Explosionsschutz an Entgasungseinrichtungen
In einigen verfahrenstechnischen Prozessen, z. B. bei einigen Bauarten von Elektrolyseuren, werden in Flüssigkeiten gelöste explosionsfähige Gase oder Dämpfe mitgeführt. Bei der Entgasung, die z. B. durch die sogenannte "Strippung" erfolgt, kann die Konzentration in der Gasphase den Explosionsbereich erreichen, so dass im nachfolgenden Anlagenbereich möglicherweise Explosionsgefahr vorliegt. Ob dies der Fall ist, kann momentan nur messtechnisch ermittelt werden. Ein Explosionsschutzkonzept, das Auftreten explosionsfähiger Gemische über die Prozessführung zu vermeiden, ist derzeit nicht möglich. Dafür fehlende theoretische Grundlagen und Daten soll dieses Projekt bereitstellen. Für drei repräsentative Anwendungen (Polymerisation, Extraktion, Elektrolyse) soll der Trennprozess durch "Strippung" theoretisch analysiert und die Explosionsgefahr bewertet werden. Nach Messung der relevanten Stofftransportkoeffizienten soll eine Laborapparatur gebaut werden, mit der der Zusammenhang zwischen Brenngasbeladung der Gasphase und Prozessparametern untersucht wird, um ein generisches Explosionsschutzkonzept für bei der "Strippung" eingesetzte Füllkörperkolonnen zu entwickeln.




