Die Sicherheit in der Chemie fängt schon in der Schule an

Als Vorbild sollen in der Schule ab dem 1. Juni 2017 nur noch Gefahrstoffgebinde mit neuer Kennzeichnung nach GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) benutzt werden. Ohne Unterstützung ist eine Umkennzeichnung von alt auf neu nur sehr schwer möglich. Mit der vom Sachgebiet „Gefahrstoffe“ im Fachbereich „Rohstoffe und chemische Industrie“ der DGUV erarbeiteten Stoffliste zur DGUV Regel 113-018 „Unterricht in Schulen mit gefährlichen Stoffen“ kann die Arbeit in den Schulen durchgeführt werden. Die Stoffliste enthält Angaben über die im schulischen Unterricht häufig verwendeten Stoffe. Die Einstufung und Kennzeichnung bezieht sich, wenn nicht anders angegeben, auf den Reinstoff. Mögliche Verunreinigungen oder Nebenprodukte können zu einer anderen Einstufung bzw. Kennzeichnung führen. Mit dem zum Produkt gehörenden Sicherheitsdatenblatt übernimmt der Hersteller/Inverkehrbringer die Haftung für sein Produkt. Sollten die wiedergegebenen Einstufungen bzw. Kennzeichnungen nicht dem wissenschaftlichen Stand entsprechen, bitten wir um entsprechende Rückmeldung an das Sachgebiet „Gefahrstoffe“ .

Die Angaben zur Aufbewahrung (Lagerung) und zu den Tätigkeitsbeschränkungen von Gefahrstoffen beziehen sich auf die Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht (RiSU) in der Fassung vom 26. Februar 2016.

Um Änderungen insbesondere bei der Einstufung und Kennzeichnung sowie bei den Grenzwerten zeitnah einarbeiten und damit den Schulen vermitteln zu können, wird die Stoffliste (DGUV Information 213-098) zur DGUV Regel 113-018 „Unterricht in Schulen mit gefährlichen Stoffen“ im „Gefahrstoffinformationssystem für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht – DEGINTU“ aktuell gehalten. DEGINTU unterstützt Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Lehrkräfte bei der sicheren Durchführung des Unterrichts. Die Stoffliste ist als Datenbank in DEGINTU enthalten und wird ständig aktualisiert. Chemikaliensammlungen können mit DEGINTU verwaltet werden, die Daten der Stoffliste werden automatisch berücksichtigt, und korrekte Gebindeetiketten können gedruckt werden.

DEGINTU enthält zudem eine Datenbank mit erprobten und sicher durchführbaren Schulversuchen und lässt die zugehörigen Gefährdungsbeurteilungen (für die stofflichen und die nicht-stofflichen Gefährdungen) interaktiv schul- und versuchsbezogen effizient erstellen. Eigene Versuche können ebenfalls geführt angelegt werden.

Dokumente mit weiterführenden Informationen zur sicheren Experimentierpraxis sind als Download ebenfalls in DEGINTU verfügbar. Das Portal steht allgemeinbildenden Schulen, Schülerlabors und Einrichtungen der Lehramtsausbildung kostenlos und frei nach Registrierung der Einrichtung zur Verfügung.

E-Mail an das Sachgebiet „Gefahrstoffe“ unter feedback(at)degintu.de

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