Beitragsausgleichsverfahren der Branche Lederindustrie

Das Beitragsausgleichsverfahren ist gesetzlich vorgeschriebenes Element der Beitragsberechnung.
Für die einzelnen Unternehmen wird bei der Branche Lederindustrie unter Berücksichtigung der anzeigepflichtigen und nicht anzeigepflichtigen Arbeitsunfälle (Berufskrankheiten und Wegeunfälle bleiben unberücksichtigt) ein Zuschlag bis zu 20 % des Regelbeitrags auferlegt, wenn die Eigenbelastung höher als die Durchschnittsbelastung aller Beitragspflichtigen ist.

Sinn des Beitragsausgleichsverfahrens ist es, einen materiellen Anreiz zu Maßnahmen der Vermeidung von Arbeitsunfällen zu schaffen und so den Präventionsauftrag der Berufsgenossenschaften zu unterstützen.

Unternehmen, deren Eigenbelastung die Durchschnittsbelastung um 200 % oder mehr übersteigt, wird der Höchstzuschlag von 20 % auferlegt. Ist die Eigenbelastung geringer als die Durchschnittsbelastung, wird kein Zuschlag auferlegt.