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Aktuelles


Mitarbeit bei der Erarbeitung von Beispielen zur Zoneneinteilung für Ammoniak- und Kälteanlagen

Nachdem die „grüne“ Beispielsammlung im Februar 2019 zurückgezogen wurde, besteht Bedarf an aktuellen Beispielen zu Ammoniak und Kälteanlagen. Diese sollen unter Mitarbeit fachkundiger Personen aus der Praxis in zwei Arbeitsgruppen erarbeitet werden.

Das Sachgebiet Explosionsschutz der DGUV ruft Personen aus der Praxis, die Erfahrung mit dem Thema Explosionsschutz an Ammoniak- bzw. Kälteanlagen mitbringen, auf, sich an der Erarbeitung zu beteiligen. Interessierte Personen erhalten gerne weitere Informationen beim Referat Explosionsschutz der BG RCI.


„Grüne“ Beispielsammlung der EX-RL zur Zoneneinteilung ist zurückgezogen

Der Fachbereich Rohstoffe und chemische Industrie der DGUV hat die alte (grüne) Beispielsammlung im Februar 2019 zurückgezogen. Falls Aussagen zu den alten Abschnitten „Ammoniak“ und „Kälteanlagen“ weiter benötigt werden, ergeht der Aufruf an die fachkundigen Anwender, den Bedarf und gleichzeitig ihre Bereitschaft mitzuteilen, an der Überarbeitung mitzuwirken.

Fortentwicklung der Beispielsammlung:

Um die Jahrtausendwende erfolgte eine grundlegende Überarbeitung der Beispielsammlung; um dies deutlich zu machen, wurde die gültige Beispielsammlung nicht mehr auf grünen, sondern auf blauem Papier gedruckt. Die alte Beispielsammlung im Gründruck sollte für eine Übergangsphase beibehalten werden und war im Internet unter www.exinfo.de zu finden.

Seither wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass bevorzugt die neue (blaue) Beispielsammlung anzuwenden ist. Die alte (grüne) Beispielsammlung wurde weder fachlich noch hinsichtlich der enthaltenen Bezüge weiter gepflegt, allerdings wurden ihre Beispiele – sofern entsprechender Bedarf zu erkennen war – bei der Neufassung von Regeln, Merkblättern oder Informationen dem neuen Wissensstand angepasst und entweder in die aktuelle blaue Beispielsammlung oder in deren Abschnitt 5 als Verweis aufgenommen. Wenn es für überarbeitete Beispiele, zunächst noch keine eigenen Regeln, Merkblätter oder Informationen gab, wurden sie in Abschnitt 4 »Spezielle Anlagen« eingestellt.

Aktueller Stand:

Inzwischen ist die Überführung der grünen in die blaue Beispielsammlung fast vollständig erfolgt.
Lediglich für eine Überarbeitung der Abschnitte „Ammoniak“ und „Kälteanlagen“ konnte bisher keine fachkundige Arbeitsgruppe zusammengestellt werden. Bisherige Befragungen ergaben zudem ein geringes Interesse an diesen Beispielen, woraus wir schließen, dass hierfür kein Bedarf mehr besteht.

Rückfragen und Meldungen aus den Anwenderkreisen zeigen, dass die Tatsache, dass manche Sachverhalte sowohl in der blauen, als auch in der grünen Beispielsammlung zu finden sind, immer wieder zur Verwirrung führt. Auf diesem Hintergrund hat das Sachgebiet „Explosionsschutz“ auf seiner Sitzung am 27.11.2018 entschieden, dass die grüne Beispielsammlung nicht mehr allgemein zur Verfügung gestellt werden soll. Der Fachbereich Rohstoffe und chemische Industrie ist im Februar 2019 dem Vorschlag des Sachgebiets, die grüne Beispielsammlung aus der DGUV-Regel 113-001 zu entfernen, gefolgt.
Auf Grund der eingeschränkten Ressourcen sollen die Abschnitte „Ammoniak“ und „Kälteanlagen“ nur dann aktualisiert und in die blaue Beispielsammlung übernommen werden, wenn aus dem Anwenderkreis der Beispielsammlung ein entsprechender Bedarf signalisiert wird, der gleichzeitig auch von der Bereitschaft begleitet ist, an der Überarbeitung fachkundig mitzuwirken.
Auf einen entsprechenden Aufruf im Exinfo-Newsletter 04/2018 ist bisher keine Reaktion erfolgt.

