Jahresentgeltnachweis der Branche Baustoffe - Steine - Erden

gültig bis 31.12.2012

 

Der Jahresentgeltnachweis ist die Grundlage für die Berechnung der Beiträge zur Berufsgenossenschaft, der Lastenverteilung und des Lastenausgleichs.

Nachzuweisende Personen

Im Jahresentgelt nachzuweisen sind die Entgelte sämtlicher im Unternehmen auf Grund eines Arbeits-, Dienst- oder Berufsausbildungsverhältnisses beschäftigter Personen. Dabei ist es unerheblich, ob sie nur vorübergehend beschäftigt oder geringfügig entlohnt werden, ob die Bezüge lohnsteuerpflichtig sind oder der Krankenkasse gegenüber nachzuweisen sind. Auch Werkstudenten, Rentner und Pensionäre sind im Jahresentgeltnachweis aufzuführen.

Mitarbeitende nicht persönlich haftende Gesellschafter (Kommanditisten) von Kommanditgesellschaften, Geschäftsführer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung und von eingetragenen Genossenschaften sind als Angestellte des Unternehmens versicherungspflichtig. Ihr Entgelt ist nachzuweisen.

Gesellschafter-Geschäftsführer, die aufgrund ihrer Kapitalbeteiligung und der gesellschaftsvertraglichen Ausgestaltung ihrer Vertretungsbefugnisse einen maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung der Gesellschaft haben, dass ohne ihre Zustimmung weder ein Beschluss gefasst werden kann (mind. 50 % des Stammkapitals oder sonstige Sperrminorität) noch die Gesellschaft vertreten werden kann, unterliegen grundsätzlich nicht der Versicherungspflicht. Dieses gilt auch für Kommanditisten, deren Mitarbeit in der Gesellschaft auf ihrer Verpflichtung als Gesellschafter beruht, sofern sie ihre Tätigkeit nicht in einem (weisungsabhängigen) Beschäftigungsverhältnis ausüben. Ihr Entgelt ist nicht nachzuweisen.

Unternehmer sind nicht versicherungspflichtig. Der Verdienst des Unternehmers ist daher nicht nachweispflichtig. Als Unternehmer gelten auch Gesellschafter von Gesellschaften des bürgerlichen Rechts und offenen Handelsgesellschaften, die persönlich haftenden Gesellschafter von Kommanditgesellschaften sowie die Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften.

Der Ehegatte eines Unternehmers, der im Rahmen des ehelichen Gemeinschaftsverhältnisses im Unternehmen mitarbeitet, ist ebenfalls nicht versicherungspflichtig. Sofern allerdings ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zwischen den Ehegatten vorliegt, besteht Versicherungspflicht. Das Entgelt des Ehegatten ist dementsprechend im Jahresentgeltnachweis aufzuführen.

Sofern der Ehegatte eines Gesellschafters einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts oder einer offenen Handelsgesellschaft aufgrund eines Arbeitsvertrags im Unternehmen tätig ist, handelt es sich um ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Das Entgelt ist nachzuweisen. Der Ehegatte steht in diesen Fällen in einer persönlichen und wirtschaftlichen Abhängigkeit zum Unternehmen selbst. Gleiches gilt für beschäftigte Ehegatten eines persönlich haftenden Gesellschafters einer Kommanditgesellschaft sowie einer Kommanditgesellschaft auf Aktien.

Alle weiteren Familienangehörigen sind grundsätzlich versicherungspflichtig.


Beitragspflichtiges Entgelt

Das unfallversicherungspflichtige Arbeitsentgelt umfasst das Gesamtbruttoentgelt (Bruttobetrag vor Abzug der Steuern und Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung)... ::mehr

 


In welcher Gefahrklasse sind die Entgelte nachzuweisen?

Das Gesamtentgelt ist entsprechend den Gefahrklassen der Veranlagung im Jahresentgeltnachweis aufzugliedern... ::mehr