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Aktuelles


Hinweise zu Smartphones und Tablet PC zur Verwendung in Ex-Bereichen – Darf man Smartphones an Tankstellen verwenden?

In der Industrie gibt es einen hohen Bedarf, mobile elektronische Geräte wie Smartphones und Tablet PC in explosionsgefährdeten Bereichen einzusetzen. Entsprechend der Richtlinie 1999/92/EU sind in Bereichen, in denen gelegentlich gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auftritt (Zone 1 oder Zone 21) Geräte der Kategorie 2 im Sinne der Richtlinie 2014/34/EU („ATEX-Richtlinie“) einzusetzen. Folgende Hinweise werden aus den Erfahrungen der Marktaufsicht gegeben. Hier können Sie den gesamten Artikel lesen:


ATEX-Leitlinien in deutscher Übersetzung

Die ATEX-Leitlinien liegen jetzt auch in deutscher Übersetzung vor.

Die Leitlinien beziehen sich auf die neue Richtlinie 2014/34/EU. Die darin enthaltenen Erläuterungen sind direkt den jeweiligen Artikeln der o. g. Richtlinie zugeordnet. Die bisherige Liste der Grenzfälle – ATEX-Produkte sind in den Leitlinien enthalten.

Die aktuelle Leitlinie können Sie hier auf den Ex-Schutz-Portal nachlesen.


Änderung der Gefahrstoffverordnung und Betriebssicherheitsverordnung

Diese Änderungen der Arbeitsschutzregelungen der Gefahrstoffverordnung waren erforderlich, da die Richtlinie 2014/27/EG sowohl die Gefahrstoff-Richtlinie 98/24/EG als auch die Krebs-Richtlinie 2004/37/EG an das geänderte EU-System zur Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen angepasst hat. Die beschlossene Verordnung diente der Umsetzung dieser Richtlinie. Gleichzeitig wurde der Bereich des Inverkehrbringens in der GefStoffV kompatibel zur CLP-Verordnung sowie zur EU-Biozid-Verordnung gestaltet. Die Änderungsverordnung wurde am 18.11.2016 im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 54 veröffentlicht. In §11 GefStoffV wurde bei der Umformulierung die Verknüpfung zwischen dem Ergreifen von Maßnahmen zum Schutz vor physikalisch-chemischen Einwirkungen und dem Ausführen von „Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“ gestrichen. Auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung sind Maßnahmen zu ergreifen, sofern die entsprechenden Gefährdungen bestehen. In Anhang I Nr. 1 wurde lediglich der Begriff „Zubereitung“ durch „Gemisch“ ersetzt (in Punkt 1.6).

Artikel 2 nimmt Änderungen in der 2015 neu gefassten Betriebssicherheitsverordnung vor. Dies betrifft im Verordnungsverfahren neu aufgenommene Regelungen, insbesondere hinsichtlich der Prüfung überwachungsbedürftiger Anlagen, bei denen sich in der Praxis Anpassungsbedarf gezeigt hat. Die Änderungen beeinflussen nicht das Schutzniveau, erleichtern jedoch das Vollzugshandeln und die Anwendung in der Praxis.

Den Artikel mit den Änderungen können Sie im Bundesgesetzblatt einsehen.

Die beiden Verordnungen in der geänderten Fassung finden Sie unter „Nationale Regelungen“ im Explosionsschutzportal. 


Einsatz von Hörgeräten und Cochlea-Implantaten in explosionsgefährdeten Bereichen

Hörgeräte sind für Hörgeminderte ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Kommunikation, zumal diese Kommunikation auch sicherheitsrelevante Inhalte, wie z. B. Warnung vor unmittelbaren Gefahren, enthalten kann. Sollen Hörgeräte oder Cochlea-Implantate im explosionsgefährdeten Bereich getragen werden, so ist zu überprüfen, ob sie wirksame Zündquellen enthalten. Diese Überprüfung muss auch die Ex-Zone, in der das Hörgerät oder das Cochlea-Implantat getragen werden soll, berücksichtigen. Eine Handlungsanleitung hierzu wurde in Zusammenarbeit mit der Industrie, den Herstellern von Hörgeräten und der Kommission für Elektrotechnik erarbeitet.

