3.9 Welche Methoden eignen sich für die Risikoanalyse in Prozessanlagen?

In Prozessanlagen liegen oft große Gefahrenpotenziale vor, die eine umfassende Risikoanalyse auch für den nicht-bestimmungsgemäßen Betrieb erforderlich machen. Dies gilt insbesondere für Anlagen, die der Störfall-Verordnung unterliegen.

Für die Ermittlung sicherheitsrelevanter Abweichungen im Rahmen einer Risikobetrachtung hat sich das PAAG-/HAZOP-Verfahren bewährt
(Broschüre ISSA-01, im Downloadcenter der BG RCI unter „Ausgewählte Medien der IVSS Sektion Chemie“ bzw. https://downloadcenter.bgrci.de/shop/index.jsp?query=/issa01.xml&field=path).

Die Analyse und Bewertung der Risiken kann beispielsweise erfolgen mit

  • der Layers of Protection Analysis (LOPA),
  • der Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (FMEA) oder
  • der Zurich Hazard Analyse (ZHA).

Eine Beschreibung der Methoden findet sich in der Broschüre ISSA-02 „Gefahrenermittlung und Gefahrenbewertung in der Anlagensicherheit“

(im Downloadcenter der BG RCI unter „Ausgewählte Medien der IVSS Sektion Chemie“ bzw. https://medienshop.bgrci.de/shop/index.jsp?query=/issa02.xml&field=path).

Sollen verfahrenstechnische Risiken mit Einrichtungen der Prozessleittechnik (PLT-Sicherheitseinrichtungen) beherrscht werden, so erfolgt deren Klassifizierung üblicherweise mittels eines Risikographen

(siehe DGUV Information 213-064 (Merkblatt R 002) „Maßnahmen der Prozesssicherheit in verfahrenstechnischen Anlagen“, im Downloadcenter der BG RCI unter „Merkblätter und Kleinbroschüren / R-Reihe“ bzw. https://downloadcenter.bgrci.de/shop/index.jsp?query=/r002.xml&field=path).