Gesamtbruttoentgelt Branche Papierherstellung und Ausrüstung

gültig bis 31.12.2012

 

Alle in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis stehenden Personen sowie geringfügig Beschäftigte sind bei der Berufsgenossenschaft versichert und demzufolge bei der Aufstellung des Lohnnachweises zu erfassen. Die Dauer der Tätigkeit ist hierbei nicht ausschlaggebend. Auch nur vorübergehend Beschäftigte, die im Laufe des Jahres wieder entlassen wurden, müssen nachgewiesen werden, und zwar

a) unter dem technischen Teil des Unternehmens:
Betriebsleiter, Geschäftsführer und Direktoren, die dem technischen Teil des Unternehmens vorstehen, Betriebsingenieure, Obermeister, Meister, das Lager beaufsichtigende oder in ihm tätige Angestellte, Werkstattschreiber, Ingenieure u. dgl., die im Betrieb oder im Außendienst regelmäßig technische Aufgaben wahrnehmen oder Reparaturen oder Montagen kontrollieren oder ähnliche technische Arbeiten verrichten.

b) unter dem kaufmännischen und verwaltenden Teil (Büro):
nur Gehaltssummen von solchen Mitarbeitern, die ausschließlich im Büro tätig sind und dort kaufmännische und verwaltende Tätigkeiten verrichten, ohne im gewerblichen Teil des Unternehmens eingesetzt zu werden. Personen, die in Büroräumen keine kaufmännischen und verwaltenden Tätigkeiten verrichten (z. B. Arbeitsvorbereitung, Entwurfsarbeiten, Wartungsarbeiten, Büroreinigung usw.) sowie Personen, die gewerbliche Arbeiten aufsichtsführend leiten und überwachen und Personen, die kaufmännische Tätigkeiten verrichten, ohne dass sie in einem Büro tätig sind (z. B. Vertreter, Boten usw.), sind nicht dem kaufmännischen Gewerbszweig zuzurechnen.
Personen, die außer im kaufmännischen und verwaltenden Teil auch in anderen Unternehmensbereichen eingesetzt werden (wechselseitige Tätigkeit), sind mit dem vollen Entgelt unter dem technischen Unternehmensteil zu erfassen. Hierbei ist unbeachtlich, wie groß die Anteile an den einzelnen Tätigkeiten sind. Die Lohnsummen kaufmännischer Mitarbeiter, die jährlich an mehr als 20 Tagen Dienstreisen unternehmen, sind in voller Höhe unter dem technischen Unternehmensbereich nachzuweisen.

Kann wegen wechselseitiger Tätigkeit einzelner Arbeitnehmer innerhalb des technischen Teils eine Zuordnung zu einem bestimmten Gewerbezweig nicht erfolgen, ist das Entgelt unter dem Gewerbezweig nachzuweisen, in welchem der Arbeitnehmer überwiegend tätig ist.

Gesamtbruttoentgelt sind grundsätzlich alle Bezüge, wie der Lohn bzw. das Gehalt (Bruttobetrag vor Abzug für Steuern und Arbeitnehmeranteile zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung), die als Gegenleistung für unselbständig geleistete Arbeit gewährt werden und für den Empfänger einen wirtschaftlichen Vorteil darstellen (§ 14 Viertes Buch Sozialgesetzbuch). Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit und aus unternehmerähnlicher Tätigkeit (insbesondere von geschäftsführenden GmbH-Gesellschaftern mit maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen, AG-Vorstandsmitglieder) ist nicht nachzuweisen.