Arbeit in der Zuckerbranche soll noch sicherer werden

Verein der Zuckerindustrie und Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie kooperieren für mehr ArbeitssicherheitBonn, Heidelberg, 21. Januar 2016. Der Verein der Zuckerindustrie (VdZ) und die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) haben im Januar 2016 in Berlin eine gemeinsame Initiative zu noch mehr Arbeitssicherheit in der Zuckerindustrie gestartet. Die Kooperationsvereinbarung ist Teil der neuen Präventionsstrategie „VISION ZERO. Null Unfälle – gesund arbeiten!“ der BG RCI. Ziel von VISION ZERO ist es, die Arbeitswelt so zu gestalten, dass niemand zu Schaden kommt. „Der Verein der Zuckerindustrie ist sehr stolz darauf, zu den ersten Branchen zu gehören, die eine solche Vereinbarung mit der BG RCI abgeschlossen haben“, freute sich Axel Aumüller, Vorsitzender des VdZ. Bereits beim XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, der 2014 in Frankfurt am Main stattfand, hatte der VdZ die VISION ZERO der Zuckerindustrie vorgestellt. „Die Kooperationsvereinbarung ist jetzt der nächste logische Schritt, die zudem der traditionell guten Zusammenarbeit zwischen der Zuckerindustrie und der BG RCI Rechnung trägt“, so Aumüller weiter.„Wir sind überzeugt davon, dass letztlich alle Unfälle und Berufskrankheiten verhindert werden können. Dazu müssen Sicherheit und Gesundheit als elementare Werte aller Menschen anerkannt und Führungskräfte sowie Beschäftigte in den Betrieben ihrer Verantwortung gerecht werden. Gemeinsam werden wir es schaffen, die Vision eines unfallfreien Arbeitslebens mehr und mehr zur Realität zu machen!“, erklärte Ulrich Meesmann, Mitglied der Geschäftsführung der BG RCI, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.Die Präventionsstrategie „VISION ZERO. Null Unfälle – gesund arbeiten!“ gibt konkrete Ziele vor, die es bis zum Jahr 2024 zu erreichen gilt. So soll das Arbeitsunfallrisiko um 30 Prozent verringert werden, die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle um 50 Prozent sinken und entsprechende Präventionsmaßnahmen sollen dafür sorgen, dass die Zahl der unfallfreien Betriebe gesteigert wird. Erreicht werden soll dies unter anderem durch verbesserte Analysen von Unfallschwerpunkten, die besondere Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen, bei denen Arbeitssicherheit häufig noch nicht so stark verankert ist, oder noch mehr persönliche Beratungen vor Ort in den Betrieben.Die deutsche Zuckerindustrie ist dabei bereits auf einem guten Weg: In dieser Branche waren im Jahr 2014 insgesamt 5.648 Vollarbeiter beschäftigt. Von ihnen erlitten 65 einen meldepflichtigen Arbeitsunfall, also einen Unfall, der eine mehr als dreitägige Arbeitsunfähigkeit mit sich brachte. Das entspricht einer Quote von 11,5 Unfällen je 1000 Mann. Zum Vergleich: Die 1000-Mann-Quote aller Branchen der BG RCI lag 2014 bei 18,3, die aller gewerblichen Berufsgenossenschaften in Deutschland bei 22,27. Damit ist die Zuckerindustrie einer der am sichersten arbeitenden Industriezweige in Deutschland.Weitere Informationen zu VISION ZERO finden Sie unter http://www.bgrci.de/praevention/ und zur Zuckerindustrie unter www.zuckerverbaende.de.



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Berufsgenossenschaft und chemische Industrie (BG RCI)

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