Persönliche Schutzmaßnahmen

Sofern Arbeitsplätze nicht durch organisatorische oder technische Maßnahmen entschärft werden können, sind persönliche Maßnahmen erforderlich. Hierbei ist darauf zu achten, dass alle sonnenbeschienenen Körperteile geschützt werden. Dies fängt bei den Füßen an und endet bei den Händen und beim Kopf.

Nicht jeder Mensch besitzt denselben Hauttyp und ist gleichermaßen anfällig für die schädigende Wirkung der UV-Strahlung. Daher ist besonders für Personen mit hellem Hauttyp (siehe Tabelle 2) wichtig, die sogenannte Eigenschutzzeit zu beachten. Diese bemisst den Zeitraum bis zum Eintritt einer Schädigung der ungeschützten Haut durch die UV- Strahlung. Sollte diese Eigenschutzzeit durch den Aufenthalt und die damit verbundene UV- Belastung überschritten werden, sind bereits im Vorfeld Maßnahmen zu treffen. Dies gilt in Deutschland an etwa 200 Tagen im Jahr, an denen der UV-Index > 3 ist. Neben geschlossener Kleidung (schon einfache Baumwollhemden bieten hier ausreichend Schutz), sind Kopf-, Nacken- und Gesichtsschutz erforderlich. Der Einsatz von Helmen mit Nackenschutztüchern schützt sowohl den Kopf als auch Nacken und Ohren. Langärmlige Hemden schützen Oberkörper und Arme. Lange Hosen und geschlossene Schuhe schützen Beine und Füße. Sofern sich durch diese Maßnahmen nicht alle Körperpartien sicher schützen lassen, bleibt der Einsatz von Lichtschutzpräparaten. Diese haben jedoch eine begrenzte Wirkung und müssen alle zwei Stunden nachgecremt werden, um die Schutzwirkung zu erhalten. Erneutes Auftragen verlängert nicht die Gesamtschutzzeit, auch wasserfeste Präparate verlieren bei Kontakt mit Wasser ihre ursprüngliche Schutzwirkung und müssen durch neues Auftragen ergänzt werden.