Demnach können hinter dem Ohr oder im Ohr getragene Hörgeräte und externe Teile von Cochlea-Implantaten in Zone 2 und Zone 22 grundsätzlich verwendet werden. Zusatzgeräte, wie z. B. Funkfernsteuerungen, müssen vor dem Einsatz in Zone 2 bzw. Zone 22 von einem Spezialisten beurteilt werden.

Für die Verwendung in Zone 1 und Zone 21 muss gewährleistet sein, dass Hörgeräte bzw. die externen Teile von Cochlea-Implantaten sicher im oder hinter dem Ohr bzw. am Kopf befestigt sind, dass die externen Teile von Cochlea-Implantaten sicher miteinander verbunden sind, und dass die Batterien bei Stößen nicht aus dem Gehäuse fallen können.

Tätigkeiten, wie An- und Ablegen des Hörgerätes oder Cochlea-Systems, Batteriewechsel, Ein- und Ausschalten, Funktionseinstellung und Programmierung sowie das Aufladen eines gegebenenfalls vorhandenen Akkus dürfen nur außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche durchgeführt werden.

Die Handlungsanleitung finden Sie hier als PDF:


Sicheres Freischalten mit Lasttrennschaltern gemäß IEC 62626-1

Die Norm IEC/EN 62626-1 gilt seit Dezember 2014 speziell für Sicherheitsschalter zur zwangsläufigen Abtrennung der elektrischen Energiezufuhr. Sie definiert die Anforderungen an gekapselte Lasttrennschalter bis 1.000 V AC, mit denen elektrische Betriebsmittel wie Maschinen und Anlagenteile zu Wartungs- und Reinigungszwecken vom Stromkreis getrennt werden.

Diese Anforderung geht weit über die Forderungen der IEC/EN 60947-3 hinaus. Dabei unterscheidet die IEC/EN 62626-1 zwischen Schaltgeräten für den allgemeinen Gebrauch (Klasse 0) und solchen für harte und raue Schwerlastbedingungen (Klasse 1). Es wird empfohlen, für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen Schaltgeräte der Klasse 1 einzusetzen. Die Lasttrennschalter, z. B. der Serien 8146/5-V37 und 8150/5-V37 der Firma Stahl, sind in robusten und korrosionsfesten Gehäusen aus GRP oder Edelstahl eingebaut. Sie werden mit druckfest gekapselten Schaltkontakten in 3- wie 6-poliger Ausführung angeboten und sind für den Einsatz in den Zonen 1, 21 sowie 2, 22 zertifiziert.

Die Produktpalette umfasst Schaltgeräte für Bemessungsbetriebsströme von 10 A bis 180 A und Betriebsspannungen zwischen 230 V und 690 V AC. Ihr Motor-Schaltvermögen entspricht AC 3 und AC 23 nach IEC/EN 60947-3. Ein 20 ms voreilender Hilfskontakt stellt die Motorabschaltung auch beim Einsatz mit Frequenzumrichtern sicher. Die Integration des Hilfskontaktes in den Lastschalter ermöglicht den Einsatz nur eines Drehantriebes und stellt somit eine einfache Bedienbarkeit für den Anwender dar. Die Lasttrennschalter bieten die Schutzart IP66 und sind für einen Temperaturbereich von -40 °C bis +70 °C ausgelegt. Neben dem zwangsläufigen Öffnen der Hauptkontakte sorgen einfache Handhabung und spezielle Schutzvorrichtungen für höchste Betriebssicherheit: Der Gehäusedeckel ist in Aus-Stellung verriegelt, der Schaltgriff ist dreifach verschließbar. So können im Ex-Bereich Maschinenantriebe für die Anlagenreinigung, Reparaturvorgänge oder andere Service-Arbeiten schnell und sicher stillgesetzt werden, auch ohne eine geschulte Elektrofachkraft hinzuzuziehen.

Lasttrennschalter

Die IEC 62626-1 entsprechenden gekapselten Lasttrennschalter sind für Bemessungsbetriebsströme von 10 A bis 180 A erhältlich.


