Exinfo Newsletter 03/2019

Ausgabe 03/2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

vom Referat „Explosionsschutz“ wurden für Sie im Newsletter 03/2019 folgende aktuellen Informationen zusammengestellt:

Inhalt


Smartwatches, Fitnessarmbänder, GPS-Uhren o. ä. im explosionsgefährdeten Bereich

Häufig wird mittlerweile die Frage nach dem Tragen von Smartwatches, Fitnessarmbändern, GPS-Uhren o. ä. gestellt. Diese verfügen allerdings über vielseitige Sonderfunktionen wie Rechner, Funkverbindung über Bluetooth und ähnliches. Eine Verwendung von handelsüblichen Smartwatches, Fitnessarmbändern, GPS-Uhren o. ä. in explosionsgefährdeten Bereichen ist daher auszuschließen. :: weiterlesen

13th International Symposium on Hazards, Prevention and Mitigation of Industrial Explosion - Call for Papers startet am 01.10.2019

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig ist vom 27. - 31. Juli 2020 Gastgeber des „13th International Symposium on Hazards, Prevention, and Mitigation of Industrial Explosions (ISHPMIE)“ in Braunschweig. Die wissenschaftliche Konferenz rotiert im 2jährigen Rhythmus zwischen Asien, USA und Europa. Konferenzsprache ist Englisch. :: weiterlesen

Einfluss von nanoskaligen Hilfsstoff-Zusätzen auf das Zünd- und Explosionsverhalten von Lebensmittelstäuben

In der Lebensmittelindustrie werden Nano-Zusatzstoffe in Form von Zubereitungs-Hilfsstoffen, wie z. B. Siliziumdioxid eingesetzt, um Produkteigenschaften (z. B. Stabilität oder Rieselfähigkeit) zu verbessern. :: weiterlesen

Nachrüstung von Rührwerken im Bestand bzgl. Explosionsschutz

Im Rahmen der Überarbeitung des Merkblatts T 020 „Rührwerke – Ausrüstung und Betrieb“ der BG RCI wurde eine Hilfestellung für die Nachrüstung von Rührwerken im Bestand hinsichtlich des Explosionsschutzes erarbeitet. :: weiterlesen

Neue TRGS 723 und TRGS 724

Die neuen TRGS 723 zur Zündquellenvermeidung und TRGS 724 zum konstruktiven Explosionsschutz, die vom AGS im November 2018 beschlossen wurden, wurden jetzt im Gemeinsamen Ministerialblatt bekannt gemacht. Sie ersetzen die TRBS 2152 Teil 3 (Sept. 2009) und Teil 4 (Feb. 2012), die damit aufgehoben sind. :: weiterlesen

Überarbeitetes Merkblatt M 037 „Nitrocellulose“

Tätigkeiten mit Nitrocellulose bergen ein hohes Gefährdungspotenzial. Das Merkblatt M 037 gibt wichtige Hinweise für die sichere Handhabung des Gefahrstoffs. :: weiterlesen

Bekanntmachung der Fundstellen für Normen nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)

Ein wichtiges Ziel des europäischen Binnenmarktes ist der freie Verkehr von Waren und Dienstleistungen. Dabei muss sichergestellt sein, dass alle Produkte bestimmte Anforderungen im Bereich Sicherheit erfüllen. :: weiterlesen

3 neue Arbeitshandbücher „Explosionsschutz“

Als Begleitbuch zu verschiedenen Seminaren gedacht, können diese Arbeitshandbücher unabhängig vom Besuch der Seminare erworben werden. :: weiterlesen

FSA Online-Seminar „Explosionsschutz im Betrieb“

Vom 30. September bis zum 8. November 2019 findet wieder das kostenlose Online-Seminar zum Explosionsschutz der FSA statt.:: weiterlesen

47. + 48. Lieferung „Kompendium Explosionsschutz“

Die 47. Lieferung des Kompendiums „Explosionsschutz“ wurde im August und die 48. Lieferung wird im Oktober ausgeliefert. :: weiterlesen

Veranstaltungen

Auf dem Explosionsschutz-Portal der BG RCI finden Sie eine Vielzahl von Veranstaltern, die Seminare und Tagungen zum Thema "Explosionsschutz" anbieten. :: weiterlesen