Sollte in Einzelfällen - z. B. um bei älteren Anlagen die Herkunft der Zoneneinteilung zu recherchieren, um sie nachvollziehen zu können - der Bedarf auftreten, die Regelungen aus der grünen Beispielsammlung einzusehen, wenden Sie sich mit Ihrem Wunsch bitte an das Referat Explosionsschutz der BG RCI, das Ihnen die entsprechende Textpassage zur Verfügung stellen kann.


ATEX-Leitlinien in deutscher Übersetzung

Die ATEX-Leitlinien liegen jetzt auch in deutscher Übersetzung vor.

Die Leitlinien beziehen sich auf die neue Richtlinie 2014/34/EU. Die darin enthaltenen Erläuterungen sind direkt den jeweiligen Artikeln der o. g. Richtlinie zugeordnet. Die bisherige Liste der Grenzfälle – ATEX-Produkte sind in den Leitlinien enthalten.

Die aktuelle Leitlinie können Sie hier auf den Ex-Schutz-Portal nachlesen.


Änderung der Gefahrstoffverordnung und Betriebssicherheitsverordnung

Diese Änderungen der Arbeitsschutzregelungen der Gefahrstoffverordnung waren erforderlich, da die Richtlinie 2014/27/EG sowohl die Gefahrstoff-Richtlinie 98/24/EG als auch die Krebs-Richtlinie 2004/37/EG an das geänderte EU-System zur Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen angepasst hat. Die beschlossene Verordnung diente der Umsetzung dieser Richtlinie. Gleichzeitig wurde der Bereich des Inverkehrbringens in der GefStoffV kompatibel zur CLP-Verordnung sowie zur EU-Biozid-Verordnung gestaltet. Die Änderungsverordnung wurde am 18.11.2016 im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 54 veröffentlicht. In §11 GefStoffV wurde bei der Umformulierung die Verknüpfung zwischen dem Ergreifen von Maßnahmen zum Schutz vor physikalisch-chemischen Einwirkungen und dem Ausführen von „Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“ gestrichen. Auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung sind Maßnahmen zu ergreifen, sofern die entsprechenden Gefährdungen bestehen. In Anhang I Nr. 1 wurde lediglich der Begriff „Zubereitung“ durch „Gemisch“ ersetzt (in Punkt 1.6).

Artikel 2 nimmt Änderungen in der 2015 neu gefassten Betriebssicherheitsverordnung vor. Dies betrifft im Verordnungsverfahren neu aufgenommene Regelungen, insbesondere hinsichtlich der Prüfung überwachungsbedürftiger Anlagen, bei denen sich in der Praxis Anpassungsbedarf gezeigt hat. Die Änderungen beeinflussen nicht das Schutzniveau, erleichtern jedoch das Vollzugshandeln und die Anwendung in der Praxis.

Den Artikel mit den Änderungen können Sie im Bundesgesetzblatt einsehen.

Die beiden Verordnungen in der geänderten Fassung finden Sie unter „Nationale Regelungen“ im Explosionsschutzportal. 


Sicheres Freischalten mit Lasttrennschaltern gemäß IEC 62626-1

Die Norm IEC/EN 62626-1 gilt seit Dezember 2014 speziell für Sicherheitsschalter zur zwangsläufigen Abtrennung der elektrischen Energiezufuhr. Sie definiert die Anforderungen an gekapselte Lasttrennschalter bis 1.000 V AC, mit denen elektrische Betriebsmittel wie Maschinen und Anlagenteile zu Wartungs- und Reinigungszwecken vom Stromkreis getrennt werden.

Diese Anforderung geht weit über die Forderungen der IEC/EN 60947-3 hinaus. Dabei unterscheidet die IEC/EN 62626-1 zwischen Schaltgeräten für den allgemeinen Gebrauch (Klasse 0) und solchen für harte und raue Schwerlastbedingungen (Klasse 1). Es wird empfohlen, für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen Schaltgeräte der Klasse 1 einzusetzen. Die Lasttrennschalter, z. B. der Serien 8146/5-V37 und 8150/5-V37 der Firma Stahl, sind in robusten und korrosionsfesten Gehäusen aus GRP oder Edelstahl eingebaut. Sie werden mit druckfest gekapselten Schaltkontakten in 3- wie 6-poliger Ausführung angeboten und sind für den Einsatz in den Zonen 1, 21 sowie 2, 22 zertifiziert.

