2.15 Was ist bei der Systemkontrolle von tragbaren Geräten unter dem Punkt „Beurteilung des Zustands von Zubehörteilen“ gemeint?
Grundsätzlich müssen alle Zubehörteile wie zum Beispiel Schläuche, Messlanzen, Schwimmerkugeln, Filter (nachgehend Probenahmesystem genannt), für die zu messenden Gase und Anwendungen geeignet sein. Dabei sollten auch Empfehlungen des Gaswarngeräte-Herstellers beachtet werden.
Im Laufe der Zeit können sich im Inneren dieser Zubehörteile zum Beispiel Staub, Stoffrückstände oder Kondensat ablagern. Diese Verunreinigungen oder auch Alterungsprozesse können von außen nicht immer erkannt werden.
Diese Umstände können dazu führen, dass sich angesaugte Gase/Dämpfe an der Innenfläche des Probenahmesystems durch Absorption oder Adsorption binden und somit dem Gasstrom entzogen werden. Dies führt dazu, dass das zu messende Gas nur noch in einer geringeren Menge oder gar nicht mehr am Gasmessgerät ankommt und es somit zu einer extremen Verfälschung der Messung kommt.
Besonders bei reaktiven und leicht wasserlöslichen Gasen/Dämpfen wie zum Beispiel Ammoniak, Chlor, Chlorwasserstoff, Schwefelwasserstoff, treten diese Fehler sehr leicht auf.
(FAQ “Gaswarneinrichtungen und -geräte": Stand 10/2023)




