Die Kombi macht’s – Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz treffen auf Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit

Potenzielle Risiken erkennen, eigene Maßnahmen ergreifen und Lösungen umsetzen – dieses Engagement im Arbeitsschutz verdient besondere Aufmerksamkeit. Als Weiterentwicklung des „VISION ZERO Förderpreises“ zeichnet die BG RCI mit dem „Arbeitsschutz GEWINNT!“-Preis Mitgliedsunternehmen aus, die mit innovativen Ideen vorangehen und gleichzeitig anderen Betrieben Impulse für sicheres und gesundes Arbeiten geben.

Insgesamt 60 Unternehmen reichten dieses Jahr ihre Projekte beim Präventionswettbewerb ein, 13 von ihnen wurden in die Hauptverwaltung der BG RCI nach Langenhagen eingeladen. Dort fand am 5. März die feierliche Ehrung der ersten drei Siegerplätze statt.

„Zum jetzigen Zeitpunkt weiß noch niemand, wer am Ende des Tages als Siegerin oder Sieger auf dem Treppchen stehen wird", begrüßte Hauptgeschäftsführer Markus Oberscheven die Gäste am Nachmittag zur Eröffnung der Vernissage. Kurz zuvor hatten die nominierten Teams ihre Projekte der sechsköpfigen Jury – bestehend aus Mitgliedern der Selbstverwaltung, der Präventionsleitung sowie der Aufsicht und Beratung der BG RCI – vorgestellt. Das Themenspektrum reichte von originellen Unterweisungsansätzen über Lösungen zur Ladungs- und Absturzsicherung bis hin zu fertig entwickelten Apps für die betriebliche Praxis. Für die Präsentationen standen den Teams je zehn Minuten zur Verfügung.

Im Anschluss zog sich die Jury hinter verschlossene Türen zur Beratung zurück. Währenddessen nutzten die Besucherinnen und Besucher die Vernissage, um die nominierten Beiträge genauer zu betrachten und untereinander sowie mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde schnell deutlich: Viele der vorgestellten Projekte lassen sich auch auf den eigenen Betrieb übertragen.

Rund zwei Stunden vergingen, bis das gespannte Warten ein Ende fand: Die Jury hatte sich einstimmig auf die Gewinner der ersten drei Plätze festgelegt. Ausgezeichnet wurden die verdienten Siegerprojekte mit Preisgeldern von 12.000 Euro (Platz 1), 6.000 Euro (Platz 2) und 3.000 Euro (Platz 3). Doch auch die übrigen Nominierten gingen nicht leer aus: Die zehn weiteren Finalistenteams erhielten jeweils eine Nominierungsprämie von 1.000 Euro.

Im Fokus des Wettbewerbs steht neben den Ideen für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit vor allem das herausragende Engagement der Beteiligten. „Denn ‚Arbeitsschutz GEWINNT!‘ ist nicht einfach nur ein Wettstreit der besten Ideen oder der klügsten Einreichenden“, so Dr. Wellhäußer, Leiter des Geschäftsbereichs Prävention der BG RCI, in seiner Abschlussrede. „Er ist ein Weg, um den notwendigen Dialog zur Verbesserung der Arbeitswelt unter allen Beteiligten zu intensivieren.“

Ein zentrales Element des Wettbewerbs ist daher die Verbreitung der umgesetzten Projekte. Ziel ist es, die praxisnahen Lösungen auch anderen Betrieben zugänglich zu machen und so zu einer sicheren und gesunden Arbeitswelt beizutragen. Dafür wurden die Präsentationsplakate bereits in den BG RCI-Bildungszentren in Maikammer und Laubach ausgehangen und die Ideen in den Onlinemedien beworben. Alle Projekte sind zudem auf der „Arbeitsschutz GEWINNT!“-Website digital einsehbar – mit dem ausdrücklichen Appell: Gerne nachmachen!
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Joel Klöhn, BG RCI
 


Die Gewinner von "Arbeitsschutz GEWINNT!" 2026

1. Preis
Wacker Chemie AG, Burghausen: 
„Ladungssicherung von Kleingebinden und Fässern“

Bei dem Transport von Kleingebinden kam es bei der Wacker Chemie AG in Burghausen wiederholt zu Handverletzungen und Schäden an der Ware, weil einheitliche Sicherungsmethoden zur Fixierung auf den Paletten fehlten: Die Fässer, Hobbocks, Kanister und Co. wurden bislang mit improvisierten Lösungen – oft durch das Umwickeln mit Plastikfolie – fixiert.

