Ermittlung der Gefährdungen

Die Strahlenexposition durch UV-Licht führt sowohl in der Freizeit als auch im Berufsleben zu unterschiedlich starken Hautbelastungen. Die zu einer Gesundheitsgefährdung führende Sonnenstrahlung wird in Form der Bestrahlungsdosis gemessen.

Da Beschäftigte, die im Freien arbeiten, häufig durch ihre Tätigkeiten an einen Ort gebunden sind und nicht immer Schutzmaßnahmen ergreifen können, ist deren berufliche Belastung höher bewertet als die Belastung, der Menschen in ihrer Freizeit ausgesetzt sind. Als Maß der Bestrahlung gilt die Standard-Erythemdosis, 1 SED = 100 J/m² erythemgewichtete Bestrahlung.

Im privaten Bereich wird die UV-Belastung per Übereinkunft mit 130 SED pro Jahr angesetzt. Für berufliche Tätigkeiten wird eine jährliche solare Erythemdosis von 300 SED angenommen. In der Regel findet die meiste UV-Belastung tagsüber durch die Sonne statt. In dieses Zeitfenster fallen die meisten Tätigkeiten im Freien.

Zur Anerkennung der Berufskrankheit BK 5103 wird vorausgesetzt, dass die gesamte UV-Strahlendosis, die während der beruflichen Tätigkeit auf den Menschen einwirkt, mindestens 40 Prozent der Dosis ausmacht, die bis zum Eintreten der Erkrankung im privaten Bereich auf die Person eingewirkt hat.

Die rechnerische Bestimmung der jährlich durch natürliche UV-Strahlung hervorgerufenen Belastung richtet sich darüber hinaus nach weiteren Einflussgrößen. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf zeitliche Faktoren, die Schichtarbeit oder tageszeitliche Schwerpunkte berücksichtigen, geografische Faktoren, die sich aus der Lage des Arbeitsplatzes ergeben, sowie persönlichen Faktoren, wie z.B. durch Schutzmaßnahmen, die durch Fahrzeugverglasung oder Ähnlichem hervorgerufen werden.

Um die Größe dieser Einflüsse abzuschätzen, wurden Messungen an Arbeitsplätzen in der Gewinnungsindustrie durchgeführt. Mit UV-Dosimetern wurden die Belastungen gemessen, denen Beschäftigte  ausgesetzt waren. Hierbei zeigte sich, dass insbesondere Beschäftigte, die die erwähnten Tätigkeiten in Steinbrüchen ausführen, überdurchschnittlich – teilweise mit mehr als 500 SED – belastet sind.


UV-Prognose des BfS

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht eine Vorhersage für den UV-Index und ermöglicht Ihnen eine fundierte Risikoabschätzung für Arbeiten im Freien.

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