Gehörschutz

Wie gefährlich ist Lärm für mein Gehör?

Lärm schädigt unser Gehör und kann zur Lärmschwerhörigkeit führen. Ähnlich wie bei Gefahrstoffen ist die Wirkung von Lärm abhängig von der Dosis. Ein Gefühl für die Lärmdosis am Beispiel eines Konzertbesuchs zu vermitteln, versucht der Artikel „Hören im Club der Billionäre“, den Sie hier herunterladen können:

Hören im Club der Billionäre - Von Prozent und Dezibel


Gehörschutzstöpsel korrekt auswählen und richtig einsetzen

Um die Ohren vor Lärm zu schützen, werden häufig Gehörschutzstöpsel aus Schaumstoff verwendet. Diese sind mit unterschiedlichen Dämmwerten für unterschiedliche Lärmpegel lieferbar. Einen wirksamen Lärmschutz bieten sie nur, wenn sie mit Sachverstand ausgewählt und korrekt eingesetzt werden. Was dabei zu berücksichtigen ist erfahren Sie hier:

Schutz vor Lärm erfordert Köpfchen


Lärmrechner

Zwei Lärmrechner geben Ihnen die Möglichkeit, selbst Lärmexpositionen nachzurechnen und die Wirksamkeit von Gehörschutz zu simulieren:

Mit dem Lärmexpositionsrechner kann leicht aus den am Arbeitsplatz gemessenen Mittelungspegeln und den Aufenthaltszeiten der Tageslärm­expositionspegel berechnet werden.

Der Noise-Calculator ermöglicht darüber hinaus noch weitere Berechungen zur Dokumentation der Gefährdungs­beurteilung. Zum Beispiel kann der Restschallpegel unter dem Gehörschutz berechnet werden. Dieser Restschallpegel darf nach LärmVibrationsArbSchV maximal < 85 dB(A) betragen. Angestrebt wird ein Restschallpegel von 70 bis 80 dB(A). Restschallpegel unter 70 dB(A) führen zur Überprotektion und sollten ebenfalls vermieden werden, da dann der Gehörschutz oft abgelehnt bzw. nicht immer getragen wird. Die Tragedauer von Gehörschutz ist entscheidend für die Wirksamkeit von Gehörschutz. Lesen Sie hierzu den folgenden Artikel: 

Wirksamkeit von Gehörschutz


Unterweisungen zum Gehörschutz verpflichtend

Junger Mann setzt sich Gehörschutzstöpsel ein

Ab dem 21. April 2019 dürfen persönliche Schutzausrüstungen (PSA) vom Hersteller nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn sie der Verordnung (EU) 2016/425 (PSA-Verordnung) entsprechen. In dieser Verordnung wird Gehörschutz neu als PSA der Kategorie III eingestuft. Das bedeutet: Für Beschäftigte werden damit Unterweisungen mit Übungen zur Pflicht.

Bisher war Gehörschutz in der niedrigeren Kategorie II eingestuft. Die nun höhere Kategorie III umfasst PSA gegen tödliche und irreversible Schäden. Für die Produktion und den Einsatz von PSA in dieser Kategorie gelten höhere Anforderungen. Für Anwenderinnen und Anwender gehören dazu Unterweisungen mit Übungen im Gebrauch der PSA.

Weitere Informationen des Fachbereichs "Persönliche Schutzausrüstungen" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ansehen (PDF-Datei)