Portrait von Dr. Oswald LosertKontakt

Dr. Oswald Losert
Referatsleiter „Explosionsschutz“
Leiter Sachgebiet „Explosionsschutz“
Fachbereich „Rohstoffe und chemische Industrie“ der DGUV
BG RCI, Heidelberg
Telefon: 06221 5108-28350
E-Mail: oswald.losert(at)bgrci.de


Smartwatches, Fitnessarmbänder, GPS-Uhr o. ä. im explosionsgefährdeten Bereich

Das Komitee 235 „Errichtung elektrischer Anlagen in explosionsgefährdeten Betriebsstätten” der Deutschen elektrotechnischen Kommission hat sich vor längerer Zeit mit der Frage beschäftigt, inwieweit elektrisch angetriebene Armbanduhren in explosionsgefährdeten Bereichen verwendet werden können. Das Komitee hat dazu eine Stellungnahme abgegeben. Darin wird u. a. ausgeführt, dass Versuche in der chemischen Industrie, die bereits vor ca. 30 Jahren mit Motoren der Zündschutzart „erhöhte Sicherheit” (Ex e in Schutzart IP 44) durchgeführt worden sind, ergeben haben, dass bei laufendem Motor eine explosionsfähige Atmosphäre etwa 40 bis 60 Minuten vorhanden sein muss, ehe im Motorinnern ebenfalls Explosionsgefahr herrscht.

Gestützt auf diese Erfahrungen kann bei Berücksichtigung von Gehäusegröße, und Gehäusekonstruktion davon ausgegangen werden, dass das Eindringen von explosionsfähiger Atmosphäre in eine Armbanduhr wenigstens eine Größenordnung länger dauert, auch wenn das Gehäuse nicht wasserdicht sein sollte. Weil sich eine solche Uhr aber am Arm oder mindestens in der Bekleidung eines Menschen befindet, der sich ohnehin nicht lange in explosionsfähiger Atmosphäre aufhalten kann, da dann meist Arbeitsplatzgrenzwert-Überschreitungen vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass in der Praxis in Gehäuse von Armbanduhren, auch bei Berücksichtigung besonders ungünstiger Umstände, explosionsfähige Atmosphäre nicht eindringen wird. Deshalb ist das Komitee K 235 der Ansicht, dass elektrisch digitale und analog anzeigende Armbanduhren ohne zusätzliche Sonderfunktion, wie z. B. Rechner, in explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1 und 2 gefahrlos verwendet werden dürfen. Arbeiten in Zone 0 sind ohnehin zu vermeiden.

Häufig wird mittlerweile die Frage nach dem Tragen von Smartwatches, Fitnessarmbändern, GPS-Uhren o. ä. gestellt. Diese verfügen allerdings über vielseitige Sonderfunktionen wie Rechner, Funkverbindung über Bluetooth und ähnliches. Eine Verwendung von handelsüblichen Smartwatches, Fitnessarmbändern, GPS-Uhren o. ä. in explosionsgefährdeten Bereichen ist daher auszuschließen.

Zum Einsatz von Hörgeräten in explosionsgefährdeten Bereichen kann die Beurteilung nicht nur auf der Basis der Batteriespannung allein erfolgen, sondern hier sind zündfähige induktive Stromkreise gegebenenfalls enthalten und mit zu berücksichtigen. Die Zündgefahr von Kompaktgeräten, die im Ohr getragen werden, ist als sehr gering anzusehen, so dass diese in Zone 1 und 2 getragen werden können. Eventuelle Fernbedienungen dürfen im Ex-Bereich nicht mitgeführt werden. Bei einem eventuellen Herausfallen aus dem Ohr und einer dabei möglichen Zerstörung des Gehäuses sowie dem gleichzeitigen Vorhandensein einer explosionsfähigen Atmosphäre wird die Zündgefahr als ausreichend gering angesehen.
Andere Hörgeräte als Kompaktgeräte sind im Einzelfall zu prüfen und zertifizieren zu lassen. Von der ehemaligen DMT-Gesellschaft, Fachstelle für Sicherheit elektrischer Betriebsmittel, Bergbau Versuchsstrecke Dortmund-Derne (jetzt DEKRA EXAM), wurden 2 Hörgerätetypen verschiedener Hersteller für die Benutzung unter Tage untersucht und für die Gruppe I elektrischer Betriebsmittel zertifiziert.
Zum Einsatz von Taschenrechnern muss darauf hingewiesen werden, dass auch bei solarbetriebenen Taschenrechnern ab einer bestimmten Anzahl von Solarzellen gegebenenfalls Spannungen auftreten können, die eine Zündgefahr ermöglichen, so dass nach Auffassung des Komitees im Einzelfall geprüft und bescheinigt werden muss.

