Organisationsdienst für nachgehende Untersuchungen (ODIN)

Zwischen einer Tätigkeit mit krebserzeugenden bzw. keimzellmutagenen Gefahrstoffen und dem eventuellen Auftreten einer Berufskrankheit können viele Jahre vergehen. Es ist daher möglich, dass betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diese Tätigkeit längst aufgegeben haben oder ganz aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, wenn bei ihnen eine Erkrankung festgestellt wird. Der ursächliche Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit wird dann unter Umständen nicht mehr erkannt.

In der Bundesrepublik Deutschland wird deshalb bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden und keimzellmutagenen Gefahrstoffen und für beruflich strahlenexponierte Personen zusätzlich zu den Vorsorgen während betrieblicher Tätigkeit auch nachgehende Vorsorgen nach dem Ausscheiden aus einer solchen Tätigkeit angeboten.

Während einer Tätigkeit mit krebserzeugenden bzw. keimzellmutagenen Gefahrstoffen führen Arbeitgeber die Vorsorge selbst durch oder bieten diese an. Sie können die nachgehende Vorsorge, die nach dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses anzubieten ist, unter bestimmten Voraussetzungen auf den zuständigen Unfallversicherungsträger bzw. den „Organisationsdienst für nachgehende Untersuchungen (ODIN)“ übertragen.

ODIN ist eine zentrale Dienstleistungseinrichtung der gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Seinen Sitz hat ODIN bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.

Durch ODIN stellen die Unfallversicherungsträger sicher, dass auch nach dem Ausscheiden aus einer Tätigkeit mit krebserzeugenden bzw. keimzellmutagenen Stoffen und Zubereitungen arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten wird.

Wollen Sie mehr über ODIN, nachgehende Vorsorge und das Meldeverfahren wissen?

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.odin-info.de.