Um die genannten Risiken zu minimieren, wurde ein System entwickelt und zertifiziert, bei dem ein eigens angefertigter Haltegurt über das Gebinde gelegt und an der Palette niedergezurrt wird. Die Fixierung erfolgt somit ergonomisch in Arbeitshöhe. „Die Idee wirkt sich nicht nur positiv auf die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten aus“, so Thomas Leitmann, Vorsitzender im Präventionsaus¬schuss der Vertreterversammlung der BG RCI, „sie ist auch noch kosteneffizienter und nachhaltiger.“ Das Zusammenwirken aus Arbeitsschutz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit überzeugte die Jury – ein verdienter 1. Platz!
 

2. Preis
Johnson & Johnson Medical GmbH, Norderstedt: 
„Dauerhafte Kennzeichnung und Absicherung von Schächten"

Auf dem Betriebsgelände der Johnson & Johnson Medical GmbH in Norderstedt gibt es zahlreiche Schächte, bei denen Risiken durch enge Räume und Absturzgefahren bestehen. Kennzeichnungen oberhalb der Deckel stellten bislang keine dauerhafte Lösung dar, da diese mit der Zeit verblassten oder abgetragen wurden.

Aus diesem Grund fertigte das Team ein rundes Gitter, das mit integrierter Kennzeichnung in den geöffneten Schacht gehangen wird und dort dauerhaft verbleiben kann. Zum einen ist die Kennzeichnung nach dem Öffnen direkt sichtbar, zum anderen dient die Konstruktion automatisch als Absturzsicherung. „Eine Idee, die nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, sondern im Verborgenen ihr volles Potenzial entfaltet“, fasste Dr. Harald Powitz, Vorsitzender des Beirats Zucker der BG RCI, treffend zusammen.
 

3. Preis
RAG Aktiengesellschaft, Essen: 
„Bauliche Veränderung von Brunnenstuben“

Die RAG Aktiengesellschaft betreibt Brunnenanlagen zur Reinigung von kontaminiertem Grundwasser. Bei Revisions- und Instandhaltungsarbeiten war der Zugang zu der unterflur installierten Technik nur über einen abgedeckelten Schacht möglich. Die Arbeiten waren körperlich belastend und erforderten zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Absturz- und Atemschutz.

Um die Sicherheit der Beschäftigten zu erhöhen, erfolgte ein umfangreicher Umbau von fünf Brunnenanlagen auf Überflur-Anlagen. Hierzu wurde die Technik aus den Schächten an die Tagesoberflache verlegt und ist somit sicher, ergonomisch und ohne persönliche Schutzausrüstungen zuganglich. Die Idee überzeugte die Jury vor allem aufgrund des sichtbaren Ansatzes nach dem STOP-Prinzip, wonach die Substitution durch weniger gefährliche Verfahren an erster Stelle steht. 
 


Arbeitsschutz GEWINNT!: Die Chronologie eines lange währenden Erfolgs

Seit fast drei Jahrzehnten steht der Wettbewerb „Arbeitsschutz GEWINNT!“ für praxisnahe Ideen, die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz voranbringen. Was 1997 unter dem Namen „Förderpreises Arbeit • Sicherheit • Gesundheit“ als mutiger Impuls begann, hat sich zu einer der erfolgreichsten Initiativen der Prävention entwickelt – getragen von tausenden engagierten Menschen in den Betrieben. Ein Blick zurück zeigt, wie aus einer Idee ein Motor für Innovation, Austausch und gelebte Verantwortung wurde.

„Ihre Idee, einen Förderpreis zur Verbesserung der Arbeitssicherheit auszuloben, finde ich sehr gut. Erfolgreiche Prävention ist auf neue innovative Ideen angewiesen.“ Mit diesem Worten dankte der damalige Minister für Arbeit und Sozialordnung, Dr. Norbert Blüm, im November 1997 den Initiatoren und übernahm die Schirmherrschaft. Ein gutes Jahr zuvor war in der Selbstverwaltung der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft die Idee für den Wettbewerb entstanden, um damit zur Verbesserung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beizutragen. Mit dem seinerzeit neuen Förderpreis sollte ein Marktplatz der Möglichkeiten geschaffen werden, der die folgenden drei Leitgedanken in sich vereinigte, die bis heute nichts an ihrer Bedeutung verloren haben:

Erstens sollten bereits vorhandene, oft nicht ausreichend bekannte Lösungen sichtbar gemacht und für andere nutzbar werden.
Zweitens sollte der Wettbewerb Menschen motivieren, ihre Ideen tatsächlich umzusetzen.
Drittens ging es darum, Arbeitssicherheit stärker im Bewusstsein der Beschäftigten zu verankern.

