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Unsere Haut ist als unsere äußere Hülle vielen verschiedenen Einwirkungen und Gefährdungen ausgesetzt.

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Im beruflichen Umfeld gibt es unterschiedlichste Gefährdungen für die Haut. 

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Neben mechanischen Einwirkungen durch Quetschstellen, scharfe oder spitze Gegenstände und raue Oberflächen, ... 

00:00:28.440 --> 00:00:33.200
sind Hitze, Kälte, UV-Strahlung sowie Biostoffe zu nennen.

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Aber auch Gefahrstoffe und Tätigkeiten mit Wasser oder wässrigen Medien kommen häufig vor.

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Je nach Stoffeigenschaften, Größe der betroffenen Hautfläche und Einwirkungsdauer haben hautgefährdende Stoffe unterschiedliche Auswirkungen.

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Säuren und Laugen reizen die Haut oder schädigen durch Verätzungen.

00:00:58.800 --> 00:01:10.40
Verschiedene Pflanzen, Medikamente, aber auch Chrom oder Isocyanate können das Immunsystem des Menschen sensibilisieren und in der Folge allergische Hautreaktionen auslösen. 

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Organische Flüssigkeiten, wie Lösemittel, führen bei häufiger Einwirkung zu spröder oder rissiger Haut.

00:01:20.400 --> 00:01:25.480
Stoffe, die durch die Haut in den Körper eindringen können, nennt man hautresorptiv.

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Diese Eigenschaft nutzt man z.B. bei Cremes, um Wirkstoffe in die Haut einzuschleusen.

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Bei anderen Stoffen möchte man genau das eben nicht.

00:01:37.600 --> 00:01:43.800
So besteht beispielsweise beim Kontakt mit Flusssäure oder Phenol über die Haut akute Lebensgefahr.

00:01:44.880 --> 00:01:51.800
Und bestimmte aromatische Amine können bei wiederholtem Hautkontakt sogar zu Krebserkrankungen führen. 

00:01:53.160 --> 00:02:00.720
Auch regelmäßige Feuchtarbeit ist schädlich für die Haut, also längerer Hautkontakt mit Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten.

00:02:01.400 --> 00:02:03.560
Oder wenn die Hände häufig gewaschen werden.

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Sie liegt insbesondere vor, wenn diese Tätigkeiten sich oft mit dem Tragen flüssigkeitsdichter Schutzhandschuhe abwechseln.

00:02:13.160 --> 00:02:18.680
Die TRGS 401 beschreibt detailliert, ab wann eine Gefährdung bei Feuchtarbeit vorliegt.

00:02:20.680 --> 00:02:32.760
Abgesehen vom ungeschützten Arbeiten kann ein Hautkontakt beim Ausziehen kontaminierter Schutzhandschuhe oder Schutzkleidung oder beim Berühren zuvor kontaminierten Oberflächen entstehen.

00:02:33.640 --> 00:02:39.160
Daher ist beim Ausziehen von Schutzhandschuhen und Schutzkleidung besondere Sorgfalt geboten.

00:02:39.560 --> 00:02:43.120
Am besten übt man das im Rahmen der Unterweisung.

00:02:44.440 --> 00:02:51.600
Die Haut ist umso mehr gefährdet, wenn sie bereits vorgeschädigt ist, z.B. durch chronische Hauterkrankungen.

00:02:52.760 --> 00:03:03.680
Aber auch  Mikroläsionen, also sehr kleine Verletzungen der Haut durch scharfkantige Partikel oder Oberflächen schwächen die oberste Schicht der Haut – die sogenannte Hornschicht.

00:03:05.160 --> 00:03:11.440
Seifen, Tenside oder organische Lösemittel entfetten die Haut und führen damit zu einer Austrocknung der Hornschicht.

00:03:12.800 --> 00:03:18.360
Die Haut wird spröde und rissig, sodass Gefahrstoffe über die Haut vermehrt aufgenommen werden können.

00:03:19.440 --> 00:03:30.320
Auch die bereits erwähnten Cremes oder Hautpflegemittel können die Aufnahme bestimmter Gefahrstoffe, z. B. polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, beschleunigen.

00:03:31.560 --> 00:03:40.920
Deshalb ist in der Gefährdungsbeurteilung neben der Gefährdung durch Einatmen auch immer die Gefährdung durch Hautkontakt zu berücksichtigen.

00:03:43.400 --> 00:03:57.640
Übrigens können auch kosmetische Mittel, Lebensmittel, Futtermittel, Arzneimittel, Medizinprodukte, Tabakerzeugnisse, Abfälle und Altöle sowie Abwässer hautgefährdend und damit Gefahrstoffe sein.