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13th International Symposium on Hazards, Prevention and Mitigation of Industrial Explosion- Call for Papers startet am 01.10.2019

Das ISHPMIE 2020 wird von der BG RCI unterstützt. Nähere Information finden sich im Call for Papers und unter www.ishpmie2020.ptb.de.

Die Konferenz bietet eine wertvolle Gelegenheit zum Informationsaustausch auf dem Gebiet des industriellen Explosionsschutzes zwischen den Wissenschaftlern der führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen mit den Fachleuten aus Industrie- und Versicherungsunternehmen. Die Organisatoren erwarten mehr als 120 Konferenzbeiträge, die in drei parallelen Vortragsgruppen präsentiert werden. Sie behandeln relevante grundlegende Studien, einschließlich experimenteller und modellbasierter Entwicklungen, wie auch Präventionsstrategien sowie Untersuchungen tatsächlicher Unfälle.

In einem speziellen Abschnitt „Industry meets Science“ diskutieren Referenten aus der chemischen, petrochemischen und staubverarbeitenden Industrie mit den Konferenzteilnehmern Problemstellungen und aktuellen Forschungsbedarf im Zusammenhang mit industriellen Explosionsgefahren.

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Einfluss von nanoskaligen Hilfsstoff-Zusätzen auf das Zünd- und Explosionsverhalten von Lebensmittelstäuben

Im Rahmen eines Forschungsprojekts der BGN konnte nachgewiesen werden, dass nanoskalige Hilfsstoff-Zusätze als Rieselhilfen und Farbstoffe, wie u.a. Silizium- und Titandioxid, auch wenn sie selbst keine explosionsfähigen Gemische bilden können, trotzdem das Explosionsverhalten der Staubgemische kritisch verändern können (Hacke, 2018).

Bei früheren Explosionsversuchen im Versuchsfeld in Kappelrodeck wurden wenige Prozent "Aerosil" (Evonik Industries AG, nanoskaliges Siliziumdioxid) den Stäuben zur Verbesserung des Fließverhaltens beigemengt. Dabei zeigte sich eine signifikante Veränderung des Explosionsverhaltens der eingesetzten Stäube. Der KSt-Wert (Maß für Explosionsheftigkeit) erhöhte sich um ca. 20 %.

Diese Beobachtung legt den Schluss nahe, dass auch andere explosionstechnische Kenngrößen (u. a. maximaler Explosionsdruck) und das Zündverhalten (z. B. Mindestzündenergie) durch nanoskalige Zusätze stark beeinflusst werden. Ohne genauere Kenntnisse über das Verhalten von Pulver-Mischungen mit nanoskaligem Zusatz ist eine sachgerechte Gefährdungsbeurteilung kaum möglich.

Ziel des Projekts ist die Unterstützung der Betriebe bei der Durchführung der Gefährdungsanalyse. Dazu soll der Einfluss nanoskaliger Zusätze auf das Zünd- und Explosionsverhalten von Pulver-Mischungen systematisch untersucht werden.

Im ersten Schritt werden an ausgewählten Stäuben aus den Bereichen Lebens- und Futtermittelindustrie explosionstechnische Kenngrößen und das Zündverhalten ermittelt. Anschließend werden in Mischungsreihen mit steigendem Anteil an nanoskaligem Zusatzstoff, der Einfluss auf die explosionstechnischen Kenngrößen und das Zündverhalten bestimmt.

Als Zusatzstoffe wurden zwei Siliziumdioxide mit unterschiedlichen Eigenschaften ausgewählt. Beim ersten handelt es sich um ein hundertprozentiges Nanomaterial, während das zweite einen nanopartikulären Anteil von ≤ 50 % aufweist. Im Anschluss daran werden Untersuchungen der Mischungsreihen mit weiteren Zusatzstoffen und Lebensmittelstäuben erfolgen.

Bisherige Messergebnisse bestätigen die Vermutung, dass von Nanomaterialien ein deutlicher Einfluss auf das Zündverhalten von pulverförmigen Mischungen ausgeht. So sinkt z. B. die Mindestzündenergie (MZE) von Weizenmehl mit zunehmendem Masseanteil an nanoskaligen Siliziumdioxid auf ca. ¼ der MZE von reinem Weizenmehl und mit dem anteilig nanopartikulären Siliziumdioxid auf weniger als die Hälfte der MZE.