Mit dem Förderpreis beschritten die Initiatoren einen neuen Weg in der Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Einen derartigen Wettbewerb hatte es im Kreis der Unfallversicherungsträger bis zu diesem Zeitpunkt nicht gegeben. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, aber auch die Sorgen und Ängste, die an die erste Wettbewerbsrunde geknüpft wurden.

Doch der Erfolg der ersten Ausschreibung konnte sich sehen lassen. 
Anfragen zum Förderpreis erreichten die Initiatoren sogar aus Bombay. Die Qualität der eingereichten Vorschläge beeindruckte die Jury. Preise im Gesamtwert von über 60.000 DM wurden vergeben. Die Hoffnungen, mit dem neuen Förderpreis einen Impuls für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geben zu können – das kann rückblickend festgehalten werden – hatten sich bereits im ersten Jahr erfüllt.

Der Wettbewerb entwickelte sich kontinuierlich weiter. Neben einer inhaltlichen Konsolidierung wurden Abläufe und Strukturen regelmäßig angepasst. Früh wurden Kategorien eingeführt – etwa „Sicherheitstechnik“, „Gesundheitsschutz“ und „Organisation · Motivation“ –, um die Vielfalt der Beiträge besser abzubilden und auch weniger technische Ansätze sichtbar zu machen. Diese Struktur blieb über Jahrzehnte prägend.

Ein wichtiger Meilenstein war 1999 die Einführung des „Jahrbuchs Arbeit • Sicherheit • Gesundheit“, das ausgewählte Beiträge dokumentierte und den Austausch förderte. Es kann als Vorläufer der heutigen Online-Präsentation des Wettbewerbs gelten. Ergänzt wurde es durch Innovationsbörsen, auf denen Teilnehmende ihre Ideen einem breiteren Publikum vorstellen konnten.

In den 2000er-Jahren entwickelte sich der Förderpreis zu einer der größten Initiativen seiner Art und diente national wie international als Vorbild. 2002 wurde das Konzept beim Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Wien vorgestellt. Zum zehnjährigen Bestehen im Jahr 2007 wurden bereits rund 6.300 Teilnehmende und 3.200 eingereichte Ideen verzeichnet.
 

Mit der Fusion zur BG RCI wurde der Wettbewerb neu ausgerichtet. Unter dem Motto „Ideen im Blick“ richtete er sich ab 2011 an alle Mitgliedsunternehmen der neuen Organisation. Am 1. April 2011 fand in Kassel die erste Preisverleihung des Förderpreises Arbeit – Sicherheit – Gesundheit statt.

Gute drei Jahre später stellte die BG RCI Ihre Präventionsstrategie „VISION ZERO Null Unfälle – gesund arbeiten!“ vor, die für den Zeitraum von zehn Jahren die Leitplanken für das Handeln bestimmen sollte. Eine Arbeitsgruppe diskutierte konkrete Vorschläge zur Einbindung des Wettbewerbs, der in „VISION ZERO Förderpreis“ umbenannt wurde, in die Kommunikation der Strategie. So wurde in Abstimmung mit dem Turnus des deutschen Arbeitsschutzpreises die Ausschreibung nunmehr auf einen zweijährigen Zeitraum festgelegt.

Die erste Preisverleihung im neuen Format fand 2018 in Erfurt statt und knüpfte mit einer großen Bandbreite an Ideen nahtlos an die Tradition an. Insgesamt hatten sich seit 1997 mehr als 14.000 Menschen aus über 4.000 Betrieben mit rund 7.000 Ideen beteiligt.

Mit dem absehbaren Abschluss der VISION-ZERO-Strategie 2024 erfolgte 2023 eine erneute Umstrukturierung. Der Wettbewerb tritt seither unter dem Namen „Arbeitsschutz GEWINNT!“ auf. Ein flexibleres Einreichungssystem ohne feste Fristen soll mehr Menschen zur Teilnahme ermutigen.

Heute kann der Wettbewerb auf nahezu drei Jahrzehnte Geschichte zurückblicken. Er ist der älteste seiner Art und hat sich als verlässlicher Bestandteil moderner Präventionsarbeit etabliert. Gleichzeitig blieb er anpassungsfähig und offen für neue Entwicklungen. Besonders wichtig ist seine Rolle als Plattform für praxisnahe Ideen aus den Betrieben selbst.