Die Produktpalette umfasst Schaltgeräte für Bemessungsbetriebsströme von 10 A bis 180 A und Betriebsspannungen zwischen 230 V und 690 V AC. Ihr Motor-Schaltvermögen entspricht AC 3 und AC 23 nach IEC/EN 60947-3. Ein 20 ms voreilender Hilfskontakt stellt die Motorabschaltung auch beim Einsatz mit Frequenzumrichtern sicher. Die Integration des Hilfskontaktes in den Lastschalter ermöglicht den Einsatz nur eines Drehantriebes und stellt somit eine einfache Bedienbarkeit für den Anwender dar. Die Lasttrennschalter bieten die Schutzart IP66 und sind für einen Temperaturbereich von -40 °C bis +70 °C ausgelegt. Neben dem zwangsläufigen Öffnen der Hauptkontakte sorgen einfache Handhabung und spezielle Schutzvorrichtungen für höchste Betriebssicherheit: Der Gehäusedeckel ist in Aus-Stellung verriegelt, der Schaltgriff ist dreifach verschließbar. So können im Ex-Bereich Maschinenantriebe für die Anlagenreinigung, Reparaturvorgänge oder andere Service-Arbeiten schnell und sicher stillgesetzt werden, auch ohne eine geschulte Elektrofachkraft hinzuzuziehen.

Lasttrennschalter

Die IEC 62626-1 entsprechenden gekapselten Lasttrennschalter sind für Bemessungsbetriebsströme von 10 A bis 180 A erhältlich.


Einsatz von flexiblen Schüttgutbehältern (FIBC) in explosionsgefährdeten Bereichen

Für flexible Schüttgutbehälter (FIBC) werden nach der Norm DIN EN 61340-4-4 (VDE 0300-4-4) Normprüfverfahren hinsichtlich ihrer Eignung in elektrostatischer Hinsicht angegeben. Dazu besteht eine Klassifizierung in vier Typen A, B, C und D. Die Kennzeichnung der FIBC nach diesen Typen ist in der Norm festgelegt und es werden entsprechende Hinweise für die sichere Verwendung gegeben.

Mehr Informationen erhalten Sie auf dem Explosionsschutzportal der BG RCI unter "Antworten auf häufig gestellte Fragen/Elektrostatik"


Weltweit erstes Android-Smartphone mit ATEX Zone 1/21 Zulassung

Das INNOVATION 2.0 ist das erste Smartphone mit dem Betriebssystem Android™, das in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden darf. Kundenspezifische Anpassungen der Sicherheitsfunktionen und des Betriebssystems sind möglich.

Das Innovation 2.0 mit Android™ Betriebssystem bietet alle aus dem modernen Industriealltag gewohnten Funktionen. Robust, industrietauglich und IECEx/ATEX-zugelassen ist das INNOVATION 2.0 das erste Smartphone der Welt, da diese Aufgabe auch in gas- und staubexplosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1, 2, 21 und 22 nach IECEx und ATEX Richtlinien meistert.

Weitere Informationen auf der Webseite von „i.safe MOBILE“


Das neue explosionsgeschützte UMTS Ex-Handy 08 und erstes Android Tablet für explosionsgefährdete Zonen

Das ex-sichere Mobiltelefon Ex-Handy 08 ist das neueste Ex-Handy aus dem Hause ecom instruments. Es eignet sich für das sichere Telefonieren sowie Versenden von SMS, MMS und E-Mail in den explosionsgefährdeten Bereichen Zone 1/21 (+ class I, Division 1). Der Z710-Ex ist ein robustes IP65 Android Tablet, mit ATEX Zone 2/22 Zertifikat und verfügt über ein Paket neuer Funktionen. Das Tablet ist mit einer 5 Megapixel Auto-Focus Kamera ausgestattet und hat ein 7'' LumiBondä Display, das auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar ist. Das Display gestattet dem mobilen Arbeiter z. B die Visualisierung und Nutzung von Geräteskizzen, Anlagenplänen oder die Anbindung an eine Prozessleitsystem. Standardmäßig sind die gängigen Funkschnittstellen (Bluetooth, WLAN (b,g,n), USB und GPS) vorhanden. Für die Speicherung verfügt das Gerät über einen SD-Card-Einschub. Der Z710-Ex kann zudem mit weiteren Funktionen wie etwa 3,5G WWAN (Datenübertragung über UMTS-Netze), einem Scanner mit 1D/2D Barcodeleser und/oder einem HF RFID-Leser ausgestattet werden. Die erweiterte Akkukapazität erlaubt die Nutzung für eine Arbeitsschicht von acht bis zehn Stunden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website http://www.ex-handy-08.com/de/startseite/.