Der Reha-Preis der BG RCI

Logo Reha-Preis 2018

Unsere Auszeichnung für vorbildliche Wiedereingliederung

Nach einem Arbeitsunfall oder bei Vorliegen einer Berufskrankheit ist für die Betroffenen neben der medizinischen Versorgung die Wiederaufnahme der bisherigen oder einer anderen geeigneten Tätigkeit sowie die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben außerordentlich wichtig. Der Genesungsprozess wird dadurch entscheidend beeinflusst. Die BG RCI würdigt daher mit dem Reha-Preis jährlich das Engagement von Unternehmen, die sich in besonderem Maße für die Wiedereingliederung verletzter oder erkrankter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient gemacht haben. Der erste Reha-Preis der BG RCI wurde 2018 verliehen.

Unsere Reha-Managerinnen und Reha-Managern in den Bezirksdirektionen vor Ort sammeln Fälle, in denen sich Unternehmen in herausragender Weise für ihre Mitarbeitenden eingesetzt haben. Diese werden dem als Jury tätigen Reha- und BK-Ausschuss vorgestellt, der über die Preisvergabe entscheidet. Der 1. Platz ist mit 5.000 Euro dotiert.


Reha-Preis 2018

Verleihung des 1. Reha-Preises der BG RCI an die Firma F. W. Feldges aus Viersen

Der 1. Platz des Reha-Preises für vorbildliche Wiedereingliederung der BG RCI wurde am 4. Juli 2018 an die Fa. F. W. Feldges aus Viersen verliehen (v.l.n.r.): Thomas Köhler, Sprecher der Geschäftsführung der BG RCI, Christina Admiral, Ehefrau des Versicherten, Wolfgang Isenberg, Sachgebietsleiter Teilhabe/Reha-Management, BG RCI, Bezirksdirektion Köln, Dr. Ulf Kürschner, Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Reha- und Berufskrankheitenausschusses der BG RCI, die Preisträger Friedhelm und Maria Feldges, Unternehmerehepaar, Nico Admiral, Sohn des Versicherten, Andree Admiral, Versicherter

Der mit 5.000 Euro dotierte 1. Preis geht an das Familienunternehmen F. W. Feldges, einen Polstermöbelbetrieb aus dem niederrheinischen Viersen. Das Unternehmerehepaar Maria und Friedhelm Feldges erhielt den Preis für sein vorbildliches Engagement bei der Wiedereingliederung eines verunfallten Mitarbeiters.

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Heimweg von der Arbeit hatte sich der Mitarbeiter, der als Polsterer bei der Firma Feldges arbeitet, massive Becken- und Knieverletzungen zugezogen. Da er als Polsterer heben und tragen sowie meist stehen muss, war zunächst offen, ob er seine bisherige Tätigkeit nach Krankenhausaufenthalt und Rehabilitation wieder würde aufnehmen können. Zumal die Schwere der Verletzungen eine Wiedereingliederung des darüber hinaus stark schwerhörigen Mitarbeiters erst ein halbes Jahr nach dem Unfall erlaubte. Für das Ehepaar Feldges war aber von Anfang an klar, dass sie den Mitarbeiter auf jeden Fall, auch bei möglicherweise verminderter Leistungsfähigkeit, weiterbeschäftigen würde! Das wirkte auf das Heilverfahren überaus motivationsfördernd. Sein Arbeitsplatz wurde mit einem speziell für ihn angefertigten elektrischen Hubtisch und einer Stehhilfe ausgestattet. Zudem wurde er durch organisatorische Maßnahmen von besonders schwerer körperlicher Tätigkeit entlastet. Mittlerweile ist der Mitarbeiter wieder in Vollzeit tätig.


Filmbeitrag

Für Andree Admiral, seit 20 Jahren Polsterer bei der Firma Feldges, ist seit seinem Unfall im August 2016 nichts mehr wie zuvor. Der Polsterer erleidet ein schweres Polytrauma mit Becken- und Knieverletzung. Mit dem Hubschrauber wird er ins Krankenhaus nach Krefeld geflogen, liegt drei Tage im Koma. Wenig später wird er in das BG Klinikum Duisburg verlegt. Es dauert drei Monate, bis Andree Admiral das Krankenhaus verlassen kann. Danach beginnt die ambulante Reha. Am 20. Februar 2017, ein halbes Jahr nach seinem Unfall, geht der Polsterer zum ersten Mal wieder für zwei Stunden zur Arbeit. Anfang April ist die Wiedereingliederung beendet.