Hans Enders, einer der Männer der ersten Stunde, formulierte ein zentrales Credo bereits 2001: „Die Ausschreibung hat wieder deutlich gemacht, dass die Menschen
in den Unternehmen ohne Frage in der Lage sind, praktikable Lösungsvorschläge zu erarbeiten, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz weiter auszubauen.“ Die hohe Beteiligung am Förderpreis zeige auf der einen Seite den Erfolg, doch belege sie andererseits auch, dass es in den Betrieben nach wie vor Vieles zu verbessern gibt: „Sicherheitsvorschriften allein bringen in einem Unternehmen noch nicht die gewünschten Erfolge. Sie müssen auch gelebt werden, denn schließlich ist jeder Unfall ein Unfall zu viel!“
Holger Imhoff, BG RCI 
 


Auswahlassistent: Der Ideen-Pool

Schon Kinder lernen vieles durch Nachahmung, und auch Erwachsene kommen schneller ans Ziel, wenn sie gute Beispiele vor Augen haben. Warum sich also nicht von den innovativen Ideen aus anderen Mitgliedsunternehmen der BG RCI inspirieren lassen? Der Auswahlassistent (AWA) hilft Ihnen dabei und durchsucht alle Beiträge des Präventionspreises „Arbeitsschutz GEWINNT!“.

Sie sind auf der Suche nach Medien, Seminaren oder Best Practice-Beispielen zu einem bestimmten Thema? Der AWA vernetzt die vielfältigen Präventionsangebote der BG RCI auf einer einzigen Website. Ohne umständliches Suchen auf unterschiedlichen Portalen können Sie auf sämtliche Angebote zugreifen. Wählen Sie einfach das für Sie passende Thema aus und starten Sie Ihre Suche.

Innovationen zum Nachahmen
Besonders interessant für die betriebliche Arbeit ist der Reiter „Best Practice“. Hier werden die zu Ihrem Suchbegriff passenden Best Practice-Beispiele zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz aus den Mitgliedsbetrieben der BG RCI angezeigt und verlinkt, insbesondere die Beiträge des Präventionspreises „Arbeitsschutz GEWINNT!“ (früher VISION ZERO Förderpreis). Profitieren Sie von diesem Erfahrungsschatz!
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Von der Idee zur gelebten Praxis

Gute Ideen im Arbeitsschutz sind oft das Ergebnis von Erfahrung, Austausch und dem berühmten „Blick über den Tellerrand“. Das ist es auch, worum es bei „Arbeitsschutz GEWINNT!“ geht: Lösungen sichtbar machen, damit andere davon profitieren können. Doch was passiert eigentlich mit diesen Ideen, wenn die Preisverleihung längst vorbei ist? Ein Blick in einen Mitgliedsbetrieb, der sich vor acht Jahren am damaligen Förderpreis beteiligt hat, zeigt: viel.

Die Evonik Technology & Infrastructure GmbH (heute Röhm GmbH) in Worms hatte sich damals mit einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen technische Lösung beteiligt: Aufstiegsluken auf Rohrbrücken wurden so gesichert, dass beim Öffnen automatisch eine Absperrung aktiviert wird – ein System, das menschliche Fehler ausschließt. Hintergrund waren wiederholte Beinahe-Unfälle und Verletzungen, weil Sicherungen nach dem Öffnen der Luken nicht immer konsequent angebracht wurden. Heute, Jahre später, ist die Bilanz eindeutig. „Seit der Installation hat es keine Abstürze oder Beinahe-Unfälle dieser Art mehr gegeben“, berichtet Johannes Wolff, Leiter der Energieversorgung und Schwefelrecyclinganlage bei Röhm.

Auch wenn es damals nicht für einen Platz auf dem Siegertreppchen gereicht hat: Aus einer guten Idee ist ein verlässlicher Standard im Werk geworden. Entscheidend dabei: Die Sicherheit hängt nicht mehr vom Verhalten einzelner Personen ab, sondern ist technisch abgesichert. Ein Prinzip, das im Arbeitsschutz immer wieder als besonders wirksam gilt.

Doch damit endet die Geschichte nicht. Denn es blieb nicht bei einer gesicherten Rohrrücke – die Lösung wurde im Unternehmen an weiteren Abstiegsluken übernommen und weitergedacht. „Das System wurde über die Jahre hinweg an mehreren Stellen eingerichtet“, so Waldemar Massini, der vor acht Jahren der zuständige Anlageningenieur für Rohrbrücken war. Genau hier zeigt sich die eigentliche Stärke solcher Wettbewerbsbeiträge: Sie sind keine einmaligen Projekte, sondern lassen sich übertragen, anpassen und weiterentwickeln.

