Betriebe und Teilnehmende für Studie gesucht!

Studie zur Prävention bei Tätigkeiten mit Diisocyanathaltigen Materialien

Diisocyanate werden bei der Herstellung vieler Alltagsprodukte verwendet. Obwohl der Arbeitsschutz für die Beschäftigten in den letzten Jahren verbessert wurde, können immer noch durch Diisocyanate hervorgerufene obstruktive Atemwegserkrankungen sowie Hauterkrankungen auftreten.
Um die Prävention bei Beschäftigten zu verbessern, ist ein Kooperationsprojekt unter Federführung des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA) zwischen verschiedenen Berufsgenossenschaften – darunter die BG RCI –, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und Industrieverbänden gestartet worden.

Voraussetzungen für eine Studienteilnahme

Gesucht werden Betriebe, in denen mit Polyurethanen bzw. den Diisocyanaten Methylendiphenyldiisocyanat (MDI), Hexamethylendiisocyanat (HDI) und/oder Toluylendiisocyanat (TDI) gearbeitet wird. Tätigkeiten wie die Herstellung und Anwendung von Polyurethanen, unter anderem bei Klebearbeiten, Beschichtungen, Injektions- und Isolierarbeiten sowie Schäumen sind von Interesse.

Nutzen für Betriebe bei Studienteilnahme

Durch eine Studienteilnahme tragen Betriebe zur Verbesserung bereits bestehender Präventionsmaßnahmen bei. Außerdem können im Rahmen der Studie auch auf den jeweiligen Betrieb zugeschnittene Präventionskonzepte entwickelt werden. Regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen und Expositionsmessungen bei den Beschäftigten sowie individuelle Informationen zum Arbeitsschutz können dazu beitragen, arbeitsbedingte Erkrankungen und damit auch Ausfallzeiten der Beschäftigten zu minimieren.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können alle Beschäftigten aus den beschriebenen Bereichen im Alter von 18 bis 58 Jahren, die gegenüber MDI, HDI, IPDI und/oder TDI exponiert sind.

Nutzen der Studienteilnahme für die Beschäftigten

Beschäftigte, die an der Studie teilnehmen, erhalten über den Zeitraum der Hauptstudie einmal jährlich eine Untersuchung mit dem Schwerpunkt auf Atemwegserkrankungen. Diese werden durch ein medizinisches Studienteam unter studienärztlicher Leitung vor Ort in den Betrieben durchgeführt. Zusätzlich erfolgt an den Arbeitsplätzen jährlich eine Expositionsmessung hinsichtlich Diisocyanaten. Dadurch erhält jeder Beschäftigte ausführliche Informationen zur individuellen Exposition und es wird eine spezifische tätigkeitsbezogene Beratung zum Gesundheitsschutz angeboten. Die Organisation der Studienuntersuchungen erfolgt in enger Abstimmung mit den Firmen und den zuständigen betriebsärztlichen Diensten. 

Aktueller Stand der Rekrutierung von Betrieben und Teilnehmern

Gegenwärtig befindet sich das Projekt in einer der Hauptstudie vorgelagerten zweijährigen Machbarkeitsstudie. Ziel dieser Pilotphase ist es, rund 1.500 exponierte Beschäftigte in möglichst unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen zu rekrutieren. Bis dato haben knapp 20 Firmen ihre Teilnahme zugesagt. Diese Betriebe haben etwa 1.000 diisocyanatexponierte Beschäftigte (also zwei Drittel der angestrebten Anzahl). Es werden also noch rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.

Ansprechpartnerin

Dr. rer. nat. Stefanie K. Kösling
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung            
Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
E-Mail: koesling(at)ipa-dguv.de
Telefon: 030 13001-4446


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