Lärmschutz

Nicht verbindlicher Leitfaden „Lärm am Arbeitsplatz“

Von der EU wurde jetzt ein nicht verbindlicher Leitfaden zur Anwendung der EU-Richtlinie 2003/10/EG „Lärm am Arbeitsplatz“ herausgegeben. Diese Richtlinie ist in Deutschland durch die Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen (Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung – LärmVibrationsArbSchV) umgesetzt.
Hier können Sie den Leitfaden in Deutsch und vielen weiteren EU-Sprachen herunterladen.

Achtung: Hier lautet der Expositionsgrenzwert 87 dB(A) wie in der EU-Richtlinie Lärm.


Raumakustische Maßnahmen „zähmen“ laute Maschinen

Oft kommt das unsanfte Erwachen zu spät: Die neu im Arbeitsbereich aufgestellte Maschine erzeugt mehr Lärm als erwartet und die Beschäftigten beklagen sich deswegen. Auch wenn das „Nachrüsten“ mit raumakustischen Maßnahmen sicherlich nur die zweitbeste Lösung ist, gibt es zahlreiche Ansatzpunkte, was in solchen Fällen getan werden kann. Zudem haben solche Maßnahmen neben der Lärmminderung auch den Vorteil einer deutlich verbesserten Kommunikation.

Der Artikel „Geräuschangaben für Maschinen“, der hier heruntergeladen werden kann, zeigt Wege auf und vermittelt ein Gefühl, was an Lärmreduzierung zu erwarten ist:

Die darin enthaltenen Abbildungen können hier als gesonderte Datei heruntergeladen werden:


Informationen über Lärmbereiche

In vielen Betrieben sind tabellenförmige Lärmkataster vorhanden. Die darin enthaltenen Informationen sind oft wenig anschaulich.

Die Präsentation „Informationen über Lärmbereiche“ zeigt anhand des Beispiels „Kunststoffbetrieb“, dass man Messwerte manuell oder mit einfachen Programmen (z. B. mit PowerPoint) als Lärmkarte darstellen kann.

Die abgebildete Lärmampel mit den Bereichen rot, gelb und grün kann dabei als Legende für Lärmkarten verwendet werden und verdeutlicht einleuchtend, wo Gehörschutzmittel zur Verfügung gestellt und getragen werden müssen.

Diese einfachen Lärmkarten mit der Lärmampel als Legende können als ein anschauliches Unterweisungshilfsmittel genutzt werden.

Weiterhin wird in der Präsentation die deutliche Zunahme der Gefährdung bei Schallpegeln über 85 dB(A) plakativ veranschaulicht.

Die Präsentation eignet sich daher allgemein gut für Schulungszwecke zum Thema „Lärm“.


Lärmkarten: Computerunterstützte graphische Darstellung von Lärmbereichen

Rechnergestützte „Lärmkarten“ mit einer farbigen Darstellung der Schalldruckpegelverteilung ermöglichen anschauliche Prognosen über die örtliche Verteilung des Lärms in Arbeitsbereichen. Sie sind auch dazu geeignet, die Wirksamkeit von durchgeführten Lärmminderungs­programmen zu verdeutlichen. Solche Lärmkarten können beispielsweise von der Technischen Aufsicht in Zusammenarbeit mit dem BGIA (Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit) mit Hilfe des professionellen Programms Cadna/SAK der Fa. DataKustik, München, erstellt werden.

Informationen zu Lärmminderungsmaßnahmen in einer Fertigungshalle mit den dazu gehörenden Lärmkarten enthält der Fachartikel „Lärmprognose in Fertigungshallen“, der hier heruntergeladen werden kann:

Die darin enthaltene Abbildung ist als separate Datei hier erhältlich:


Lärmminderung an einer Kautschukmühle

Auch an älteren Maschinen können sich Investitionen zur Minderung des Lärms lohnen. Dabei kann man häufig auf ein bewährtes Paket von Lärmminderungsmaßnahmen zurückgreifen, die sich oft universell – also unabhängig von der Art der Maschine – einsetzen bzw. kombinieren lassen.

Welche Maßnahmen erfolgreich an einer Kautschukmühle durchgeführt wurden, um die Schallintensität um 90 % zu reduzieren, kann hier nachgelesen werden:


Ein Koch auf leisen Sohlen: Bei Lärm-Belastung nicht am falschen Ende sparen

Lärm kann krank machen. Vor allem aber geht er uns gehörig auf und an die Nerven. So geschehen im BG-Schulungszentrum „Haus Laubach“.

Was war passiert? Die Küche hatte neue Servierwagen bekommen, und die machten beim Fahren viel mehr Lärm als die alten.

Welche konstruktiven Maßnahmen hierbei zu erheblicher Lärmminderung führen, beschreibt Frank Deisenroth.