Christian Voigt, Dyckerhoff Zement Deuna GmbH

Welche Bedeutung hat denn der Wettbewerb für Ihr Unternehmen?

Der Wettbewerb ist bei uns in den Arbeitsschutzzielen niedergeschrieben und ist schon zu einem der festen Standbeine geworden, auf denen unser Arbeits- und Gesundheitsschutz beruht.

Wie sieht Ihre Unternehmensleitung den Stellenwert des Wettbewerbs?

Arbeits- und Gesundheitsschutz sind bei uns gleichbedeutend mit guter Qualität und Wirtschaftlichkeit, und die Unternehmensführung steht komplett hinter uns. Deshalb auch der Fanblock: Wir sind ein recht kleiner Standort, trotzdem haben wir die Möglichkeit bekommen, dass auch die ehemaligen Teilnehmer aus dem Wettbewerb 2011/2012 heute als Fangruppe mit dabei sein können und nunmehr als Jungfacharbeiter mit hierher kommen. Die Personalabteilung kümmert sich mit um die Organisation, und auch die Ausbilder achten sehr darauf, dass die Jungs im Rahmen des Wettbewerbs noch mal speziell geschult werden, damit sie hier wirklich die bestmögliche Leistung abrufen können. 

Wie sahen Ihre Vorbereitungen aus?

In der Wettbewerbsstufe 1 sind wir mit zwei verschiedenen Teams an den Start gegangen, da hatten wir jeweils etwa drei Tage zur Vorbereitung. In Stufe 2 war das schon fast eine ganze Woche. In Stufe 3 hatten wir zuletzt noch mal das Deutsche Rote Kreuz da und haben die Erste-Hilfe-Situationen nachgestellt. Wir haben Löschübungen gemacht, und ich habe Hausaufgaben vergeben. Die Azubis mussten Vorträge erarbeiten zu den 16 Themenschwerpunkten der Fragenwand, und aus den Vorträgen habe ich wiederum Fragen generiert, aus denen wir dann selbst eine Fragenwand erstellt haben. Das hat einen unwahrscheinlichen Wissenszuwachs ergeben. Und das Buzzerspiel haben wir natürlich auch trainiert mit 100 Fragen von der BG ETEM. Da haben wir drei Teams gebildet, damit die Azubis sich an das Buzzern gewöhnen und an die Geschwindigkeit, die da gefordert ist. Und dass die Antworten sauber formuliert werden: Welcher Gefährdung will ich mit einer Staubmaske begegnen? Wo und wie muss ich vorbeugen, was muss ich machen, welche Maßnahmen muss ich ableiten?

Haben Sie den Eindruck, dass sich durch die Vorbereitungen zum Wettbewerb tatsächlich auch etwas am Bewusstsein der Auszubildenden ändert mit Blick auf den Arbeitsschutz?

Ich habe nicht nur diesen Eindruck. Ich habe das ganze mit Statistiken belegt. Da sieht man die Effekte sehr schön. Beim letzten Azubiwettbewerb 2011/2012 haben wir das ja auch schon gemacht. Wir sind damals leider ausgeschieden, in der Stufe 2 haben wir aber noch den 2. Platz belegt. Im Folgejahr ging die Zahl der Unfälle bei den Azubis extrem zurück. Dann ist sie wiederangestiegen. Und jetzt, in diesem Jahr, ist sie ebenfalls wieder zurückgegangen, und aus diesem Grund haben wir uns jetzt schon entschlossen, dass wir jedes Jahr diese Lehrgänge anbieten werden. Da ist jetzt nicht der Azubiwettbewerb das alleinige Ziel, sondern das Ziel ist unsere Präventionsarbeit, Also, die positiven Effekte hat man ganz stark gemerkt.

Die Fragen stellten Katharina Kiecol und Norbert Ulitzka. Transskript: Martina Gindler