Den Forschungsbericht können Sie bei der FSA ansehen.

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Nachrüstung von Rührwerken im Bestand bzgl. Explosionsschutz

Für Zündquellen, die im Fehler- bzw. Störungsfall auftreten können, werden Maßnahmen beschrieben, die einzeln oder in Kombination eine dem Stand der Technik entsprechende Zündquellenvermeidung in dem für die jeweilige Zone(n) erforderlichen Maß ermöglichen. Dies unterstützt die Einzelfallbetrachtung der Rührwerke im Bestand, bei der im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung in Verbindung mit der Empfehlung zur Betriebssicherheit EmpfBS 1114 "Anpassung an den Stand der Technik bei der Verwendung von Arbeitsmitteln" zu entscheiden ist, ob eine Anpassung der Schutzmaßnahmen an den Stand der Technik erforderlich ist. Weitere Informationen zur Thematik der Rührwerke sind in der Neufassung des Merkblatts T 020 zu finden. Diese befindet sich im Druck, sobald die Broschüre verfügbar ist, wird an gleicher Stelle darüber informiert.

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Neue TRGS 723 und TRGS 724

Die neue TRGS 723 „Gefährliche explosionsfähige Gemische – Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische“ ersetzt die TRBS 2152 Teil 3, Ausgabe September 2009, die mit Erscheinen der TRGS 723 aufgehoben ist.

Gegenüber der bisherigen TRBS 2152 Teil 3 erfolgten folgende Anpassungen bzw. Fortschreibungen:

  • Anpassung bzgl. der Begriffsverwendung „explosionsgefährdeter Bereich“,
  • Berücksichtigung der Option zur Zoneneinteilung (ohne Zoneneinteilung / Gefährdungsbeurteilung entsprechen die Anforderungen der Zone 0/20),
  • Hinweise zur Übertragbarkeit auf nicht-atmosphärische Bedingungen (Gemische),
  • Abgrenzung zu chemisch instabilen Gasen und Zersetzung kondensierter Phasen,
  • fachliche Aktualisierungen/ Anpassung von Bezügen, z. B. Berücksichtigung der TRGS 725 für MSR-Einrichtungen.

Eine maßgebliche inhaltliche Überarbeitung erfolgte bei den Zündquellen durch mechanische Reib-, Schlag- und Abriebvorgänge (5.4), der Zündquelle Blitzschlag (5.8) und der Zündquelle Ultraschall (5.12).

Die neue TRGS 724 „Gefährliche explosionsfähige Gemische - Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, welche die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken“ ersetzt die gleichnamige TRBS 2152 Teil 4, Ausgabe Februar 2012, GMBl 2012 S. 387, die mit Erscheinen der TRGS 724 aufgehoben ist.

Gegenüber der bisherigen TRBS 2152 Teil 4 erfolgten folgende Anpassungen bzw. Fortschreibungen:

  • Hinweise zur Übertragbarkeit auf nicht-atmosphärische Bedingungen (Gemische) und Anwendung auf die Verbrennung instabiler Gase, Zerfallsreaktionen instabiler Gase sind vom Anwendungsbereich ausgeschlossen.
  • Anpassung von Bezügen und Begriffen,
  • Verweis auf Normen und andere technische Regeln, z. B. TRGS 725,
  • Berücksichtigung neuerer Erkenntnisse, z. B. eingeschränkte Wirksamkeit von Entlastungsschloten sowie Aufnahme von Literaturhinweisen.

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Überarbeitetes Merkblatt M 037 „Nitrocellulose“

Das Merkblatt „Nitrocellulose, Collodiumwolle“ wurde vollständig überarbeitet und an das aktuelle Vorschriften- und Regelwerk angepasst und der Stand der Technik dabei berücksichtigt. An der Überarbeitung war die ENA (European Nitrators Association – Verband der europäischen Nitrocellulose-Hersteller) beteiligt.

Die Schrift wendet sich an Betriebe, die technische Nitrocellulose (Collodiumwolle) verarbeiten und verbrauchen. Als Ergänzung der Betriebsanweisung kann das Merkblatt den Beschäftigten zur Information über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Nitrocellulose und deren Gemischen dienen.

