Entzündung H2-haltiger Atmosphäre durch Schlagvorgänge von beschichteten und legierten Werkstoffen

Gem. TRGS 723 werden bei Gasen der Explosionsgruppe IIC bereits Einzelfunken als wirksame Zündquelle angesehen. Schlagvorgänge mit aluminiumhaltigen Werkstoffen/ Beschichtungen sind in explosionsgefährdeten Bereichen auszuschließen, wenn bestimmte Grenzwerte für den Leichtmetallanteil überschritten werden. Es gibt in der Literatur jedoch kaum Daten, um diese Grenzwerte statistisch zu validieren, die Abhängigkeit von weiteren Einflussgrößen (kinetische Schlagenergie etc.) ist kaum berücksichtigt. Aus älteren Arbeiten ist bekannt, dass die Zündwirksamkeit in acetylen- und wasserstoffhaltigen Atmosphären unterschiedlich sein kann, obwohl beides Referenzgase der Explosionsgruppe IIC sind. Die Zündwirksamkeit von mechanischen Schlagvorgängen mit aluminiumhaltigen Werkstoffen/Beschichtungen in Kombination mit Rost soll systematisch untersucht werden. Ferner soll die Übertragbarkeit der Ergebnisse mit den beiden IIC-Referenzgasen Acetylen und Wasserstoff beurteilt werden. Dies soll Hinweise geben, worauf z. B. bei Instandhaltungsarbeiten besonders zu achten ist bzw. wie die Wirksamkeit entsprechender Schutzmaßnahmen (z. B. Verwendung "funkenarmer Werkzeuge") einzuschätzen ist.