Doch wie ist die ursprüngliche Idee eigentlich entstanden? Nicht durch Zufall, sondern aus dem viel zitierten „Blick über den Tellerrand“: „Die Idee entstand im Austausch mit anderen Standorten“, erzählt Michael Seider, Projektingenieur Kraftwerk. Die Herausforderungen im Arbeitsschutz ähneln sich in verschiedenen Betrieben und Werken oft – egal ob es um Absturzsicherung, Verkehrswege oder ergonomische Lösungen geht. Warum also jedes Mal bei null anfangen?
 

Bei Röhm gehört dieser Gedanke längst zur gelebten Praxis. So sorgen zum Beispiel regelmäßige Treffen mit Sicherheitsfachkräften anderer Betriebe im „Sifa-Kreis Rhein-Neckar“ dafür, dass Ideen ausgetauscht werden und dass voneinander gelernt wird. Auch im eigenen Werk entstehen immer wieder pragmatische Lösungen für Probleme, die bei alltäglichen Arbeiten auftauchen, berichtet Sicherheitsfachkraft Ralf Allgeier: zum Beispiel bei neu gedachten Poller-Systemen, die den Fußgängerverkehr vor Lagerhallen besser schützen sollen. Weil die verwendeten, in der Erde montierten Poller von rangierenden Lkw häufig umgefahren und verbogen wurden, kamen findige Mitarbeiter kurzerhand auf die Idee, sie stattdessen an der Lagerhallenwand zu befestigen. Seitdem werden sie nicht mehr beschädigt.

Die Offenheit für neue Lösungen, um bekannte Probleme zu lösen, ist Teil einer ausgeprägten Sicherheitskultur bei Röhm. „Jeder darf einschreiten, wenn er einen unsicheren Zustand sieht – auch bereichsfremd“, beschreibt Wolff ein zentrales Prinzip. Arbeitsschutz wird hier nicht als Zusatzaufgabe verstanden, sondern als gemeinschaftliche Verantwortung.

Was lässt sich daraus für andere Betriebe ableiten? Vor allem eines: Gute Ideen sind zu wertvoll, um im eigenen Werk zu bleiben. Der Wettbewerb „Arbeitsschutz GEWINNT!“ bietet eine Plattform, um solche Lösungen sichtbar zu machen – und damit anderen den entscheidenden Impuls zu geben.

Denn die Praxis zeigt: Viele Unternehmen stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Wer auf bewährte Ansätze zurückgreift, spart nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern erhöht auch schneller die Sicherheit im eigenen Betrieb. Oder, wie es Johannes Wolff auf den Punkt bringt: Die Fehlerwahrscheinlichkeit sinkt – und der Prozess wird insgesamt sicherer.

Der Blick zurück macht also Mut für die Zukunft. Die prämierten Ideen von gestern wirken weiter – als Inspiration, als Blaupause und als Beleg dafür, dass gemeinsames Lernen im Arbeitsschutz tatsächlich gewinnt.
 


Gute Beispiele, große Wirkung

Nicht jede Herausforderung muss immer wieder „neu“ gelöst werden. Gerade im Arbeits- und Gesundheitsschutz sollte aus Erfahrungen gelernt und von ihnen profitiert werden.  Besonders relevant ist dies, wenn es um den Schutz vor krebserzeugenden Gefahrstoffen geht. Die GDA Best-Practice-Datenbank der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) bündelt eine Vielzahl guter Beispiele aus der betrieblichen Praxis rund um den Schutz bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen und stellt erprobte Lösungen anderen Unternehmen zur Verfügung. 

Krebs ist unter den arbeitsbedingten Todesursachen die häufigste in Deutschland. Verantwortlich für den Großteil dieser tödlich verlaufenden Erkrankungen ist die Exposition gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen, deren gesundheitliche Folgen oft erst viele Jahre oder Jahrzehnte später sichtbar werden. Gerade bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen zeigt sich, dass rechtliche Anforderungen und der Schutz der Mitarbeitenden insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Erfahrungen aus der Praxis und das Lernen voneinander können hier wertvolle Unterstützung bieten. 

