Analysenverfahren zur Bestimmung von Propylenoxid

DGUV Information 213-528 (früher BGI/GUV-I 505-28 bzw. ZH1/120.28)

CAS-Nummer: 75-56-9

Synonym: 1,2-Epoxypropan


Verfahren 04 – DRGC/MS

Probenahme mit Pumpe und Adsorption an Aktivkohle, Dampfraumgaschromatographie (DRGC) mit massenselektivem Detektor

Mit diesem Messverfahren wird die über die Probenahmedauer gemittelte Konzentration an Propylenoxid im Arbeitsbereich personenbezogen oder ortsfest bestimmt.

Messprinzip

Mit Hilfe einer Pumpe wird ein definiertes Luftvolumen durch ein mit Aktivkohle gefülltes Glasröhrchen gesaugt. Das adsorbierte Propylenoxid wird mit einem N,N-Dimethylacetamid/Wasser-Gemisch (Wassergehalt ca. 20 Vol-%) desorbiert. Die analytische Bestimmung wird mittels Dampfraumgaschromatographie (Headspace-GC) und Detektion mit einem massenselektivem Detektor durchgeführt.

Bestimmungsgrenze

Absolut: 0,8 µg Propylenoxid.

Relativ: 0,13 mg/m³ an Propylenoxid für 6 l Probeluft, 5 ml Desorptionslösung und 0,5 ml Injektionsvolumen aus dem Dampfraum.

Erstellt

Februar 2007

Das gesamte Verfahren erhalten Sie in der DGUV-Publikationsdatenbank.

Die englische Übersetzung ist online in der Wiley Online Library erhältlich: Method for the determination of 1,2-epoxypropane (propylene oxide, Air Monitoring Methods, Volume 12, 2011).


Verfahren 03 – GC

Probenahme mit Pumpe und Desorption an Polymerharz Amberlite XAD-4, Gaschromatographie nach Thermodesorption

Mit diesem Messverfahren wird die über die Probenahmedauer gemittelte Konzentration von 1,2-Epoxypropan im Arbeitsbereich personenbezogen oder ortsfest bestimmt.

Messprinzip

Mit Hilfe einer Pumpe wird ein definiertes Luftvolumen durch ein mit XAD-4 gefülltes Metallröhrchen gesaugt. Das adsorbierte 1,2-Epoxypropan wird danach in einem Thermodesorber durch Erwärmen desorbiert und gaschromatographisch bestimmt.

Bestimmungsgrenze

Absolut: 20 ng 1,2-Epoxypropan pro Adsorptionsröhrchen.

Relativ: 0,1 mg/m³ an 1,2-Epoxypropan für 200 ml Probeluft.

Erstellt

November 1994

Das gesamte Verfahren erhalten Sie in der DGUV-Publikationsdatenbank.

Die englische Übersetzung ist online in der Wiley Online Library erhältlich: Method for the determination of 1,2-epoxypropane (propylene oxide, Analyses of Hazardous Substances in Air, Volume 4, 1999).


Verfahren 02 – GC – zurückgezogen

Probenahme mit Pumpe und Adsorption an Aktivkohle, Gaschromatographie nach Desorption und Derivatisierung mit Bromwasserstoffsäure

Mit diesem Messverfahren wird die über die Probenahmedauer gemittelte Konzentration von 1,2-Epoxypropan im Arbeitsbereich personenbezogen oder ortsfest bestimmt.

Messprinzip

Mit Hilfe einer Pumpe wird ein definiertes Luftvolumen durch ein Aktivkohleröhrchen gesaugt. Das adsorbierte 1,2-Epoxypropan wird mit einem Gemisch, bestehend aus Toluol und Schwfelkohlenstoff desorbiert, mit Bromwasserstoffsäure zu Bromethanol umgesetzt und gaschromatographisch analysiert.

Nachweisgrenze

Absolut: 0,58 ng Brompropanol ≙ 0,24 ng 1,2-Epoxypropan.

Relativ: 0,1 mg/m³ an 1,2-Epoxypropan bei 12 l Probeluftvolumen, 5 ml Probelösung, 1 µl Injektionsvolumen.

Erstellt

November 1994

Zurückgezogen

Oktober 2006

Das zurückgezogene Verfahren können Sie im Einzelfall bei uns anfordern (stoffinfo(at)bgrci.de).

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Verfahren 01 – DRGC oder GC

Probenahme mit Pumpe und Absorption an Aktivkohle, Dampfraumgaschromatographie oder Gaschromatographie nach Elution

Mit diesem Messverfahren wird die über die Probenahmedauer gemittelte Konzentration von 1,2-Epoxypropan im Arbeitsbereich personenbezogen oder ortsfest bestimmt.

Messprinzip

Mit Hilfe einer Pumpe wird ein definiertes Luftvolumen durch Aktivkohle gesaugt.

Arbeitsweise A:
Das adsorbierte 1,2-Epoxypropan wird durch ein schwerflüchtiges Lösemittel (N,N-Dimethylacetamid) desorbiert und mittels Dampfraumgaschromatographie (DRGC, Headspace-GC) erfasst.

Arbeitsweise B:
Das adsorbierte 1,2-Epoxypropan wird mit einer Mischung aus Dichlormethan/Schwefelkohlenstoff/Methanol desorbiert und gaschromatographisch bestimmt.

Bestimmungsgrenze

Arbeitsweise A:

Absolut: 3 µg 1,2-Epoxypropan je Aktivkohleröhrchen.

Relativ: 0,025 mg/m³ (ppm) ≙ 0,01 ml/m³ an 1,2-Epoxypropan für 120 l Probeluft.

Arbeitsweise B:

Absolut: 8 ng 1,2-Epoxypropan.

Relativ: 0,5 mg/m³ ≙ 0,2 ml/m³ (ppm) an 1,2-Epoxypropan bei 20 l Probeluft, 2,5 ml Desorptionslösung und 2 µl Injektionsvolumen.

Erstellt

November 1994

Das gesamte Verfahren erhalten Sie in der DGUV-Publikationsdatenbank.

Die englische Übersetzung ist online in der Wiley Online Library erhältlich: Method for the determination of 1,2-epoxypropane (propylene oxide, Analyses of Hazardous Substances in Air, Volume 4, 1999).