist.

Die Rente wird bei Arbeitslosigkeit von der BG grundsätzlich in voller Höhe weitergezahlt.
Sofern Sie Leistungen bei der Agentur für Arbeit beantragen, ist die Verletztenrente jedoch anzugeben. 
Solange Sie wegen der Unfall-/Berufskrankheitsfolgen arbeitslos sind und Rente und Arbeitslosengeld erhalten, kann die Rente für längstens zwei Jahre bis zu einer bestimmten Höchstgrenze des Übergangsgeldes erhöht werden.

Wenn Sie Ihren Wohnsitz (oder gewöhnlichen Aufenthaltsort) im Ausland haben, wird Ihre Rente auch ins Ausland überwiesen.

Nach einem Arbeitsunfall werden die notwendigen Fahrtkosten zur Behandlung bei der Ärztin, beim Arzt oder im Krankenhaus von der Berufsgenossenschaft erstattet. Bei Benutzung der Bahn werden die Kosten für die 2. Klasse übernommen. Für Fahrten mit dem PKW werden 0,20 Euro pro Kilometer ersetzt. Sofern der Arzt, die Ärztin die Notwendigkeit eines Taxis oder einer Begleitperson bescheinigt, übernimmt die Berufsgenossenschaft auch die hierdurch entstehenden Kosten.

Verordnungen von speziellen Sehhilfen für die Bildschirmarbeit werden von den Krankenkassen nicht getragen und fallen in der Regel auf das Unternehmen zurück. Die Regellungen hierzu finden sich in der Bildschirmarbeitsverordnung und der Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge, Anhang Teil 4. Nur wenn sich herausstellt, dass ohne oder neben einer allgemeinen Sehhilfe im konkreten Fall eine speziell auf den Bildschirmarbeitsplatz zugeschnittene Sehhilfe zusätzlich erforderlich ist, muss das Unternehmen die Kosten im erforderlichen Umfang übernehmen.

Zu dem Thema Geldleistungen an Hinterbliebene finden Sie ausführliche Informationen auf unserer Homepage.


Weitere Fragen?

Ihre Frage war nicht dabei oder ist nicht vollständig beantwortet worden? Bitte wenden Sie sich unter der E-Mail-Adresse: reha-leistungen(at)bgrci.de an unsere Grundsatzabteilung. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Haben Sie Fragen zu einem bereits gemeldeten Versicherungsfall, hilft Ihnen die für Sie zuständige Bezirksdirektion oder Geschäftsstelle. Für die Übersendung personenbezogener Daten oder vertraulicher Informationen in Leistungsangelegenheiten ist auf jedem Schreiben der BG RCI Ihre persönliche Ansprechperson und deren Kontaktdaten genannt.

Wir empfehlen Ihnen dringend, personenbezogene Daten oder vertrauliche Informationen
nicht ungesichert über das Internet zu versenden, denn unverschlüsselte E-Mails können
von unbefugten Dritten eingesehen und manipuliert werden.