Einsatz von flexiblen Schüttgutbehältern (FIBC) in explosionsgefährdeten Bereichen

Für flexible Schüttgutbehälter (FIBC) werden nach der Norm DIN EN 61340-4-4 (VDE 0300-4-4) Normprüfverfahren hinsichtlich ihrer Eignung in elektrostatischer Hinsicht angegeben. Dazu besteht eine Klassifizierung in vier Typen A, B, C und D. Die Kennzeichnung der FIBC nach diesen Typen ist in der Norm festgelegt und es werden entsprechende Hinweise für die sichere Verwendung gegeben.

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Weltweit erstes Android-Smartphone mit ATEX Zone 1/21 Zulassung

Das INNOVATION 2.0 ist das erste Smartphone mit dem Betriebssystem Android™, das in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden darf. Kundenspezifische Anpassungen der Sicherheitsfunktionen und des Betriebssystems sind möglich.

Das Innovation 2.0 mit Android™ Betriebssystem bietet alle aus dem modernen Industriealltag gewohnten Funktionen. Robust, industrietauglich und IECEx/ATEX-zugelassen ist das INNOVATION 2.0 das erste Smartphone der Welt, da diese Aufgabe auch in gas- und staubexplosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1, 2, 21 und 22 nach IECEx und ATEX Richtlinien meistert.

Weitere Informationen auf der Webseite von „i.safe MOBILE“


Das neue explosionsgeschützte UMTS Ex-Handy 08 und erstes Android Tablet für explosionsgefährdete Zonen

Das ex-sichere Mobiltelefon Ex-Handy 08 ist das neueste Ex-Handy aus dem Hause ecom instruments. Es eignet sich für das sichere Telefonieren sowie Versenden von SMS, MMS und E-Mail in den explosionsgefährdeten Bereichen Zone 1/21 (+ class I, Division 1). Der Z710-Ex ist ein robustes IP65 Android Tablet, mit ATEX Zone 2/22 Zertifikat und verfügt über ein Paket neuer Funktionen. Das Tablet ist mit einer 5 Megapixel Auto-Focus Kamera ausgestattet und hat ein 7'' LumiBondä Display, das auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar ist. Das Display gestattet dem mobilen Arbeiter z. B die Visualisierung und Nutzung von Geräteskizzen, Anlagenplänen oder die Anbindung an eine Prozessleitsystem. Standardmäßig sind die gängigen Funkschnittstellen (Bluetooth, WLAN (b,g,n), USB und GPS) vorhanden. Für die Speicherung verfügt das Gerät über einen SD-Card-Einschub. Der Z710-Ex kann zudem mit weiteren Funktionen wie etwa 3,5G WWAN (Datenübertragung über UMTS-Netze), einem Scanner mit 1D/2D Barcodeleser und/oder einem HF RFID-Leser ausgestattet werden. Die erweiterte Akkukapazität erlaubt die Nutzung für eine Arbeitsschicht von acht bis zehn Stunden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website http://www.ex-handy-08.com/de/startseite/.


Besteht beim Einsatz von Handys oder von mobilen Funkgeräten in explosions­gefährdeten Bereichen Explosionsgefahr?

Diese Fragen ist eindeutig mit „Ja“ zu beantworten.
Arbeiten in Zone 0 sind generell zu vermeiden. Der Einsatz mobiler Funkgeräte ist in dieser Zone auszuschließen. Werden mobile Funkgeräte in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 betrieben, so muss für sie eine Baumusterprüfbescheinigung einer zugelassenen europäischen Prüfstelle vorliegen.
In Zone 2 dürfen mobile Funkgeräte ohne EG-Baumuster­prüfbescheinigung verwendet werden, wenn eine Herstellererklärung zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 2 (Kategorie 3) vorliegt.
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Ist der Einsatz von Armbanduhren, Taschenrechnern und Hörgeräten im explosionsgefährdeten Bereich möglich?

Die Stellungnahme zum Einsatz von elektrisch angetriebenen Armbanduhren in explosionsgefährdeten Bereichen und Aussagen zu Hörgeräten und Taschenrechnern finden Sie hier. :: mehr