Hinweise zu Smartphones und Tablet PC zur Verwendung in Ex-Bereichen – Darf man Smartphones an Tankstellen verwenden?

In der Industrie gibt es einen hohen Bedarf, mobile elektronische Geräte wie Smartphones und Tablet PC in explosionsgefährdeten Bereichen einzusetzen. Entsprechend der Richtlinie 1999/92/EU sind in Bereichen, in denen gelegentlich gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auftritt (Zone 1 oder Zone 21) Geräte der Kategorie 2 im Sinne der Richtlinie 2014/34/EU („ATEX-Richtlinie“) einzusetzen. Folgende Hinweise werden aus den Erfahrungen der Marktaufsicht gegeben. Hier können Sie den gesamten Artikel lesen:


Einsatz von Hörgeräten und Cochlea-Implantaten in explosionsgefährdeten Bereichen

Hörgeräte sind für Hörgeminderte ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Kommunikation, zumal diese Kommunikation auch sicherheitsrelevante Inhalte, wie z. B. Warnung vor unmittelbaren Gefahren, enthalten kann. Sollen Hörgeräte oder Cochlea-Implantate im explosionsgefährdeten Bereich getragen werden, so ist zu überprüfen, ob sie wirksame Zündquellen enthalten. Diese Überprüfung muss auch die Ex-Zone, in der das Hörgerät oder das Cochlea-Implantat getragen werden soll, berücksichtigen. Eine Handlungsanleitung hierzu wurde in Zusammenarbeit mit der Industrie, den Herstellern von Hörgeräten und der Kommission für Elektrotechnik erarbeitet.

Demnach können hinter dem Ohr oder im Ohr getragene Hörgeräte und externe Teile von Cochlea-Implantaten in Zone 2 und Zone 22 grundsätzlich verwendet werden. Zusatzgeräte, wie z. B. Funkfernsteuerungen, müssen vor dem Einsatz in Zone 2 bzw. Zone 22 von einem Spezialisten beurteilt werden.

Für die Verwendung in Zone 1 und Zone 21 muss gewährleistet sein, dass Hörgeräte bzw. die externen Teile von Cochlea-Implantaten sicher im oder hinter dem Ohr bzw. am Kopf befestigt sind, dass die externen Teile von Cochlea-Implantaten sicher miteinander verbunden sind, und dass die Batterien bei Stößen nicht aus dem Gehäuse fallen können.

Tätigkeiten, wie An- und Ablegen des Hörgerätes oder Cochlea-Systems, Batteriewechsel, Ein- und Ausschalten, Funktionseinstellung und Programmierung sowie das Aufladen eines gegebenenfalls vorhandenen Akkus dürfen nur außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche durchgeführt werden.

Die Handlungsanleitung finden Sie hier als PDF:

Handlungsanleitung zum Einsatz von Hörgeräten und Cochlea-Implantaten in explosionsgefährdeten Bereichen


Besteht beim Einsatz von Handys oder von mobilen Funkgeräten in explosions­gefährdeten Bereichen Explosionsgefahr?

Diese Fragen ist eindeutig mit „Ja“ zu beantworten.
Arbeiten in Zone 0 sind generell zu vermeiden. Der Einsatz mobiler Funkgeräte ist in dieser Zone auszuschließen. Werden mobile Funkgeräte in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 betrieben, so muss für sie eine Baumusterprüfbescheinigung einer zugelassenen europäischen Prüfstelle vorliegen.
In Zone 2 dürfen mobile Funkgeräte ohne EG-Baumuster­prüfbescheinigung verwendet werden, wenn eine Herstellererklärung zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 2 (Kategorie 3) vorliegt.
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Ist der Einsatz von Armbanduhren, Taschenrechnern, Hörgeräten, Smartwatches, Fitnessarmbändern, GPS-Uhren o. ä. im explosionsgefährdeten Bereich möglich?

Die Stellungnahme zum Einsatz von elektrisch angetriebenen Armbanduhren in explosionsgefährdeten Bereichen und Aussagen zu Hörgeräten und Taschenrechnern finden Sie hier. :: mehr


Nachrüstung an Rührwerken im Bestand bezüglich Explosionsschutz

Im Rahmen der Überarbeitung des Merkblatts T 020 „Rührwerke – Ausrüstung und Betrieb“ der BG RCI wurde eine Hilfestellung für die Nachrüstung von Rührwerken im Bestand hinsichtlich des Explosionsschutzes erarbeitet.

Für Zündquellen, die im Fehler- bzw. Störungsfall auftreten können, werden Maßnahmen beschrieben, die einzeln oder in Kombination eine dem Stand der Technik entsprechende Zündquellenvermeidung in dem für die jeweilige Zone(n) erforderlichen Maß ermöglichen. Dies unterstützt die Einzelfallbetrachtung der Rührwerke im Bestand, bei der im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung in Verbindung mit der Empfehlung zur Betriebssicherheit EmpfBS 1114 "Anpassung an den Stand der Technik bei der Verwendung von Arbeitsmitteln" zu entscheiden ist, ob eine Anpassung der Schutzmaßnahmen an den Stand der Technik erforderlich ist. Weitere Informationen zur Thematik der Rührwerke sind in der Neufassung des Merkblatts T 020 zu finden. Diese befindet sich zur Zeit im Druck.

Die hier aufgeführten beispielhaften Maßnahmen können infolge einer Gefährdungsbeurteilung nach Anforderungen aus der GefStoffV und BetrSichV §3 Abs. 7 als Alleinmaßnahme oder in Kombination zum Ziel führen.


Merkblatt T 020 „Rührwerke“ überarbeitet

Das Merkblatt T 020 „Rührwerke“ wurde neu überarbeitet. Rührwerke werden in Mitgliedsunternehmen der BG RCI auf vielfältige Weise und in vielfältigen Zusammenhängen eingesetzt.

Diese Schrift kann herangezogen werden

  • für Auswahl und Beschaffung eines Rührwerkes
  • zur Beurteilung vorhandener Rührwerke
  • zur Beurteilung nach Änderungen an Rührwerken
  • zur Beurteilung der Gefährdungen sowie zur Festlegung der erforderlichen Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Rührwerken
  • zur Festlegung von Maßnahmen zum Schutz gegen Gefährdungen und Belastungen
  • zur Ausarbeitung einer Betriebsanweisung, für die regelmäßig durchzuführenden arbeitsplatz- und stoffbezogenen Unterweisungen
  • für die wiederkehrende Prüfung von Rührwerken

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Gaswarneinrichtungen und -geräte

Weitere Anwendungshinweise speziell zu Gaswarneinrichtungen und -geräten finden Sie hier.