Cellulosenitrat wird in der chemischen Industrie durch Umsetzung von Cellulose mit Nitriersäure hergestellt. Der Stickstoffgehalt des Cellulosenitrats wird durch die Zusammensetzung der Nitriersäure und die Reaktionsdauer geregelt.

In den Handel gelangt die Nitrocellulose zumeist in phlegmatisierter, angefeuchteter Form in Papptrommeln oder Pappkartons. Als Anfeuchtungsmittel dienen dabei Wasser oder unterschiedliche Alkohole.

Daneben wird auch plastifizierte Ware (die Phlegmatisierung erfolgt hier unter anderem mit plastifizierendem Material wie beispielsweise Acetyltributylcitrat (ATBC)) angeboten. Diese wird als plastifizierte Collodiumwolle, wie etwa NC-Chips, bezeichnet.

Nicht ausreichend angefeuchtete oder plastifizierte Nitrocellulose ist ein hoch feuergefährlicher, sehr schlag- und reibungsempfindlicher Explosivstoff. Der Umgang damit ist verboten.

Aufgrund des hohen Gefährdungspotenzials bei Tätigkeiten mit Nitrocellulose (Brände, Explosionen) gibt das Merkblatt M 037 wichtige Hinweise für die sichere Handhabung und die notwendigen Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit diesem Stoff. Neben den Hinweisen, die bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden müssen, bilden die zu beach­tenden Schutzmaßnahmen einen Schwerpunkt des Merkblatts. Ausführlich werden zum Beispiel die technischen Schutzmaßnahmen für Anlagen und Verfahren, Lagerung, Transport sowie Reinigung und Beseitigung von Abfällen betrachtet. Des Weiteren findet der Brand- und Explosionsschutz große Beachtung.

Das Merkblatt ist im Medienshop und im Downloadcenter der BG RCI erhältlich.

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Bekanntmachung der Fundstellen für Normen nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)

Die den Normen zugrunde liegenden Anforderungen werden für alle Staaten der EU einheitlich und verbindlich in sogenannten EU-Richtlinien (früher EG-Richtlinien) formuliert. EU-Richtlinien gelten für alle Mitgliedstaaten, die diese in nationales Recht umsetzen müssen.

Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union hatten bisher die Aufgabe, die Fundstellen jener nationalen Normen zu veröffentlichen, die harmonisierte Normen umsetzen. Wie auch bei dem Verzeichnis zur Maschinenverordnung Dezember 2009 ist inzwischen auch die gesetzliche Voraussetzung für die nationale Bekanntmachung der Fundstellen der Verzeichnisse zur Spielzeugverordnung ab Juli 2011 und zur Niederspannungsverordnung ab Dezember 2011 im Bundesanzeiger entfallen. Damit wird auch die Liste dieser Normen nicht mehr auf der Internetseite der BAuA veröffentlicht, sondern stattdessen mit einem Link auf die jeweils neueste Veröffentlichung im Amtsblatt der EU verwiesen.

Die verbleibenden Fundstellen der Verzeichnisse wurden bislang zeitgleich mit dem Datum der Bekanntmachung im Bundesanzeiger auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin veröffentlicht. Seit Inkrafttreten des Produktsicherheitsgesetztes am 1. Dezember 2011 wird diese Bekanntmachung der Fundstellen der Verzeichnisse nicht mehr im Bundesanzeiger vorgenommen, sondern nur noch auf der Internetseite der BAuA.

Die nachfolgenden Verzeichnisse und Verweise enthalten nationale und europäische Normen sowie technische Spezifikationen mit Anforderungen an Produkte zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit, welche die grundlegenden Anforderungen der jeweiligen EU-Richtlinien und der diese in nationales Recht umsetzenden Einzelverordnungen zum Produktsicherheitsgesetz konkretisieren.

Folglich gilt: Wenn Sie Ihr Produkt nach diesen Normen gestalten oder ein nach diesen Normen gestaltetes Produkt benutzen, können Sie davon ausgehen, dass die vom Gesetzgeber vorgesehenen grundlegenden Anforderungen erfüllt werden. Zu beachten ist, dass Normen keinen verpflichtenden Charakter haben, ihre Anwendung ist freiwillig. Es ist grundsätzlich möglich, dass von der jeweiligen Richtlinie geforderte Sicherheitsniveau auch auf andere Weise zu gewährleisten. Im Schadensfall liegt die Beweislast dann allerdings bei demjenigen, der sich für eine nicht normengerechte Gestaltungslösung entschieden hat.

