Ein großes Dankeschön von Hubertus Heil und der gesetzlichen Unfallversicherung an alle Sicherheitsbeauftragten

Zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit am 28. April 

Was machen eigentlich Sicherheitsbeauftragte? Mehr als 680.000 Beschäftigte üben aktuell dieses Ehrenamt in Betrieben und Einrichtungen aus. Als Vermittler zwischen Arbeitsschutz, Beschäftigten und Arbeitgebenden verkörpern sie mit ihrem Einsatz das Motto des diesjährigen Welttages für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: Die Internationale Arbeitsorganisation stellt 2022 die Bedeutung von Zusammenarbeit und Dialog im Arbeitsschutz in den Fokus.
 
Gerade im dualen Arbeitsschutzsystem Deutschlands ist ein gutes Miteinander der einzelnen Akteure unverzichtbar, um Sicherheit und Gesundheit in Betrieben und Einrichtungen voranzubringen. Dabei spielen die Sicherheitsbeauftragten eine zentrale Rolle, denn Sie sind in den meisten Unternehmen präsent. Sobald ein Unternehmen mehr als 20 Beschäftigte hat, muss es auch einen oder eine Sicherheitsbeauftragte geben. Bei allen Fragen rund um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind Sicherheitsbeauftragte Ansprechpartner für ihre Kollegen und Kolleginnen ebenso wie für die Führungskräfte. 
 
„Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit haben in Deutschland einen hohen Stellenwert“, sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. „Damit das so bleibt, brauchen wir auch in Zukunft viele Menschen, die sich ehrenamtlich für den Arbeitsschutz in ihren Betrieben engagieren. Nur wer gesund und sicher arbeitet, kann sich voll einbringen. Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die dieses Ehrenamt übernehmen und damit helfen, Arbeit sicher und gesund zu gestalten."

Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV, erinnert an die lange Geschichte des Amtes, denn Sicherheitsbeauftragte gibt es schon seit über 100 Jahren: „Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand noch die ganz praktische Unfallverhütung im Mittelpunkt ihrer Aufgaben. Heute gewinnen Fragen von Gesundheitsschutz und der Verhütung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren immer mehr an Bedeutung. Neben der fachlichen Qualifikation werden soziale Kompetenzen immer wichtiger. Geblieben ist bei allem Wandel die besondere Qualität dieses Amtes: Die Sicherheitsbeauftragten sind ansprechbar für Kolleginnen und Kollegen, sie können unmittelbar auf Mängel hinweisen und ihre Ideen für mögliche Verbesserungen einbringen. Deshalb sind sie unverzichtbar.“

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bieten regelmäßig Fortbildungen für Sicherheitsbeauftragte an. Pro Jahr sind es im Mittel 4500 Seminare mit durchschnittlich fast 90.000 Teilnehmenden. Mit „Arbeit und Gesundheit“ gibt auch eine Präventionszeitschrift, die sich explizit an diese Gruppe richtet. Unter http://aug.dguv.de gibt es regelmäßig Tipps und Neuerungen für sie.