3.29 Wie kann das Staubungsverhalten beurteilt werden?

In der Praxis hat es sich gezeigt, dass hinsichtlich der Explosionsgefährdung auch das unterschiedliche Verhalten von Stäuben im Hinblick auf die Bildung von Staubwolken, das heißt deren Staubungsneigung, relevant ist. Dieser Begriff wird qualitativ verwendet und beruht auf einer individuellen Betrachtung von Verfahren, Umgebungsbedingungen und Produkteigenschaften (zum Beispiel Feuchte, Klebrigkeit) unter Berücksichtigung der unteren Explosionsgrenze (UEG). Kriterien zur Bewertung der Staubungsneigung im Hinblick auf Explosionsschutzmaßnahmen können beispielsweise sein: die Sedimentationszeit, die Ausbreitung der Staubwolke.

Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Ermittlung der Staubungsneigung. Hinsichtlich der Ermittlung der Schutzmaßnahmen und der Zoneneinteilung liegen jedoch derzeit keine belastbaren quantitativen Korrelationen zwischen Staubungsneigung und tatsächlicher verfahrensbedingter Konzentration in Bezug zur unteren Explosionsgrenze vor.

In der Fachbereich AKTUELL-Schrift „FBRCI-010 Staubungsneigung“ wird näher erläutert, welche Normen derzeit vorhanden sind, um Kennzahlen für das Staubungsverhalten zu bestimmen, wofür diese Kennzahlen jeweils angewendet werden können und warum daraus keine Rückschlüsse für die Zoneneinteilung im Inneren von Apparaten gezogen werden können.

 

(FAQ “Brennbare Stäube”: Stand 12/2025)