Die "First VISION ZERO Europe Conference" vom 7. bis 9. September 2016 in Bochum

Die "First VISION ZERO Europe Conference" stellte die neue VISION ZERO-Präventionsstrategie der Internationalen Vereinigung für soziale Sicherheit und ihre "Sieben Goldenen Regeln" für die erfolgreiche Implementierung in den Betrieben und bessere Wirtschaftlichkeit durch Prävention vor. Zielgruppe waren Unternehmen aus dem Bergbau, der Zementindustrie sowie den Branchen Natursteinwerkstein und Schotter.

Vom 7. – 9. September 2016 berichteten 50 Präventionsexperten an der Technischen Hochschule Georg Agricola in Bochum, wie das Ziel „Null Unfälle“ in der Arbeitswelt erreicht werden kann. Die Spannweite des internationalen Programms reichte von Impulsreferaten weltweit tätiger Experten über die Themenfelder Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz mit Themen wie Ergonomie und psychologischer Aspekte bis zu Unternehmen, die herausragende Erfolge im Arbeitsschutz erzielt haben und ihre Strategie erläutern. Ein besonderer Fokus lag auf der Anwendbarkeit für kleinere Unternehmen.

Die Rohstoffgewinnung und verbundene Industriezweige werden global noch immer als Hochrisikobranchen gesehen. Gleichzeitig zeigen viele europäische Unternehmen hervorragende Arbeitsschutzbilanzen. Die "First VISION ZERO Europe Conference" bot eine Plattform zum Austausch und zur Verbreitung von "Best practice"-Beispielen in der Arbeitssicherheit und im Gesundheitsschutz.

Die Mehrzahl der Vorträge verfolgte einen branchenübergreifenden Ansatz und machte den Besuch der VIZE Europe Conference für alle lohnenswert, die an neuen Impulsen für die Prävention und Lösungen für das Ziel „Null Unfälle“ interessiert sind.

Themen

  • Die Präventionsstrategie VISION ZERO – Illusion oder realistisch?
  • Die Sieben Goldenen Regeln der IVSS zur Implementierung der VISION ZERO in Unternehmen
  • Leadership im Arbeitsschutz
  • Eine Präventionskultur entsteht
  • Ein neuer Fokus auf die Gefährdungsbeurteilung
  • Kosten-Nutzen-Analyse
  • Lösungen für kleine Unternehmen (KMU)
  • Technologietrends – Industrie 4.0
  • Kompetenz braucht Training und Qualifizierung -- Lebenslanges Lernen
  • Investitionen in eine gesunde Belegschaft zahlen sich aus
  • Globale Lieferketten – die europäische Verantwortung

Zielgruppen

Die VIZE Europe richtete sich insbesondere an Unternehmer und Führungskräfte aus den Zielbranchen Bergbau, Zement, Kies und Sand und Naturwerkstein und Schotter. Das Programm bot Lösungen für Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum Konzern. Die Konferenz stand Arbeitnehmervertretern, Arbeitsschutzexperten, Industrieverbänden, Herstellern und Zulieferern sowie Akademikern (auch studentisch) ebenso offen.


Seminar von Jim Joy: "Critical Control Management"

Im Vorfeld der Konferenz fand eine besondere Veranstaltung statt: Prof. Jim Joy aus Australien vermittelt in seinem Seminar „Critical Control Management (CCM) – The next phase in managing industry operational risks“, wie aus der Vielzahl von Erkenntnissen aus der Gefährdungsbeurteilung kritische Risiken wirksam identifiziert und Handlungsschritte für die Prävention werden können.

Jim Joy arbeitet seit rund 30 Jahren für große, international agierende Bergbauunternehmen wie BHP Biliton und Xstrata und sammelte dort Erfahrung in der wirksamen Gefährdungsbeurteilung. Er war dreizehn Jahre lang Direktor des Minerals Industry Safety and Helth Centre der University of Queensland in Australien und hatte von 2007 bis 2011 den Anglo American Chair of Risk Management Initiatives inne. Er ist Autor des 2015 erschienen “Guide on Critical Control Management” des Unternehmensnetzwerks “International Council on Mines and Metals” (ICMM) und berät global agierende Unternehmen in der Umsetzung.

Weitere Informationen finden Sie unter http://vize-europe-conference.de/jim_joy.html.