Analysenverfahren zur Bestimmung von Acrylnitril

DGUV Information 213-501 (früher BGI 505-01 bzw. ZH1/120.1)

CAS-Nummer: 107-13-1

Synonym: Acrylsäurenitril


Verfahren 03 – GC

Probenahme mit Pumpe und Absorption an Aktivkohle, Gaschromatographie nach Elution

Mit diesem Messverfahren wird die über die Probenahmedauer gemittelte Konzentration von Acrylnitril im Arbeitsbereich personenbezogen oder ortsfest bestimmt.

Messprinzip

Mit Hilfe einer Pumpe wird ein definiertes Luftvolumen durch ein Aktivkohle-Röhrchen gesaugt. Das adsorbierte Acrylnitril wird mit einem Gemisch aus Schwefelkohlenstoff und 1-Propanol (95+5 v/v) desorbiert und gaschromatographisch bestimmt.

Bestimmungsgrenze

Absolut: 3 ng Acrylnitril.

Relativ: 0,6 mg/m³ an Acrylnitril für 10 l Probeluft, 4 ml Desorptionslösung und 2 μl Injektionsvolumen.

Erstellt

März 2004

Das gesamte Verfahren erhalten Sie in der DGUV-Publikationsdatenbank.

Die englische Übersetzung ist online in der Wiley Online Library erhältlich: Method for the determination of acrylonitrile (Air Monitoring Methods, Volume 10, 2007).


Verfahren 02 – GC – zurückgezogen

Probenahme mit Adsorption an Aktivkohle und gaschromatographische Bestimmung

Messprinzip

Mit Hilfe einer Pumpe wird ein definiertes Luftvolumen durch Aktivkohle gesaugt. Das adsorbierte Acrylnitril wird durch ein schwerflüchtiges Lösemittel desorbiert und mittels Dampfraumgaschromatographie (Headspace-GC)erfasst oder nach Elution mit Schwefelkohlenstoff gaschromatographisch bestimmt.

Nachweisgrenze

Unter den Bedingungen in der Praxis beträgt die relative Nachweisgrenze 0,6 ml/m³ (ppm) ≙ 1,3 mg/m³ an Acrylnitril.

Erstellt

Dezember 1983

Zurückgezogen

Dezember 2004

Das zurückgezogene Verfahren können Sie im Einzelfall bei uns anfordern (stoffinfo(at)bgrci.de).

Das zurückgezogene Verfahren per E-Mail anfordern


Verfahren 01 – GC – zurückgezogen

Prozessgaschromatographie zur ortsfesten Messung

Messprinzip

Ein definiertes Luftvolumen wird in einen Trägergasstrom eingegeben und durch eine Trennsäule geleitet. Acrylnitril wird darin von den in der Probeluft enthaltenen Begleitkomponenten getrennt und anschließend mit einem Flammenionisationsdetektor (FID) gemessen.

Nachweisgrenze

0,5 ml/m³ (ppm) ≙ 1,1 mg/m³ an Acrylnitril.

Erstellt

Dezember 1983

Zurückgezogen

Dezember 2013

Das zurückgezogene Verfahren können Sie im Einzelfall bei uns anfordern (stoffinfo(at)bgrci.de).

Das zurückgezogene Verfahren per E-Mail anfordern