Viele Betriebe stehen vor ähnlichen Herausforderungen: 
• Wie lassen sich gefährliche Stoffe ersetzen? 
• Welche technischen oder organisatorischen Maßnahmen gibt es oder eigenen sich? 
Die GDA Best-Practice-Datenbank macht genau diese Erfahrungen sichtbar. Gute Lösungen müssen weder aufwendig noch teuer sein, um effektiv zu sein. Nach dem STOP-Prinzip (Substitution, Technische, Organisatorische, Persönliche Maßnahmen) lassen sich Gefahrstoffe durch unterschiedlichste Schutzmaßnahmen vermeiden oder deutlich reduzieren. Ob erprobte Methoden aus der Praxis oder neue, innovative Ideen – Best Practices zeigen, wie sich Sicherheit am Arbeitsplatz einfach und wirkungsvoll umsetzen lässt. Diese Beispiele dienen als Vorbild, um sichere Arbeitsweisen zu fördern und die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig zu schützen. 

Bund, Länder und Unfallversicherungsträger bündeln hier ihr Wissen und ihre Ressourcen, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz flächendeckend zu verbessern. Damit verbindet die GDA rechtliche Anforderungen mit praxisgerechter Umsetzung und praktischer Unterstützung, zugänglich für alle Betriebsgrößen. 

Neben den Best Practices aus Unternehmen unterstützen die Träger der GDA mit zahlreichen, branchenspezifischen Praxishilfen und konkreten Empfehlungen, die den rechtlichen Rahmen greifbar machen und den Betrieben echte Hilfe bieten. 
Wichtige Datenbankeintragungen und Kooperationen sind:  
• Best Practices aus Betrieben
• Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)
• Verfahrens- und stoffspezifische Kriterien (VSK) 
• Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU)
• Fallbeispiele für Substitution aus SUBSPORTplus
• Gefahrstoffschutzpreisträger des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 
• NepSi Leitfäden des Europäisches Netzwerk für Si-lica
• AT, BT, ET Arbeitsverfahren zur Asbestsanierung
• Handlungsempfehlungen 
• Expositionsbeschreibungen
• Praxishilfen

Die Best-Practice-Beispiele können in der Datenbank über eine Volltextsuche zum Beispiel nach Beruf oder Tätigkeit recherchiert und zusätzlich nach Branche, Gefahrstoff oder STOP-Maßnahme gefiltert werden, wodurch ein einfacher Einstieg ermöglicht wird. Leicht zugänglich entdecken Sie Anregungen und Lösungen, die Sie direkt übernehmen oder an Ihren Betrieb anpassen können. Auf diese Weise profitieren nicht nur einzelne Unternehmen, sondern ganze Branchen von vorhandenen Erfahrungen.

Erfahrungen und Ideen einreichen - Aus der Praxis für die Praxis!
Haben Sie eine gute Lösung für den sicheren Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen entwickelt? Dann teilen Sie Ihre Idee mit anderen – aus der Praxis für die Praxis! Reichen Sie Ihr Best Practice ganz einfach online in der Datenbank ein und helfen Sie damit, Arbeitsschutz in anderen Betrieben zu stärken und berufsbedingtem Krebs vorzubeugen. 

Die Datenbank macht sichtbar: Viele gute Lösungen existieren bereits! Aus Erfahrung kann durch Wissenstransfer viel gelernt und mit großer Wirkung für die Gesundheit im Betrieb umgesetzt werden. Die GDA Best-Practice-Datenbank steht allen Interessierten kostenlos online zur Verfügung – lassen Sie sich inspirieren und gestalten Sie Arbeitsschutz effektiv, praxisnah und gesundheitsbewusst.
Zur GDA Best-Practice-Datenbank wechseln 
Ina Krieger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) 
 


SUBSPORTplus: Unterstützung bei der Substitution von Gefahrstoffen

Die Substitution von Gefahrstoffen ist ein zentrales Element des Arbeitsschutzes. Wertvolle Unterstützung bietet hierbei die Informationsplattform SUBSPORTplus der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Sie bietet eine Vielzahl an Informationen, um Unternehmen bei ihren Fragen rund um das Thema Substitution zu unterstützen. Dazu zählen Hilfestellungen bei der Identifizierung von substitutionsrelevanten Gefahrstoffen, der Suche nach geeigneten Alternativen und eine strukturierte Schritt-für-Schritt Anleitung für den Prozess. Dabei bündelt das Portal praxisnahes Wissen, rechtliche Hintergründe und konkrete Beispiele.

Unterstützung bei rechtlichen Anforderungen und praktischer Umsetzung
SUBSPORTplus will Unternehmen dabei unterstützen, Substitutionsanforderungen aus der europäischen Gesetzgebung systematisch umzusetzen. Gerade im Rahmen des REACH-Zulassungsverfahrens spielt die Prüfung geeigneter Alternativen eine ent-scheidende Rolle. SUBSPORTplus bietet hier Hilfestellungen bei der Identifizierung gefährlicher Stoffe, bei der Recherche möglicher Ersatzstoffe oder technischer Lösungen sowie bei der strukturierten Durchführung des Substitutionsprozesses.

