Gaswarneinrichtungen und -geräte

Der Einsatz von Gaswarneinrichtungen und -geräten für brennbare oder toxische Gase kann immer dann sinnvoll und notwendig sein, wenn die Möglichkeit einer Gefährdung für Personen und Umwelt durch die Ansammlung von brennbaren Gas/Luft-Gemischen bzw. toxischen Gasen besteht. Hierzu besteht seit vielen Jahren die Projektgruppe Mess- und Warngeräte für gefährliche Gaskonzentrationen (PG MEWAGG). In dieser Gruppe arbeiten erfahrene Anwenderinnen und Anwender aus den Betrieben mit beratenden Experten und Expertinnen, benannten Stellen, Herstellern und Unfallversicherungsträgern zusammen, um den versicherten Betrieben Hilfestellungen beim Einsatz dieser Einrichtungen und Geräte zu bieten.

Die Merkblätter T 023 (hier im Mediencenter erhältlich) bzw. T 021 (hier im Mediencenter erhältlich) geben dabei Anleitungen für Auslegung, Erstinbetriebnahme, Einsatz, Wartung, Kontrollen und Instandsetzung von eben solchen Geräten. Viele bei der Anwendung entstehende Fragen werden zudem im Merkblatt T 055 (hier im Mediencenter erhältlich) beantwortet.

Jedoch gibt es auch Fragen, die sich nicht nur mit wenigen Sätzen beantworten lassen. 

Bei Freimessungen in Ex-Bereichen stellen sich die verantwortlichen Personen häufig die Frage, welche “Zulassung” ein tragbares Gaswarngerät haben muss. Dies hängt von vielen Faktoren ab. Um dies zu erläutern, wurden unterschiedliche Szenarien in der FBRCI 020 (hier im Mediencenter erhältlich) am Beispiel „Freimessung nach Tankreinigung“ beschrieben. 

Mit ihrer Expertise bietet die PG MEWAGG auch Hilfestellungen bei Auswahl, Inbetriebnahme, Einsatz und Betrieb sowie Instandhaltung von Teststationen (FBRCI 017, hier im Mediencenter erhältlich) oder zur Qualifikation von befähigten Personen (Gaswarneinrichtungen) (FBRCI 031, hier im Mediencenter erhältlich).

Beim Einsatz von Gaswarneinrichtungen für brennbare Gase ist es wichtig, dass alle relevanten sicherheitstechnischen Anforderungen an die Messfunktion für den Explosionsschutz erfüllt sind. Beim Einsatz und Betrieb von speicherprogrammierbaren Steuerungen (PLS, SPS, SSPS) als separate Steuereinheit sind verschiedene Fälle möglich. Auch diese Fälle wurden von der Projektgruppe MEWAGG erörtert. Die entstandene Veröffentlichung (FBRCI 018, hier im Mediencenter erhältlich) kann auch zur Messung von toxischen Gasen und Sauerstoffmangel oder -überschuss eine entsprechende Orientierung bieten.

In zahlreichen Bereichen, in denen bislang nur Erdgas verwendet wurde, wird derzeit der Wechsel zu Erdgas-Wasserstoffgemischen oder sogar zu reinem Wasserstoff geplant. Dabei ergibt sich die Fragestellung, ob bei der geänderten Gaszusammensetzung die bisher eingesetzten Gaswarneinrichtungen zur Überwachung der Raumluft weiterhin sicher eingesetzt werden können und welche Änderungen gegebenenfalls erforderlich sind (FBRCI 030, hier im Mediencenter erhältlich).