Hilfe-Tool für die Zuordnung von Betrieben zu Betreuungsgruppen

Für die Ermittlung der Grundbetreuung nach der DGUV Vorschrift 2 ist maßgeblich, welcher Betreuungsgruppe ein Betrieb zuzuordnen ist.

In Frage kommen dabei drei Betreuungsgruppen, für die jeweils entsprechend unterschiedliche Grundbetreuungszeiten pro Beschäftigtem/-r und Jahr gelten:

  • I (hohes Gefährdungspotenzial)
  • II (mittleres Gefährdungspotenzial) und
  • III (niedriges Gefährdungspotenzial)

Grundsätzlich wird ein Betrieb unter Berücksichtigung des jeweiligen Betriebszweckes nur einer Betreuungsgruppe zugeordnet. Eine gesonderte Ausweisung, beispielsweise von Verwaltungsanteilen oder einzelnen Abteilungen, ist  nicht vorgesehen. Für die genauere Vorgehensweise enthält die DGUV Vorschrift 2 der BG RCI mehrere Beispiele im Anhang 1.

Maßgeblich für die Zuordnung der Betriebe zu den Betreuungsgruppen ist eine Liste mit einer Zuordnung von Wirtschaftszweigen zu den Betreuungsgruppen (WZ-Kode-Liste). Ein Auszug dieser Liste, Ausgabe 2008 (WZ 2008), mit der Klassifikation derjenigen Wirtschaftszweige, die üblicher Weise bei der BG RCI versicherten  Branchen sowie deren Zuordnung zu den Betreuungsgruppen ist in Nummer 4 der Anlage 2 zur DGUV Vorschrift 2 abgedruckt.

Um herauszufinden, welcher Betreuungsgruppe ein Betrieb zuzuordnen ist, kann man sich zunächst an der für den Betrieb zutreffenden Gefahrtarifstelle orientieren. Für diese lässt sich häufig ein entsprechender Wirtschaftszweig in der WZ-Kode-Liste eindeutig zuweisen.

Die WZ-Kode-Liste ist allerdings nicht wortidentisch mit dem Gefahrtarif, so dass eine Zuordnung nicht immer einfach ist. Im Einzelfall kann es sogar vorkommen, dass Betriebe, welche in derselben Gefahrtarifstelle eingestuft sind, nach unterschiedlichen WZ-Koden zu veranlagen sind. Die Zuordnung eines Betriebes zu einem WZ-Kode, ausgehend vom Gefahrtarif, ist insofern nicht immer selbsterklärend und hat manchmal unter pragmatischen Aspekten zu erfolgen. Im Zweifelsfall hilft die zuständige Aufsichtsperson der BG RCI bei der Entscheidung.

Im Einzelfall kann es vorkommen, dass eine von der vorgegebenen Gefahrtarifstelle abweichende Betreuungsgruppe begründbar ist. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn der Zweck des Betriebes nicht dem des Wirtschaftszweigs der Gefahrtarifstelle entspricht oder sich dahingehend geändert hat, dass der Vertrieb eines bestimmten Produktes im Vordergrund steht.

Ist ein Betrieb nach Abschnitt II der Gefahrtarife der BG RCI fremdartig veranlagt ist es ebenfalls möglich, dass sich in der WZ-Kode-Liste der BG RCI kein korrespondierender Wirtschaftszweig finden lässt. Für solche speziellen Fälle wird eine vollständige Liste mit den Wirtschaftszweigen aller Unfallversicherungsträger bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geführt. Diese Liste finden Sie hier.

Als Hilfe für die Auswahl der Betreuungsgruppen bieten wir Ihnen Tabellen mit beispielhaften Zuordnungen an.