Die Informationen zu Stoffen und und einige einfache Instrumente zur Bewertung der Substitution können auch von Firmen und anderen Institutionen als erste Orientierung für die Planung von Forschung-und Entwicklungsprojekten genutzt werden. Darüber hinaus können weitere Akteure wie Behörden, Umwelt- und Verbraucherverbände, Gewerkschaften oder wissenschaftliche Einrichtungen von dem Portal profitieren. Die Fallbeispiele von SUBSPORTplus fließen zudem in die GDA (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie)-Datenbank für Best Practice Beispiele für krebserzeugende Gefahrstoffe (gda-gefahrstoff-bestpractice.ifa.dguv.de) und in die europäische Initiative des Fahrplans gegen krebserzeugende Stoffe (Roadmap on Carcinogens – stopcarcinogensatwork.eu) ein. Die Informationen sind in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

Herzstück: Zwei zentrale Datenbanken
SUBSPORTplus bündelt Informationen für den Substitutionsprozess in zwei zentralen, recherchierbaren Datenbanken.

1. Datenbank eingeschränkter und prioritärer Stoffe – Prüfung der Substitutionsrelevanz
Die Datenbank eingeschränkter und prioritärer Stoffe fasst aus knapp 40 Stofflisten – darunter EU-Verordnungen, internationale Übereinkommen, NGO-Listen und Listen der Industrie – diejenigen Stoffe zusammen, die entweder gesetzlich oder freiwillig in ihrer Verwendung eingeschränkt sind, oder für die aufgrund ihrer gefährlichen Eigenschaften eine Einschränkung der Verwendung empfohlen wird. Mit der Datenbank können Anwenderinnen und Anwender anhand von Stoffnamen, CAS- oder EG-Nummern prüfen, ob ein Stoff auf einer der Listen geführt wird und deshalb entweder substituiert werden sollte oder nicht als Alternative für einen anderen Stoff in Frage kommt.

Mit den integrierten SUBSPORTplus-Screening-Kriterien fasst das Portal zudem gefährliche Stoffe nach eigenen Kriterien zusammen (Abbildung 1). 

2. Datenbank der Fallbeispiele – Lernen aus der Praxis
Die Suche nach geeigneten Alternativen braucht vor allem praxisnahe Lösungen. Die Fallbeispieldatenbank von SUBSPORTplus enthält mehr als 450 Beispiele erfolgreich umgesetzter Lösungen für die Substitution. Dokumentiert sind sowohl stoffliche als auch technische Alternativen. Ein hoher Anteil der Fallbeispiele stammt dabei direkt aus Unternehmen, aber auch Beispiele aus der Fachliteratur und anderen verlässlichen Quellen sind in der Datenbank vertreten. Die Fallbeispiele sollen zum einen als Anregung dienen und zum anderen konkrete Hilfestellung für den eigenen Substitutionsfall geben.

Hilfreich sind die Beispiele unter anderem bei der Planung und Beschaffung in Unter-nehmen sowie der Analyse der Alternativen im Zulassungsverfahren unter REACH. Die konkrete Anwendbarkeit eines Fallbeispiels auf die eigenen Gegebenheiten ist dabei im Einzelfall zu prüfen. Alle Fallbeispiele sind bezüglich ihrer gefährlichen Eigenschaften entsprechend der SUBSPORTplus-Methodik bewertet. Diese umfasst unter anderem einen Abgleich mit den SUBSPORTplus-Screening-Kriterien (SDSC).

Auch in dieser Datenbank können Anwenderinnen und Anwender Gefahrstoffe anhand ihrer Stoffnamen, CAS- oder EG-Nummern finden. Eine weitere Erleichterung bei der Suche bieten Filterfunktionen nach Anwendungssektor, Funktion und Prozess (Abbildung 2).
 

Weitere Instrumente in SUBSPORTplus
Neben Stoffinformationen bietet SUBSPORTplus konkrete methodische Unterstützung. In der Rubrik Vorgehen – Schritt-für-Schritt wird ein sechsstufiger Prozess vorgestellt, der als Grundgerüst für Substitutionsvorhaben dient (Abbildung 3). Ergänzend stellt das Portal Bewertungsmethoden und Instrumente vor, die bei der Auswahl geeigneter Kriterien und bei der systematischen Entscheidungsfindung unterstützen. 