Die aktuellen Fundstellen des Verzeichnisses 2, Teil 1 (Nationale Normen) sind auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter der Adresse https://www.baua.de/DE/Aufgaben/Gesetzliche-und-hoheitliche-Aufgaben/Produktsicherheitsgesetz/Normenverzeichnisse_node.html veröffentlicht.

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3 neue Arbeitshandbücher „Explosionsschutz“

Band 1
Arbeitshandbuch „Gefährdungsbeurteilung und Explosionsschutzdokument“
Die vorliegende Publikation ist das Arbeitshandbuch zum Seminar „Gefährdungsbeurteilung und Explosionsschutzdokument“ zu folgenden Themen:

  • Ursachenanalyse eines Explosionsereignisses
  • Gefährdungsbeurteilung als Basis für das Explosionsschutzdokument
  • Das Explosionsschutzdokument
  • Übung zur Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes (Gruppenarbeit)
  • Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes (Einzelarbeit)

In diesem Ringbuch mit ca. 55 Seiten im A 4 Format befinden sich die komplette Power-Point-Präsentation zum Thema „Gefährdungsbeurteilung und Explosionsschutzdokument“ mit ca. 120 Folien, eine kleine Sammlung von Muster-Explosionsschutzdokumenten mit Übungsblättern und die Firmenpräsentation.

Band 2
Arbeitshandbuch „Grundlagen des Explosionsschutzes“
Die vorliegende Publikation ist das Arbeitshandbuch zum Seminar „Grundlagen des Explosionsschutzes“ zu folgenden Themen:

  • Aktuelle internationale und nationale Entwicklungen im Vorschriftenwerk
  • Vermeidung der Entstehung explosionsfähiger Atmosphäre
  • Vermeidung bzw. Eliminierung wirksamer Zündquellen
  • Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes

In diesem Ringbuch mit ca. 55 Seiten A4-Format befinden sich die komplette Power-Point-Präsentation zum Thema „Grundlagen des Explosionsschutzes“ mit ca. 120 Folien, eine kleine Sammlung von Checklisten und die Firmenpräsentation.

Band 3
Arbeitshandbuch „Aufbauseminar Explosionsschutz“
Die vorliegende Publikation ist das Arbeitshandbuch zum Seminar „Aufbauseminar Explosionsschutz“ zu folgenden Themen:

  • Einteilung explosionsgefährdeter Bereiche in Zonen
  • Übungen zur Erarbeitung von Explosionsschutzkonzepten für staubexplosionsgefährdete Anlagen
  • Übung zur Umgestaltung eines Reinigungsplatzes bei Verwendung brennbarer Flüssigkeiten
  • Bearbeitung individueller Anfragen
  • Prüfung / Befähigte Personen

In diesem Ringbuch mit ca. 55 Seiten A4-Format befinden sich die komplette Power-Point-Präsentation zum Thema „Aufbauseminar Explosionsschutz“ mit ca. 120 Folien, Übungsbeispiele und die Firmenpräsentation.

Die drei Arbeitshandbücher können auch unabhängig vom Besuch der Seminare im Eigenverlag der Dyrba und Kollegen GmbH käuflich erworben werden. Bitte benutzen Sie das Kontaktformular.
Der Preis je Buch beträgt 30,00 Euro.

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FSA Online-Seminar „Explosionsschutz im Betrieb“

Die FSA e.V. (Forschungsgesellschaft für angewandte Systemsicherheit und Arbeitsmedizin) bietet praxisorientierte Forschung, Beratung, Planung und Problemlösung unter anderem in den Bereichen Arbeitsmedizin, Brand- und Explosionsschutz, Mikrobiologie und Technik an. Vom 30. September bis zum 8. November 2019 bietet die FSA e.V. ein Online-Seminar zum Thema „Explosionsschutz im Betrieb“ an. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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47. + 48. Lieferung „Kompendium Explosionsschutz“

Mit der 47. Lieferung erhalten Sie die TRGS 460 „Vorgehensweise zur Ermittlung des Standes der Technik“ GMBl 2018, S. 908-913 [Nr. 48] (v. 26.10.2018) sowie die Praxisbeispiele zur TRGS 460 „Vorgehensweise zur Ermittlung des Standes der Technik“ (Ausgabe 2013, zuletzt geändert und ergänzt im Juli 2018 sowohl als Papier als auch in elektronischer Form.

