3.46 Was ist bei der offenen Probenahme von Flüssigkeiten mit niedriger oder mittlerer Leitfähigkeit zu beachten?

Eine offene Probenahme ist insbesondere, wenn Flüssigkeiten oberhalb ihres Flammpunkts vorliegen, möglichst zu vermeiden. Bereits eine kurzzeitige Öffnung des Behälters ist mit einem Lufteintrag verbunden, der zur Bildung explosionsfähiger Gemische führen kann (auch bei inertisiertem Behälter). 

 

Kann die Probenahme nicht vermieden werden, sind alle folgenden Punkte zu beachten:

  • Personen sind zu erden.

  • Personen sind zu erden.

  • Ladungserzeugende Prozesse sind zu beenden (z. B. Rühren, Pumpen).

  • Eine Wartezeit ist in Abhängigkeit von der Flüssigkeit festzulegen und einzuhalten

  • Bevorzugt sind Probenahmeeinrichtungen aus isolierendem Material einzusetzen

um Büschelentladungen von der aufgeladenen Flüssigkeitsoberfläche zu vermeiden.

Werden leitfähige Probenahmeeinrichtungen verwendet, sind diese zu erden.

Um Büschelentladungen von einer aufgeladenen Probenahmeeinrichtung aus isolierendem Material zu vermeiden, sind die maximalen Oberflächengrenzen nach TRGS 727 einzuhalten (Stiel: Tabelle 1b, Gefäß: Tabelle 1a). 

 

(FAQ “Elektrostatik": Stand 08/2024)