Technische und organisatorische Prävention

Prävention: Erste Wahl Verschattung

Um Beschäftigte wirksam zu schützen, muss die Gefährdungsbeurteilung auch in Bezug auf die UV-Belastung bei der Arbeit im Freien durchgeführt werden. Einen groben Anhalt darüber ob UV-Strahlung gefährlich ist, kann die sogenannte Schattenregel („Ist der Schatten kürzer als die Körperhöhe, sind Schutzmaßnahmen für die Haut und die Augen empfohlen!“) geben. Hier ist der Einfallswinkel der Sonne ein Maß für die Intensität der Sonnenstrahlung.

Einen weiteren Hinweis auf die Intensität der Sonnenstrahlung liefert der sogenannte UV-Index, der die Gefährlichkeit von UV-Strahlen in einer Skala bemisst. Die jeweils aktuellen UV-Indizes lassen sich aus den meteorologischen Nachrichten, aus der Tagespresse bzw. Online über eine Wetter-App abrufen (zur Vorhersage für den UV-Index durch das Bundesamt für Strahlenschutz siehe unten).

Unkritisch sind UV- Indizes von 0 bis 2. Ab UV-Index 3 sind für Personen hellen Hauttyps bei Arbeiten im Freien Schutzmaßnahmen erforderlich. Schutzmaßnahmen können technischer, organisatorischer oder auch persönlicher Art sein.

Technische Schutzmaßnahmen, die vorrangig eine Verschattung der Arbeitsplätze zum Ziel haben, erreichen die größte Wirksamkeit. Dies lässt sich durch Arbeiten in Hallen, durch Aufstellen von Sonnensegeln, Sonnenschirmen oder entsprechenden Planen bewerkstelligen.

Ebenfalls wirksam ist der Aufenthalt in verglasten Kabinen, wie z. B. Kabinen von Fahrzeugen und Erdbaumaschinen. Hierbei ist jeweils auf eine gute Belüftung der Arbeitsbereiche zu achten, da auch die bloße Hitzeeinwirkung zu Gesundheitsgefährdungen wie Hitzschlag und Sonnenstich führen kann.

Organisatorischen Schutzmaßnahmen beziehen sich im Wesentlichen auf die Vermeidung von Arbeiten in den stark sonnigen Tageszeiten. Die Verlegung der Tätigkeiten im Freien in die Morgen- und Nachmittags- bzw. Abendstunden bietet sich an. Ebenso ist eine jahreszeitliche Planung von Arbeiten denkbar.

Pausenregelungen sollen die erhöhten Belastungen berücksichtigen. Persönliche Schutzausrüstung, UV-Schutzmittel und Getränke (Trinkwasser) müssen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist die Information der Beschäftigten über die Gefährdungen wichtig, um entsprechende Verhaltungsänderungen zu erreichen. Das Thema Unterweisung spielt hier eine wesentliche Rolle.


UV-Prognose des BfS

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht eine Vorhersage für den UV-Index und ermöglicht Ihnen eine fundierte Risikoabschätzung für Arbeiten im Freien.

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