Über 20 Fragen wurden aktualisiert und über 50 neue Fragen beispielsweise zu folgenden Themen erstellt

  • Ammoniak
  • Methan
  • Montage, Installation
  • Prüfung, Wartung, Reparatur
  • Zonen in Nordamerika
  • Elektrostatik


Mit der 48. Lieferung erhalten Sie die 24. Ergänzungslieferung der DGUV Regel
113-001 (EX-RL; Stand 05/2019) mit den Änderungen der Anlage 4 „Beispielsammlung zur Einteilung explosionsgefährdeter Bereich in Zonen nach TRBS 2152 Teil 2, Anhang Pkt. 2“, Kapitel 1.2.8 „Verdampferanlagen“ und Kapitel 4.8 „Biogasanlagen“.

Enthalten sind sowohl elektronisch als auch auf Papier die:

  • TRBS 1112 „Instandhaltung“ vom März 2019, GMBl 2019, S. 218 [Nr. 12-16]
  • TRBS 1201 „Prüfungen und Kontrollen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen“ GMBl 2019, S. 229 [Nr. 13-16] (23.05.2019)
  • TRBS 1201 Teil 1 „Prüfung von Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen“ GMBl 2019, S. 241 [Nr. 23-16] (23.05.2019)
  • TRBS 1203 „Zur Prüfung befähigte Personen“ GMBl 2019, S. 262 [Nr. 13–16]

Enthalten ist die Änderung der BetrSichV vom 07.05.2019. Diese dient vor allem dazu, bei Prüfpflichten von Druckanlagen hinsichtlich der enthaltenen Stoffe und Gemische die Bezüge auf die Einstufung in der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008) anzupassen

Weiterhin wurden Fragen, z. B. zu den Komplexen

  • Neue TRBSen (Fragen 1.1.3, 1.12.2, 1.3.6 – 1.3.14)
  • LASI-Leitfäden (Fragen 1.7.1 – 1.7.10)
  • Alte grüne Beispielsammlung (Frage 5.2.14)

aktualisiert beziehungsweise neu aufgenommen.

Zum Menü "Wichtige Medien/Fachbücher“ des Explosionsschutzportals der BG RCI wechseln.

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Veranstaltungen

Anstehende Veranstaltungen rund um den Explosionsschutz sind beispielsweise

  • „Brand- und Explosionsschutz bei der Silobrandbekämpfung“ am 10.10.2019 in Dortmund von DMT GmbH & Co. KG
  • „Elektrischer Explosionsschutz“ am 07.11.2019 in Wuppertal von WEKA
  • „14. Fachtagung Anlagen-, Arbeits- und Umweltsicherheit“ am 07. und 08.11.2019 in Köthen von DECHEMA
  • „Staub-Explosionsschutz“ am 12.11.2019 in Bochum von DEKRA GmbH
  • „Explosionsschutz-Tag 2019“ am 12.11.2019 in Neuwied, 15.11.2019 in Aachen und 19.11.2019 in Münster von TÜV Rheinland
  • „Wirksamer Explosionsschutz im Betrieb - Schwerpunkt Staubexplosion“ am 27. und 28.11.2019 in St. Augustin von Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
  • „Rechtliche Grundlagen elektrischer Ex-Geräte (RL 2014/34/EU)“ am 27. und 28.11.2019 in Köln von BARTEC
  • „Explosionsschutz: Die Umsetzung der ATEX- Richtlinie 2014/34/EU“ am 03. und 04.12.2019 in Düsseldorf von VDI-Wissensforum
  • „Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen“ am 04.12.2019 in Frankfurt von DECHEMA
  • „Explosionsschutz durch Eigensicherheit“ am 04. und 05.12.2019 in Waldenburg von Stahl
  • „Anforderungen an die Technischen Unterlagen gemäß der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU“ am 05.12.2019 in Nürnberg von DIN-Akademie
  • „Explosionsschutz im Anlagenbau“ am 10.12.2019 in Essen von Haus der Technik
  • „Zur Prüfung Befähigte Person für die Prüfungen zum elektrischen Explosionsschutz nach BetrSichV“ vom 16. bis 19.12.2019 in Köln von TÜV Süd

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