Ringversuch Staubmesstechnik

Der Ringversuch Staubmesstechnik dient der Überprüfung von Probenahmeverfahren für die alveolengängige und die einatembare Staubfraktion.

Die Teilnehmenden führen mit ihren eigenen Messgeräten zeitgleich Probenahmen an einer im Technikum erzeugten Staubatmosphäre durch. Als Prüfstaub wird Calciumcarbonat eingesetzt. Die Probenahme erfolgt mit konventionellen, filterbasierten Sammelverfahren für A- und E-Staub.

Ein Ringversuch besteht in der Regel aus vier Durchläufen mit unterschiedlichen Messzeiten und Staubkonzentrationen:

  • zwei Durchläufe mit einer Messzeit von jeweils zwei Stunden,
  • zwei Durchläufe mit einer Messzeit von jeweils 15 Minuten.

Die Teilnehmenden bringen ihre eigenen Probenahmesysteme mit, stellen die erforderlichen Volumenströme ein und führen die Probenahme eigenverantwortlich durch.

Für die Durchführung stehen zwei Varianten zur Verfügung:

Verwendung von Filtern des IGF

Die Filter werden durch das IGF vorbereitet, eindeutig gekennzeichnet und an die Teilnehmenden ausgegeben. Nach Abschluss der Probenahme werden die belegten Filter an das IGF zurückgegeben und im IGF-Labor gravimetrisch ausgewertet.

Verwendung eigener Filter

Alternativ können die Teilnehmenden eigene Filter und Probenträger einsetzen. Die gravimetrische Auswertung erfolgt in diesem Fall durch die teilnehmende Messstelle oder das von ihr beauftragte Labor. Die ermittelten Ergebnisse werden anschließend an das Technikum übermittelt und in die vergleichende Auswertung einbezogen.

Nach jedem Durchlauf werden unter anderem folgende Angaben dokumentiert:

  • Filternummer,
  • untersuchte Staubfraktion,
  • eingestellter beziehungsweise kontrollierter Volumenstrom,
  • Messzeit,
  • Probenahmevolumen.

Die Ergebnisse aller Teilnehmenden werden für jeden Durchlauf und jede Staubfraktion zusammengeführt und vergleichend ausgewertet. Im Anschluss erhalten die Teilnehmenden eine zusammenfassende Auswertung.