Des Weiteren bietet die Rubrik Regelwerke eine Übersicht über rechtliche Anforderungen an die Substitution. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Regelwerken der EU. Weitere internationale Regelwerke (internationale Vereinbarungen, z.B. Stockholm Konvention, Regelwerke aus den USA und China) sind ebenso aufgeführt. Neben kurzen Zusammenfassungen, die die wichtigsten Inhalte der Verordnungen, Richtlinien und Abkommen auf einen Blick bündeln, erhalten Sie hier eine Einordnung der Substitutionsrelevanz.

In regelmäßigen Newsmeldungen informiert SUBSPORTplus zudem über aktuelle regulatorische Entwicklungen, Berichte zu Alternativen sowie Veranstaltungen und Workshops. Damit bleibt das Portal am Puls der europäischen und internationalen Substitutionsdiskussion.

Gerade vor dem Hintergrund sich weiterentwickelnder europäischer Chemikalienpolitik und steigender Anforderungen an Sicherheit und Nachhaltigkeit stellt SUBSPORTplus eine wichtige Informationsquelle dar – für mehr Transparenz, bessere Entscheidungsgrundlagen und letztlich für einen wirksamen Schutz von Mensch und Umwelt.
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Dr. Michaela Clever, Dr. Linda Ingendahl, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
 


Das Ereignisinformationssystem als Präventionsinstrument

Ob großflächige Verbrennungen, Amputationen von Gliedmaßen oder Atemnot durch Gefahrstoffaustritt: Im Ereignisinformationssystem der BG RCI werden schwere und tödliche Arbeitsunfälle gesammelt und dokumentiert. Gerade kleinere und mittlere Mitgliedsbetriebe können mit Hilfe dieser Onlineanwendung systematisch Erkenntnisse für die eigene Präventionsarbeit gewinnen. Die Fälle können zum Beispiel bei Sicherheitsunterweisungen der Veranschaulichung dienen.

Mit ihrer Mitgliedsnummer und Postleitzahl können Mitgliedsunternehmen einen geschützten Bereich einsehen. Sie finden auf diesen Seiten aktuelle Informationen über Arbeitsunfälle, die sich in anderen Betrieben ereignet haben. Die Aufsichtspersonen der BG RCI nehmen dafür fortlaufend die von ihnen untersuchten Arbeitsunfälle anonymisiert und datenschutzrechtlich konform in das Ereignisinformationssystem auf.

Nutzerinnen und Nutzer können die Datenbank nach verschiedenen Kategorien, beispielsweise Gewerbezweig oder Gefährdungsfaktoren, sortieren. Wer ein Unfallereignis anklickt, erhält weitergehende Informationen zum Unfallhergang, zu den Unfallursachen sowie den umgesetzten beziehungsweise geplanten Maßnahmen.

Jeder Ereignisinformation werden die jeweils ursächlichen Gefährdungs- und Belastungsfaktoren aus dem Merkblatt A 017 „Gefährdungsbeurteilung“ zugeordnet. Über diese gemeinsame Schnittmenge verbindet das Ereignisinformationssystem den korrektiven mit dem präventiven Teil des Arbeitsschutzes. Die betriebliche Unterweisung, die mit Hilfe des Merkblatts A 026 „Gefährdungsorientiertes Unterweisen“ strukturiert wurde, kann dann passgenau mit einer Ereignisinformation noch überzeugender gestaltet werden.

Das Unfallereignis mit allen Informationen kann als PDF-Datei oder per Link schnell mit anderen Personen geteilt werden. Es kann dann ohne Eingabe von Mitgliedsnummer und Postleitzahl gelesen werden. Es kann eine Abfolge der zehn aktuellsten Ereignisinformationen gezeigt werden, die zum Beispiel für einen digitalen Aushang genutzt werden können.

Wachsendes Kompendium
Das Ereignisinformationssystem ist mit einem Archiv von rund 100 Unfällen gestartet und wird kontinuierlich erweitert. Seit seinem Start am 1. November 2021 hat sich die Zahl der veröffentlichten Ereignisse auf etwa 476 erhöht.

Sprechen Sie Ihre Aufsichtsperson an, falls Sie einen Unfall aus Ihrem Betrieb in das Ereignisinformationssystem einpflegen lassen wollen. Sie können so dazu beitragen, dass sich dieser Unfall nicht in gleicher oder ähnlicher Weise in einem anderen Betrieb wiederholt. Gerne können Sie bei Fragen oder Anmerkungen das Team des Ereignisinformationssystems kontaktieren, per E-Mail an ereignisinformationssystem@bgrci.de.
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Torben Wandscher, Christian Huge, BG RCI