Populäre Irrtümer: Wahr oder falsch?

Das Merkblatt „Populäre Irrtümer im Arbeitsschutz“ (A 039) räumt mit weit verbreiteten Missverständnissen im Arbeitsschutz auf und zitiert nebenbei Irrtümer aus früheren Zeiten. Ob und wo bei den eingestreuten Zitaten geflunkert wurde und welche Bemerkungen tatsächlich so fielen, erfahren Sie in der neuen Reihe „Populäre Irrtümer: Wahr oder falsch?“

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Das Zitat stammt natürlich von Arnold Schwarzenegger und taucht in vielen seiner Filme auf, zum ersten Mal im „Terminator“. Fakt ist, dass Napoleon Bonaparte nach seiner Niederlage bei der Schlacht von Waterloo tatsächlich auf den englischen General Wellington traf und theoretisch etwas in der Art zu ihm gesagt haben könnte. Sein Vorhaben wurde jedoch vereitelt, da er als Kriegsgefangener der Briten auf die Insel St. Helena gebracht wurde, wo er 1821 verstarb. 


Auch ein Zukunftsforscher kann irren. Denn Matthias Horx hat dieses Zitat wirklich so von sich gegeben. Er prophezeite 2001 das „Ende des digitalen Rausches“. Gerade Jugendliche würden sich, so die Annahme, bald wieder davon verabschieden. Eine klassische Fehleinschätzung. Die Entwicklung lief und läuft genau in die entgegengesetzte Richtung.


Dieses Zitat soll tatsächlich so gefallen sein. 1962 spielten vier junge Männer aus Liverpool bei Decca Records vor. Deren Manager Dick Rowe und Mike Smith waren allerdings der Meinung, dass Gitarrengruppen aus der Mode kommen werden – ein fataler Irrtum. Den Zuschlag für einen Plattenvertrag erhielten damals statt der Beatles „Brian Poole & The Tremeloes“. „Brian wer?“ mögen Sie denken. Richtig, der Band war kein Erfolg beschieden. Aber aus Fehlern wird man klug: Dick Rowe zog ein Jahr später die „Rolling Stones“ an Land. 


Diese Aussage wurde dem Architekten des schiefen Turms von Pisa, Bonanno Pisano, von uns in den Mund gelegt. Tatsache ist, dass sich der als separater Glockenturm des Doms geplante Bau bereits zu neigen begann, als man in der dritten Etage anlangte. Grund hierfür war das ungleichmäßige Absinken des Bodens. Trotzdem baute man mit einigen Kunst­kniffen weiter, allerdings erst nach etwa 100 Jahren Unterbrechung. Die Glockenstube wurde 1372 nach einer weiteren Unterbrechung vollendet. Pisano hat das fertige Bauwerk nie gesehen.


Mit dem Finanzamt ist nicht zu spaßen. Das musste schon Chicagos Gangsterboss Al Capone erfahren. Er verdiente sein Geld mit Glücksspiel, Prostitution und Alkohol­schmuggel. Auch vor Morden schreckte der Einwanderersohn nicht zurück. Die Polizei konnte ihm nie etwas nachweisen. Außer dass er sich arm rechnete, obwohl er Millionen scheffelte. So wurde Capone tatsächlich sein Steuerbetrug zum Verhängnis und nicht die Leichen im Keller. 1931 wurde er zu elf Jahren Gefängnis verurteilt, und damit sank sein Stern.