Prävention im Berufsverkehr

Mehr als 3.000 Menschen sterben jährlich im deutschen Straßenverkehr, rund jeder zehnte tödliche Unfall ereignet sich auf dem Arbeitsweg. Hinzu kommen Unfälle auf beruflichen Wegen: im Güterverkehr, bei Fahrten zu Kunden oder zur Montage. Was hat das mit betrieblichem Arbeitsschutz und der Wegeunfallverhütung der Berufsgenossenschaften zu tun? Sehr viel, denn es gibt eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten.

Alle Angebote der BG RCI zum Thema Prävention im Berufsverkehr haben wir für Sie in den einzelnen Rubriken dieser Website zusammengestellt. Sie finden diese darüber hinaus im VISION ZERO Auswahlassistenten (AWA) in der Rubrik "Verkehrssicherheit".

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AKTUELLES

Neues Seminar für betriebliche Radverkehrsbeauftragte

Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie hat die Nutzung von Fahrrädern für den Weg zur Arbeit zugenommen. Gerade in größeren Betrieben kann es daher sinnvoll sein, einen betrieblichen „Kümmerer“ für Sicherheitsfragen des Radverkehrs zu etablieren. Hier setzt das neue Seminar der BG RCI an. Schwerpunkte sind das betriebliche Radverkehrsaufkommen und die Infrastruktur auf dem Betriebsgelände sowie der Umgebung. Darüber hinaus geht es um besondere Gefährdungen beim Radfahren und die damit verbundenen Unfallrisiken.

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DVR-Kampagne „Landstraße – FAHR SICHER!“

Überholvorgänge auf Landstraßen können aufgrund hoher Geschwindigkeiten und fehlender baulicher Trennung vom Gegenverkehr sehr riskant sein und sogar tödlich enden. Im Fokus der neuen Kampagne „Landstraße – FAHR SICHER!“ des DVR, die mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung entstanden ist, stehen Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr. 

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Kreativwettbewerb der Initiative RadKULTUR

Sie haben eine Idee, wie Sie andere Menschen dazu motivieren können, auf's Fahrrad umzusatteln? Unter dem Motto „Fahrradfahren auf Alltagswegen“ ruft die Initiative RadKULTUR zu einem Kreativwettbewerb auf. Bürgerinnen und Bürger, Ehrenamtliche, Kommunen und Arbeitgeber aus Baden-Württemberg können sich bis zum 15. Oktober 2021 mit ihren Ideen beteiligen und die Zukunft der Mobilität gestalten. Weiterführende Informationen rund um den Wettbewerb finden Interessierte auf der Website der Initiative RadKULTUR.

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Gegenseitige Rücksichtnahme auf Arbeits-, Dienst- und Schulwegen

„Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“ Dieser Satz aus § 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) ist die erste Grundregel und beschreibt das Ziel für das Verhalten aller Menschen, die sich im Straßenverkehr bewegen – insbesondere in Situationen, die durch andere Regelungen nicht genau definiert sind. Was kann ich tun, um mich rücksichtvoll zu verhalten? Welche Regeln gilt es einzuhalten? Und was bedeutet eigentlich Rücksicht? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Schwerpunktaktion 2021 „Es kann so einfach sein“ des DVR, der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften.

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Sicherere Straßen durch Früherkennung von Gefahrenstellen

Um Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen und richtig einschätzen zu können, informieren die Webseite sowie die App gefahrenstellen.de über Gefahrenpunkte auf unseren Straßen. Wer an einer identifizierten Gefahrenstelle vorbeikommt, soll bereits im Vorfeld über Smartphone oder Navigationsgerät vor einem möglichen Risiko gewarnt werden, um das Fahrverhalten entsprechend anpassen zu können. Verkehrsteilnehmende können selbst proaktiv Gefahrenstellen melden. In den kommenden Jahren sollen die Funktionen schrittweise erweitert und zu einem Frühwarnsystem ausgebaut werden. Die Initiative wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. 

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DGUV Information 214-080: Kuppeln – aber sicher!

Untersuchungen zeigen, dass nicht technische Mängel, sondern Verhaltensfehler die Hauptursache von Kuppelunfällen sind. Wenn beim Kuppeln ordnungsgemäß und überlegt vorgegangen wird, sind Unfälle mit schweren und tödlichen Verletzungen vermeidbar; vorausgesetzt, bestimmte Regeln und Hinweise sind bekannt und werden beachtet. Diese werden in der DGUV Information 214-080 „Kuppeln – aber sicher!“ zusammengefasst.

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Weitere Informationen zu Thema Kuppeln finden Sie auch unter:

www.bg-verkehr.de Webcode:20938119


Leitfaden "Abbiege-/Assistenzsysteme für schwere Nutzfahrzeuge, Busse und mobile Arbeitsmaschinen"

Busse und schwere Nutzfahrzeuge begegnen uns beinahe täglich. Insbesondere schwer oder nicht direkt einsehbaren Gefahrenbereiche („Toter Winkel“) beinhalten ein erhebliches Kollisionsrisiko. Unfälle können gravierende Folgen für alle Beteiligten mit sich bringen.

Die Broschüre "Abbiege-/Assistenzsysteme für schwere Nutzfahrzeuge, Busse und mobile Arbeitsmaschinen. Sicherheit und Effizienz – Leitfaden für Betreiber, Hersteller und Aufsichtspersonen" bietet Informationen zu Abbiege- und Assistenzsystemen, die den Fahrer oder die Fahrerin sinnvoll unterstützen können.
 
Der Leitfaden kann kostenfrei bestellt oder im Downloadcenter der BG RCI heruntergeladen werden. Interessierte wenden sich bitte an die Präventionsabteilung Technische Sicherheit unter technische-sicherheit(at)bgrci.de

Leitfaden "Abbiege-/Assistenzsysteme für schwere Nutzfahrzeuge, Busse und mobile Arbeitsmaschinen" als PDF herunter laden


Ablenkung am Steuer

Viele Autofahrerinnen und Autofahrer unterschätzen die Gefahr, die von Ablenkungen am Steuer ausgeht. Man gefährdet dabei aber nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Menschen, die am Verkehr teilnehmen.

Wussten Sie, dass ...

... Ablenkung nicht nur das Risiko eines Unfalls steigert, sondern man zudem mit einem Bußgeld oder sogar Fahrverbot rechnen muss?
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… mehr Menschen durch Kollisionen sterben, die auf Ablenkung zurückzuführen sind, als durch Kollisionen infolge von Alkoholeinfluss? Wer sich der unterschiedlichen Ablenkungen wie Telefonieren oder das Bedienen des Navis oder Radios bewusst ist und vor Fahrtantritt entsprechend vorbereitet, kann seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr richten. 

… Fahrerinnen und Fahrer, gerade wenn die Fahrt zur Routine wird, sogar gezielt nach Ablenkung durch ihr Smartphone suchen, um die Langeweile zu vertreiben oder die Zeit gewinnbringend zu nutzen? Schalten Sie Ihr Handy daher am besten in den Flugmodus. Eingehende Nachrichten und Anrufe können Sie auf diese Weise nicht mehr ablenken. Die meisten Fahrten sind ohnehin so kurz, dass der Blick auf‘s Handy warten kann, bis das Ziel erreicht ist. 

… sich selbst vermeintlich harmlose Tätigkeiten wie Essen oder Trinken negativ auf das Fahrverhalten und die Reaktionszeit auswirken? Wenn Sie sich unterwegs stärken möchten, legen Sie zum Essen und Trinken lieber eine Pause ein. Ausgeruht fährt es sich ohnehin besser.